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Industrie: Maschinensteuer ist die falsche Antwort

Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, erteilt der Forderung nach einer Maschinensteuer eine Absage. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, erteilt der Forderung nach einer Maschinensteuer eine Absage. IV/Johannes Zinner

"Bisher hat technischer Fortschritt und Innovation letztendlich für mehr und vor allem bessere Arbeitsplätze gesorgt. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass dies mit der Digitalisierung anders sein wird", erteilt Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, der Forderung nach einer Maschinensteuer eine Absage.

"Die Digitalisierung verändert Wirtschaft und Arbeitswelt. Sie wird zunehmend ein entscheidender Faktor im internationalen Wettbewerb. Umso mehr müssen wir den digitalen Wandel aktiv gestalten und seine Chancen nutzen. Tun wir das nicht, werden es andere an unserer Stelle tun. Fortschritt und Innovation durch neue Belastungen in Form einer Maschinensteuer aufhalten zu wollen, ist aber leider die falsche Antwort auf die Fragen, die sich durch die Digitalisierung stellen“, betont Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV). Bisher habe technischer Fortschritt und Innovation letztendlich für mehr und vor allem bessere Arbeitsplätze gesorgt. „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass dies mit der Digitalisierung anders sein wird. Die Voraussetzung dafür ist, dass wir die Herausforderungen – die es unbestreitbar gibt – annehmen, anstatt sie mit alten Ideen bekämpfen zu wollen. Dass übrigens durch die Digitalisierung und Automatisierung die Einnahmen der Sozialversicherungen in den vergangenen Jahren gesunken sind, ist schlichtweg falsch. Sie liegen mit 58 Milliarden Euro nicht nur auf einem absoluten Rekordniveau, sondern steigen auch schneller als die allgemeinen Preise und das BIP“, hielt Neumayer fest.

IV fordert öffentliche Verwaltung 4.0
„Unternehmen stehen im globalen Wettbewerb und müssen Innovationen und Verbesserung permanent realisieren und jährliche Produktivitätssteigerungen umsetzen, um am globalen Markt bestehen zu können. Anstatt den Unternehmen auszurichten wo sie ständig mehr für den Sozialstaat leisten sollen, muss die öffentliche Hand selber zu einer dienstleistungsorientierten und effizienten Verwaltung 4.0 weiterentwickelt werden. Dazu gehören dringend notwendige Entbürokratisierungsschritte, mehr Freiheit für unternehmerisches Handeln sowie eine Senkung des Abgabenniveaus insgesamt“, forderte der IV-Generalsekretär abschließend.

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