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KMU: Der größte Arbeitgeber Österreichs

Foto: dv2171020. Thinkstock by Getty Images. Fotograf: Digital Vision. Foto: dv2171020. Thinkstock by Getty Images. Fotograf: Digital Vision.

Die KMU Forschung Austria zeigt in zwei aktuellen Analysen eine erfreuliche Entwicklung der KMU – und zwar in den beiden entscheidenden Bereichen Beschäftigung und Finanzierung. Österreichische KMU beschäftigen aktuell 1,93 Mio. Personen. Das ist ein Rekord. Und KMU sind damit nach wie vor der größte Arbeitgeber in Österreich. Gleichzeitig passen KMU ihre Finanzierungsstruktur an: Eigenkapital ersetzt kurzfristige Bankverbindlichkeiten und Lieferantenverbindlichkeiten.

Ende Jänner 2014 waren in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) exakt 1.930.096 Personen beschäftigt. Zu den KMU zählen alle Unternehmen mit weniger als 250 unselbstständig Beschäftigten. KMU sind damit weiterhin der mit Abstand größte Arbeitgeber in Österreich. Berechnungen der KMU Forschung Austria auf Basis der Sozialversicherungsstatistik ergeben, dass 66,3 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse in der Wirtschaft auf KMU entfallen.

Dabei gibt es eine ausgewogene Verteilung der Beschäftigungsverhältnisse auf alle Betriebsgrößenklassen (siehe Diagramm). Für Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria, ist das eine der großen Stärken der österreichischen Wirtschaft.

Im Zeitraum Jänner 2013 bis Jänner 2014 wurden insgesamt 22.235 Arbeitsplätze geschaffen: 12.395 in KMU und 9.840 in Großbetrieben.

Trotz nicht gerade optimaler Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene hat die österreichische Wirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit erneut bewiesen. "Ausschlaggebend dafür sind vor allem die unglaublich vielen, auch 'kleinen' Innovationen der Unternehmen, die von KMU häufig in Kooperation mit Forschungseinrichtungen (z. B. mit Fachhochschulen oder dem Netzwerk der ACR) entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden", meint Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria.

KMU ordnen ihre Finanzierung neu: Eigenkapitalquote steigt, Fremdkapital wird abgebaut.

Die geänderten Rahmenbedingungen haben zu einer grundlegenden Anpassung der Finanzierungsstruktur der KMU geführt. Gerade in den Jahren seit 2008 wurde klar, dass Liquidität auch ihren Wert hat. Diesbezüglich haben die KMU – wie ein Langfristvergleich der KMU Forschung Austria zeigt – reagiert: Zunehmend gewinnt die langfristige Finanzierung an Bedeutung.

"Langfristiges Eigenkapital ersetzt kurzfristige Bankverbindlichkeiten und Lieferantenverbindlichkeiten. Der Anstieg des Eigenkapitalpolsters trägt zu einer verbesserten Bonität und einer geringeren Krisenanfälligkeit der österreichischen KMU bei.", erklärt Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria.

In den zehn Jahren zwischen 2001/02 und 2011/12 kam es zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote der kleinen und mittleren Unternehmen. So lag die durchschnittliche Eigenkapitalquote der KMU 2001/02 bei 17 Prozent, während sie 2011/12 bereits 29 Prozent betrug.

Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital hat sich von 2001/02 (56 Prozent) bis 2011/12 (45 Prozent) deutlich verringert. Hauptsächlich ist dieser Rückgang auf die Reduzierung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten zurückzuführen; es sanken aber auch die Lieferantenverbindlichkeiten deutlich.

Link zum ACR-Mitglied
www.kmuforschung.ac.at

Last modified onDonnerstag, 10 April 2014 10:26
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