Verbund: Altenwörth wieder voll einsatzfähig

Revision Donaukraftwerk Altenwörth Laufra. Foto: Verbund/Gabriele Moser Revision Donaukraftwerk Altenwörth Laufra. Foto: Verbund/Gabriele Moser

Das Donaukraftwerk Altenwörth ist mit zwei Milliarden Kilowattstunden Jahreserzeugung Österreichs größtes Flusskraftwerk. Gerade in der jetzigen Lage zählt die jederzeitige Verfügbarkeit und stabile Stromerzeugung aus der Donau besonders. Trotz Einschränkungen konnten Verbund-Mitarbeiter die jährliche Wartung nun beenden.

Turbinen benötigen wie jede Maschine regelmäßige Wartungen. Diese Revisionen finden bei Flusskraftwerken im Winter statt, wenn die Flüsse wenige Wasser bringen.
Unter erschwerten Bedingungen konnte das Personal des Verbund diese Woche die Arbeiten abschließen. Zur Sicherheit wurden die Teams aufgeteilt, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Trotz der „Halb-Schichten“ wurden Korrosionsschutz, Lagerinspektion und andere Prüfarbeiten in der leeren Turbine fortgeführt um rechtzeitig zum Tauwetter volle Einsatzbereitschaft des Kraftwerks hergestellt. Die neun imposanten Turbinen haben einen Durchmesser von je 6,5 Metern und schlucken pro Sekunde je 300.000 Liter Donauwasser. Dank der Fallhöhe von 13,9 Metern kommt das Kraftwerk auf die beachtliche Leistung von 328 Megawatt.

Den stabilen Dauerläufern an der Donau kommt besondere Bedeutung zu: 20 % des österreichischen Strombedarfs stammen aus den neun Donaukraftwerken. Das entspricht in etwa dem Verbrauch aller heimischen Haushalte. Zusätzlich zur Erzeugung stabilisiert die Leistung der schweren Turbinen das Stromnetz. Wenn Wind und Sonne schnell und mitunter schwankend Strom ins Netz speisen, dämpft die verlässliche Frequenz der Wasserkraft die Effekte. Umso höher ist die Bedeutung des störungsfreien Betriebes, der durch sorgfältige Wartung sichergestellt wird.

Last modified onMontag, 30 März 2020 15:01
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