Wasserstoff und Sicherheit für autonomen Drohnenantrieb

Foto: Stellen das Thema UAV-Wasserstoff vor: Thomas Dolleschal (Bladescape), Staatssekretär Magnus Brunner, Gerhard Peller (Bladescape) und Stefan Wagenhofer (Gas Connect Austria). Foto: Stellen das Thema UAV-Wasserstoff vor: Thomas Dolleschal (Bladescape), Staatssekretär Magnus Brunner, Gerhard Peller (Bladescape) und Stefan Wagenhofer (Gas Connect Austria).

Bladescape und Kontrol zeigen die »Zustandserfassung 4.0« für streckengebundene Infrastruktur wie Energienetze, Straße und Schiene.

Der Einsatz von autonomen Drohnen außerhalb des Sichtbereiches eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten für die Sicherheit, Verfügbarkeit und Überwachung von streckengebundenen Infrastruktur­einrichtungen. Gemeinsam haben die Technologieunternehmen Bladescape Airborne Services und Kontrol ein innovatives System entwickelt, welches als Kopilot während des automatisierten Fluges der Drohnen die Einhaltung der hohen Sicherheitsanforderungen gewährleistet. Ausgestattet mit dem neuen System weichen die Fluggeräte autonom unvorhergesehenen Hindernissen wie anderen Luftfahrzeugen aus oder reagieren autonom auf unerwartete Vorkommnisse. Die Zustandserfassung von weitläufigen oder entlegenen Infrastruktureinrichtungen soll so schneller, genauer und ohne Gefährdung von Mitarbeitern erfolgen können.

»Der Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugsystemen, UAS, zur Inspektion von Bauwerken und Anlagen der Infrastruktur bringt sehr viele Vorteile mit sich, welche bereits zahlreiche Unternehmen nutzen«, erläutert Gerhard Peller, Geschäftsführer von Blade­scape. »Der künftige Einsatz von Drohnen für automatisierte Flüge über Strecken von weit über 30 km eröffnet aber gänzlich neue Einsatzmöglichkeiten für mehr Effizienz von Zustandserfassungen, vor allem aber zur Sicherheit und Reaktionsschnelligkeit bei Krisensituationen wie beispielsweise Naturkatastrophen oder Unfällen.«

Der im Rahmen einer Technologiepräsentation im Oktober in Wien vorgestellte »KoPilot« setzt neue Qualitätsstandards bei der Sicherheit von genehmigungsfähigen Langstreckeneinsätzen im Dauerbetrieb. Hinsichtlich Antriebsform setzt Bladescape dabei auf grünen Wasserstoff.  Mit Wasserstoffantrieb können leistungsfähigere Geräte um ein Vielfaches sicherer auf Langstrecken betrieben werden. Ein wesentlicher Vorteil dabei, dass durch die längeren Einsatzzeiten der Fokus auf die Qualität der Datenerfassung gelegt werden kann und nicht das reine Fliegen im Vordergrund steht.

Stefan Wagenhofer, Geschäftsführer von Gas Connect Austria, erläutert den Bedarf am Einsatz der neuen Technologie am Beispiel von Pipelines. Um einen sicheren Betrieb der kritischen Infrastruktur zu gewährleisten, wird das österreichweite Gasnetz regelmäßig kontrolliert. Die künftige Befliegung mit Drohnen zusammen mit automatisierter Datenauswertung auf Veränderungen im Trassenverlauf, wie sie Bladescape entwickelt hat, ermög­lichen eine neue Qualität der Inspektion und das frühzeitige Erkennen der Veränderungen oder Gefahren.

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