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Energy Globe

Preisträger Fritz Mondl mit Laudatorin Hong Nguyen, Präsidentin Starise Group, und Energy-Globe-Erfinder Wolfgang Neumann (v.l.).Am 26. November wurde in Wels der «Energy Globe Austria 2010» vergeben. Gesamtsieger des Awards und Sieger in der Kategorie Feuer ist das Projekt Strom-Boje. Die Sieger-Innovation der Firma Aqua Libre Energieentwicklungs GmbH aus Niederösterreich erzeugt allein durch Wasserströmung Energie und benötigt keine Staudämme und sonstigen Flusseinbauten. Weitere Sieger gab es in den Kategorien Erde, Wasser, Luft und Jugend. Auch ein Award für Heimwerker wurde vergeben.

Die via donau – Österreichische Wasserstraßen Gesellschaft mbH gewann mit einer innovativen Idee für ein Mülltrennungsprogramm für die Schifffahrt an der Donau in der Kategorie Wasser. In der Kategorie Erde siegte die Kärntner Firma Kraus Energie Konzept für ihre Sanierung der Volksschule Sörg. Ein 45 Jahre altes Haus wurde in ein Passivhaus modernster Prägung umgewandelt. Das steirische Unternehmen VAE Eisenbahnsysteme GmbH siegte in der Kategorie Luft. Der Stahlverarbeitungsbetrieb vermeidet mit seinem Energie- und Produktionskonzept 1.200 Tonnen CO2 pro Jahr. Die HBLA Ried erhielt den Energy Globe in der Kategorie Jugend für ein Steuerungskonzept in ihrer Schule, das 60 Prozent Heizenergie spart. Franz Zotlöterer aus Niederösterreich hat mit seiner Ökoturbine, die Wasser reinigt, Lebewesen schützt und Strom erzeugt, ein Weltpatent geschaffen.

Solarkollektoren nach China geliefert

In der chinesischen Provinz Anhui entsteht ein Wohnhausprojekt mit mehreren Gebäuden. Xolar liefert spezielle Solarkollektoren. Die Xolar Group, Anbieter von Solaranlagen für Wärme und Strom, konnte den chinesischen Zement- und Kunststofffenster-Produzenten Conch als Kunden gewinnen. In Wuhu in der chinesischen Provinz Anhui, einer Stadt mit zwei Millionen Einwohnern, entsteht ein Hochhausprojekt aus mehreren Gebäuden mit jeweils 150 Wohnungen. Xolar liefert die Solarkollektoren zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung. In Kooperation mit dem Kunden wurde ein spezieller Solarkollektor kreiert, dessen Design und Funktion sich an die Markterfordernisse in China anpassen. Die Kollektoren werden als Balkongeländer eingesetzt. Sie liefern Warmwasser und dienen als Balkonbrüstung. «Bei diesem Wohnbauprojekt hat jede Wohnung ihre kleine Solaranlage mit einem Speicher auf dem Balkon. Die Anlage funktioniert mit Schwerkraft: Genützt wird das Prinzip, dass erwärmte Flüssigkeiten nach oben steigen. Umwälzpumpe und Steuerung entfallen dabei», erklärt Xolar-Eigentümer Herbert Huemer.

Innovationen gegen den Klimawandel

Günter Thumser, Henkel, Hildegard Aichberger, WWF, Kurt Hofstädter, Siemens, Moderation Regina Jankowitsch, Jutta Kleinschmidt und Peter Koren, Industriellenvereinigung, diskutierten in der Siemens City (v.l.).Das Industrie Forum in der Siemens City stand unter dem Motto Innovationen und Energieeffizienz. Es diskutierten Kurt Hofstädter, Vorstand der Siemens AG Österreich, Sektor Industrie, Günter Thumser, Präsident von Henkel CEE, Peter Koren, der stellvertretende Generalsekretär der Industriellenvereinigung, und Hildegard Aichberger, Chefin des WWF, sowie Jutta Kleinschmidt, Rennfahrerin und Gewinnerin der Rallye Paris-Dakar, über technische Innovationen als Hebel zur Bekämpfung des Klimawandels.

«Was haben wir gelernt? Die beste Versicherung gegen die Wirtschaftskrise ist Innovation», betont Kurt Hofstädter bei der Podiumsdiskussion. «Die gute Entwicklung im Unternehmen und in unserem Bereich gibt uns recht.»

Peter Koren ist überzeugt: «Die nächste Revolution wird von der Technik und ihren Innovationen ausgehen.» Dazu müsste die Politik handeln und die Forschungsquote langfristig auf vier Prozent erhöhen. Zudem fordert Koren 150 Millionen Euro für Forschung mit dem Schwerpunkt Energieeffizienz. Hofstädter setzt auf die Märkte, die in stärkerem Ausmaß als bisher nach energieeffizienten Produkten verlangen werden: «Umwelttechnologien sind eine große Chance für uns, um in Zentral- und Osteuropa zu punkten.» Hildegard Aichberger stimmt diesem Aspekt zu, aber nur, «wenn mit den wahren Kosten kalkuliert wird: Denn bisher ist Energie noch viel zu billig.» Deshalb fordert sie, auch im Sinne der Industrie, die Einbeziehung von Umwelt- und Sozialkosten.
Für Günter Thumser ist es ebenfalls an der Zeit, dass die Politik handelt: «Wir brauchen mehr Geld für Aus- und Weiterbildung unserer Jungend. Denn wir brauchen gut ausgebildete Mitarbeiter, um Neues zu schaffen.»

Solarthermie aus Kunststoff

Forscher arbeiten an einer neuen Generation von  Solarkollektoren in  Kunststoffbauweise.Beim Bau thermischer Kollektoren werden vorwiegend metallische Materialien verwendet, da diese besonders wärmeleitfähig sind. Die Produktion ist aufwändig und kostenintensiv. Eine Umstellung der Kollektorfertigung auf Kunststoff, sogenannte Polymere, würde eine radikale Änderung in der Herstellung bedeuten. Im Rahmen zweier Projekte sollen nun die dafür optimalen Kunststoffe und die richtigen Produktionsverfahren erforscht werden. Sunlumo, ein Green-Technology-Unternehmen aus Perg in Oberösterreich, leitet dazu Arbeitspakete des wissenschaftlichen Projekts «Solarthermische Systeme aus Polymerwerkstoffen». Auch der Solaranlagenanbieter Xolar beteiligt sich an der Forschungsarbeit. Koordinator des Projekts ist die Johannes Kepler Universität Linz. Weitere Firmen wie Borealis, Engel, Greiner, KeKelit oder Lenzing gehören zum fixen Forschungs- und Entwicklungsteam. Die Dauer des Projekts ist für vier Jahre angesetzt. Die Kosten belaufen sich auf 5,1 Millionen Euro. Der Klima- und Energiefonds kofinanziert die Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Info:  www.sunlumo.at
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