Umweltpreis der Stadt Wien

(Foto: ÖBP/Frank Helmrich) Auch dieses Jahr vergibt die Stadt Wien wieder den Umweltpreis an innovative und ressourcenschonende Projekte von Unternehmen. (Foto: ÖBP/Frank Helmrich) Auch dieses Jahr vergibt die Stadt Wien wieder den Umweltpreis an innovative und ressourcenschonende Projekte von Unternehmen.

Acht Wiener Unternehmen haben den Einzug sind für den Umweltpreis der Stadt Wien nominiert, der im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien vergeben wird. „Immer mehr Wiener Betriebe setzen mit neuen betrieblichen Maßnahmen auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit“, so die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima. „Die Nominierten konnten die Jury mit ihren spannenden und innovativen Projekten und Ideen zum schonenden Umgang mit Ressourcen überzeugen und haben nun die Chance auf den Umweltpreis.“

Die nominierten Unternehmen werden von einer unabhängigen Jury, dem Beirat des ÖkoBusinessPlan Wien, ermittelt. Entscheidende Kriterien sind dabei Umweltrelevanz, Innovationsgrad und Zukunftsfähigkeit, aber auch soziale und gesellschaftliche Aspekte der eingereichten Projekte. Am 25. Februar 2013 werden die Sieger des Preises bekanntgegeben.

Die nominierten Projekte

Der ab&dc innovations GmbH gelingt es, in einem innovativen Verfahren aus Glycerin, einem Neben- bzw. Abfallprodukt der wachsenden Biodiesel-Industrie, Milchsäure herzustellen. Dieser Rohstoff ist u.a. in der Pharma- und Kosmetikindustrie sehr gefragt. Die neue Entwicklung ersetzt die herkömmliche Erzeugung von Milchsäure auf Basis von Getreide und Zucker und steht damit nicht mehr in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion.

Die Austrian Airlines setzen auf „WALICLEAN“, das eigens entwickelte, ökologische Reinigungssystem von Toilettenleitungen im Flugzeug. Statt aggressiven Chemikalien zirkuliert nun handelsübliche Zitronensäure mit Unterdruck durch das Leitungssystem. Die Entsorgung des Spülwassers ist nun völlig problemlos und umweltfreundlich, aufwändige Reinigungsprozeduren entfallen.

Unter dem Namen „Nachhaltigkeit braucht Sprachenvielfalt“ bildet Peregrina, das Bildungs-, Beratungs- und Therapiezentrum für Immigrantinnen, mehrsprachige Multiplikatorinnen zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit aus – in einem eigenen Lehrgang, Workshops und Veranstaltungen. Ziel ist es, dass die Frauen das erworbene Wissen und das Thema Umweltschutz in die Communities tragen, die aufgrund sprachlicher und gesellschaftlicher Barrieren bislang schwer erreicht werden konnten.

Das Wohnhausprojekt „Generationen-Wohnen-Rodaun“ der Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft (GEWOG) im 23. Bezirk punktet mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Gebaut wurde nach Niedrigstenergiestandards und mit viel Holz – 2000 m3 kamen zum Einsatz. Älteren BewohnerInnen stehen barrierefreie Wohnungen und vielfältige Dienstleistungen zur Verfügung.

Das Wiener Ziviltechnikerbüro Ingenos.Gobiet.ZT GmbH exportiert sein fachliches Know-how im Bereich Bau- und Qualitätsstandards: Für die Errichtung der „Casa Eco-Solar“, ein Schulungs- und Werkstattgebäude im argentinischen Hochland, entwickelte die Firma österreichische Gebäudestandards weiter und passte sie an die Bedingungen der südlichen Hemisphäre an.

pawel packing & logistics GmbH optimiert die Anordnung, Befüllung und Verpackung von Auto-Getrieben für den Transport und kann so die Containerauslastung von 312 auf 420 Stück deutlich steigern. Pro Jahr werden dadurch 156 Container und an die 4.000 LKW-Kilometer eingespart. Der Verbrauch an Verpackungsmaterial sinkt ebenfalls deutlich.

Der Buntmetallgroßhändler Peter Blau GesmbH nützt das beim Firmenneubau vorgeschriebene Löschwasserbecken zur Errichtung einer Wärmepumpe für 100-prozentig autarkes solares Heizen und Kühlen. Die technischen Grundlagen wurden in Zusammenarbeit mit Jürgen Loidl von der FH Pinkafeld im Zuge seiner Diplomarbeit erarbeitet.

Das Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z leistet wichtige Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zur „Geplanten Obsoleszenz“ – dem programmierten, frühzeitigen Ablaufdatum von Elektrogeräten. Gemeinsam mit den Sozialpartnern engagiert sich der gemeinnützige Betrieb für eine deutliche Kennzeichnung von langlebigen, reparaturfreundlich konstruierten Neugeräten. Davon profitieren Umwelt und KonsumentInnen gleichermaßen.

Last modified onFreitag, 01 März 2013 16:21
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