Kopf des Monats: Der Brückenbauer

Kopf des Monats: Der Brückenbauer Foto: Streitfelder

Am 1. Oktober rückte Harald Hauke in den Vorstand der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) auf. Er folgt auf Werner Knausz, der dem Unternehmen weiterhin beratend zur Verfügung steht.

Harald Hauke ist seit 2012 Geschäftsführer der ARA-Tochter Austria Glas Recycling und seit 2018 Geschäftsführer von ARAplus, der Vertriebs- und Servicemarke der ARA. Der 53-Jährige wird gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Christoph Scharff Ansprechpartner für alle Akteure der Kreislaufwirtschaft. Im Fokus steht der weitere Ausbau der Kundenzufriedenheit.

Hauke blickt auf 20 Jahre Erfahrung in der Lebensmittel- und Getränkebranche zurück, u.a. war er als Global Customer Director bei Nestlé Waters in Paris tätig. Neben seinem Engagement bei der ARA ist er auch Vorstand beim Kreditschutzverband 1870. Nicht zuletzt durch seinen vielseitigen beruflichen Werdegang kennt er sowohl die Bedürfnisse der Wirtschaft wie auch Einsatzgebiete der ARA aus Kommunen, Abfallwirtschaftsverbänden, Politik, NGOs, Konsumentinnen und Konsumenten.

»Kreislaufwirtschaft ist eine Zukunftsbranche. Ich freue mich darauf, diese aktiv mitzugestalten und Lösungen für die Herausforderungen der österreichischen Wirtschaft zu entwickeln«, sieht sich Hauke »vor allem als Brückenbauer«: »Der offene Diskurs mit all unseren Stake­holdern ist mir ein großes Anliegen, das ich noch stärker intensivieren werde.«

Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket sieht strenge Recyclingquoten vor. Während Österreich die Zielvorgaben bei Papier, Glas und Metall bereits erfüllt, liegt man bei Kunststoff noch weit unter der geforderten Marke. Die Wiederwertung von Kunststoffverpackungen muss in Österreich in den nächsten fünf Jahren verdoppelt werden. Aktueller Streitpunkt ist eine mögliche Einführung eines Pfands für PET-Flaschen. Die ARA lehnt ein Einweg-Pfandsystem ab und plädiert für ein effizienteres, einheitliches Sammelmodell. Rund 50.000 Tonnen Kunststoffverpackungen gehen pro Jahr allein im gemischten Gewerbeabfall verloren.

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