eAward: Lösungen für neues Wirtschaften – Sonderpreis "Lösung für die Krise" Featured

Bilder: iStock, beigestellt, A1/APA/Schedl Bilder: iStock, beigestellt, A1/APA/Schedl

Die PreisträgerInnen und Nominees des Sonderpreises „Lösung für die Krise“ der Ausschreibung "eAward: Lösungen für neues Wirtschaften". Die GewinnerInnen wurden am 3. Juli 2020 bekannt gegeben.

Kategoriesieg



Bild: Datensammlung im Untergrund für lebensrettende Maßnahmen in der Großstadt: das Team von TU-Wien, Wien Kanal und ebs Wien.

Wien Kanal, ebswien hauptkläranlage GmbH, Technische Universität Wien – Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement, Wiener Gesundheitsverbund
Projekt: CSI Abwasser: auf Virensuche im Kanal

Es ist auf den ersten Blick eine ziemlich bunt zusammen gewürfelte Truppe: Wiener Kanalarbeiter, vereint mit WissenschaftlerInnen der TU-Wien und des Wiener Gesundheitsverbundes, sowie ChemikerInnen der Hauptkläranlage und Wien Kanal. So unterschiedlich die Berufsgruppen sind, so konsequent arbeiten sie an einem gemeinsamen Ziel: ein Früherkennungssystem für das COVID-19-Virus zu entwickeln. Seit März ist das Team dem Corona-Virus im Abwasser auf der Spur. Genauer gesagt sucht es das Erbgut des Virus, dessen RNA. Das Projektteam möchte nun herausfinden, wie das Auftreten von Corona-Viren in häuslichem Abwasser mit der Anzahl der Infektionen im Einzugsgebiet von Kläranlagen im Zusammenhang steht. Mit den Forschungsergebnissen soll ein österreichweites Frühwarn- beziehungsweise Monitoring-System aufgebaut werden, mit dessen Hilfe die Gesundheitsbehörden rasch Informationen über Auftreten und Verbreitung des Virus erhalten können.

www.wien.gv.at/umwelt/kanal

Die Jury:
"organisatorisch und technisch gut gelöst"
"Erhebung von sensiblen Gesundheitsdaten bei garantierter Wahrung der Anonymität"
"ein weiteres wunderbares Beispiel für die disziplinenübergreifende Zusammenarbeit in der Smart City Wien"


Auszeichnung

Apostore GmbH
Projekt: Digital Butler – kontaktlose Eingangskontrolle und Kundenstrom-Management-System           

Für Apotheken hat es ebenso wie für den gesamten stationären Einzelhandel in der Corona-Krise Beschränkungen und Hygienevorschriften gegeben. Der Digital Butler ist ein kontaktloses Einlasssystem zur Zutrittskontrolle und ein Informationssystem für die eintretenden KundInnen. Die Lösung wurde von dem deutschen Digitalisierungspezialisten Apostore aus Gelsenkirchen innerhalb von nur drei Wochen von der Idee bis zum Marktstart gebracht. Sie ist jetzt ein zentraler, erster Berührungspunkt und die Schnittstelle für den Verlauf der weiteren „Kundenreise“ in Geschäftslokalen und insbesondere Apotheken.

www.apostore.com/digital-butler

Die Jury:
"für die stressfreie und sicheren Zutrittskontrolle"
"nutzerfreundlich, serviceorientiert, einfach und klar in der Anwendung"
"verkürzt mit Service- und Content-Features die Wartezeit"


Die weiteren Nominees



Bundesrechenzentrum GmbH
Projekt: Österreichisches COVID-19 Open Data Informationsportal

Auf Appell der Öffentlichkeit und mit Unterstützung der Task Force PSI und Open Data des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und des data.gv.at-Teams des Bundesrechenzentrums wurden die statistischen Informationen des BMSGPK zu COVID-19 nun unter der offenen österreichischen Lizenz CC-BY-4.0 und mit den entsprechenden Metadaten veröffentlicht. Diese Daten sind somit für die Allgemeinheit weiterverwendbar. Unter data.gv.at/covid-19 sind gesammelte Infos zu den österreichischen Daten, Apps und entstandenen Visualisierungen abrufbar. Transparente Daten sind eine essenzielle Grundlage für bessere Entscheidungen und Kollaboration, so etwa zur Verstärkung der Bemühungen von Forschung und Entwicklung und für effizientere Maßnahmen zur Krisenbewältigung. Offene digitale Lösungen können entscheidend zur Entwicklung von intelligenten Mechanismen zur Eindämmung des Coronavirus beitragen.

www.data.gv.at/covid-19 und Video zu Open Data




Bild: „Wir haben eine automatisierte, selbstbediente Schlüsselübergabe geschaffen, die rund um die Uhr verfügbar ist“, sagt Arne Eivind Andersen, CEO und Gründer von Sharebox.

Sharebox AS
Projekt: Sharebox für Autowerkstätten, um Kunden ohne physischen Kontakt zu bedienen

Die Gründer von Sharebox sahen in der Krise eine einzigartige Geschäftsmöglichkeit für den neu entwickelten S18 Sicherheitsschrank. Dieser erlaubt den Werkstattbesuch ohne physischen Kundenkontakt. Ermöglicht wird dies durch Mobiltelefon gesteuerte Schlüsselschränke, die in Zahlungsdienste und CRM-Software integriert sind. Nach der EN 1143-1 Zertifizierung und der Versicherungsgenehmigung waren die ersten beiden Produktionen vom neuen S18 sofort ausverkauft: Bis dato hat Sharebox weltweit 103.000 Kunden in 12 Ländern und ist Servicepartner von Audi, Nissan, Volvo oder BMW. Im Raum DACH ist Sharebox bei Airbnb etabliert, macht einen Pilottest mit Sixt und ist mit weiteren im Gespräch. Mit der steigenden Anzahl der KundInnen, die Autowerkstätten mit einer 24/7-Servicestation bevorzugen, könnte dies der neue Standard am Markt werden.

sharebox.global und Video zu 24/7-Servicestation


WHD Wilhelm Huber+Söhne GmbH+Co. KG
Projekt: VoiceBridge

Die VoiceBridge hilft UnternehmerInnen die Kommunikation an Kassen und Infoschaltern trotz Schutzmaßnahmen, Sicherheitsabstand, Hygienewänden und Schutzmasken klar und verständlich zu halten. Die Kommunikationslösung hebt sich damit in puncto Service und Sicherheit von der Konkurrenz ab. Die VoiceBridge von WHD besteht aus zwei flachen, weißen Sprechstellen-Boxen. Diese werden auf Innen- und Außenseite der Acrylglasscheibe mit Klebeband befestigt. In jeder Sprechstelle befinden sich Mikrofon und Lautsprecher, sodass KundInnen und Personal trotz Abstand und Schutzscheibe sicher, mühelos und verständlich miteinander kommunizieren können. Für die Inbetriebnahme ist keine FachelektrikerIn nötig – die VoiceBridge muss nur an den Strom gesteckt werden.

1.whd.de/voicebridge und Video




Bild: Das Projektteam des neuen Services "A1 Smart Entrance": Roland Schneeberger, Ralph Löffler, Markus Schreiber, René Köppe und Christoph Kößler.

A1 Telekom Austria AG
Projekt: Zutrittssteuerung zur Einhaltung der Mindestabstände im Handel

Um Mindestabstände in den Verkaufsbereichen zu garantieren, müssen Unternehmer jederzeit Kenntnis über ihre Besucherzahl haben und eine Unterschreitung der Mindestabstände notfalls durch Einlassbeschränkungen verhindern. Das neue Service A1 Smart Entrance ist eine automatisierte Zutrittssteuerung für Verkaufsflächen – vollautomatisch, transparent und ohne zusätzlichen Personaleinsatz. Es erfasst Besucherbewegungen in Geschäften an den Ein und Ausgängen durch optische 3D-Sensoren, wodurch auch die Bewegungsrichtung unterschieden werden kann. Daraus wird in Echtzeit die jeweils aktuelle BesucherInnenzahl errechnet. Auf einem Bildschirm im Eingangsbereich wird für neue BesucherInnen in Ampellogik angezeigt, ob sie eintreten dürfen, oder aufgrund erreichter Maximalbesucherzahl kurz warten müssen. Die Messungen erfolgen vollständig anonym; ohne Speicherung von Bildern oder biometrischer Daten und sind damit vollständig DGSVO-konform.

www.a1.net


Infos zu den Projekten in allen weiteren Kategorien unter www.report.at/award

Last modified onMontag, 20 Juli 2020 22:42
back to top