eAward 2020: Kategorie „E-Government“ Featured

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Die SiegerInnen und Nominees der Kategorie „E-Government“. Die GewinnerInnen wurden bei der Preisverleihung des Wirtschaftspreises "eAward 2020" am 29. Jänner 2020 in Wien bekannt gegeben (Artikel und Fotos hier). UPDATE: Kategorievideo

Kategoriesieg "Städte und Regionen"


Stadtgemeinde Scheibbs, BRZ
Projekt: Brückenbau-Projekt in Scheibbs: Elektronische Abstimmung mittels virtueller Realität

Die Stadtgemeinde Scheibbs und das BRZ leisten gemeinsam Pionierarbeit bei der Verbindung von Virtual Reality (VR) und der Blockchain-gesicherten E-Partizipations-Lösung BRZ eDem. Wie soll Scheibbs in Zukunft aussehen? Diese Frage stellt sich Bürgermeister Franz Aigner derzeit beim Bau einer zusätzlichen, achten Brücke über die Erlauf. Dass die Brücke gebaut wird, ist beschlossen – aber welches Brückenmodell tatsächlich umgesetzt wird, sollen die BürgerInnen nun mitbestimmen. Noch vor dem ersten Spatenstich wird die fertige Brücke realitätsnah und in 3D simuliert präsentiert. Durch die elektronische Abstimmungsplattform BRZ eDem wird ein technisch einwandfreies und faires Abstimmungsverfahren sichergestellt.

http://www.scheibbs.gv.at/neueste-nachrichten-news/ Video: Youtube

Die Jury:
- innovativer geht es derzeit kaum; E-Partizipation in Kombination mit Virtual Reality
- Mut der lokalen Politik für diesen neuen Weg
- super, wie von Zuhause ebenso wie direkt im Amt abgestimmt werden kann


Kategoriesieg


Foto: www.einstellungssache.at

AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Center for Digital Safety and Security, Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung
Projekt: Public Safety Hub

Der Public Safety Hub (PSH) des AIT ist das Ergebnis einer knapp fünfjährigen Forschung mit dem Fokus auf Infrastrukturen des Krisen- und Katastrophenmanagements. Entwickelt wurde es in national im KIRAS-Sicherheitsforschungsförderprogramm des BMVIT sowie international in den Forschungsprojekten INKA, EPISECC, REACTA, INTERPRETER, LIKE, PASA, C2Sense. Das bereichsübergreifende Public-Safety-Ökosystem überwindet die Schwachstellen traditionell gewachsener, isolierter Lösungen beim Austausch taktischer Einsatzinformationen sowie die technologischen Limitierungen von Bestandsystemen im Bereich der Alarmierung. Die hochausfallsichere Architektur der neuen Plattform sorgt für eine bestmögliche Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Command- & Control-Systemen beim Zusammenspiel verschiedenster Einsatzorganisationen im Krisenfall und ist technologisch auch für die Kooperation ziviler Organisationen mit militärischen Einheiten gerüstet. Der technologisch ausgereifte PSH befähigt die verantwortlichen Akteure zu verbesserter Einsatzplanung und zu schnellerer Hilfe bei Krisengroßereignissen.

www.ait.ac.at  und www.katastrophenschutz.steiermark.at

Die Jury:
- wichtiges Thema der Kommunikation und Organisation in Krisenzeiten
- in Hinblick auf Auswirkungen des Klimawandels werden diese Plattformen vermutlich noch öfter gebraucht
- tolle Kooperation von Verbänden, Forschung, Politik und Wirtschaft


Die weiteren Nominees


Amt der OÖ Landesregierung - Abteilung Gebäude- und Beschaffungs-Management - Stabstelle Facility Management-System, Ingenieur Studio Hollaus

Projekt: Check ARES

Wissen Sie welche Anlagen wie oft und von wem instand gehalten werden müssen? Check ARES hilft Ihnen dabei! Das Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Gebäude- und Beschaffungs-Management, stellt allen 440 oberösterreichischen Gemeinden das gebündelte Wissen über Anlageninstandhaltung in der modernen Wissensplattform Check ARES (Anlagen, Recht und Sicherheit) kostenlos zur Verfügung. Was ist überhaupt eine Anlage? Von der Schultafel bis zum Rasenmäher, von der Heizung bis zur Kletterwand, vom Aufzug bis zum Feuerlöscher – es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Anlagen. Sie sorgen für angenehme Temperatur, richtige Beleuchtung, sauberes Trinkwasser, gefahrlose Beförderung und Sicherheit im Brandfall. All diese Anlagen bedürfen einer ordnungsgemäßen Instandhaltung (Inspektion, Revision, Wartung). Die laufende und richtige Durchführung gewährleistet dabei Sicherheit für Bedienstete, Kunden und Besucher, schützt Anlagen vor Schäden und schafft Rechtsicherheit.

www.land-oberoesterreich.gv.at und www.hollaus.at

Die Jury:
- beeindruckend umfassende Wissensplattform
- alle Informationen an einer Stelle führt zu einfach mehr Effizienz



Bundesrechenzentrum GmbH, Europäische Kommission / Exekutivagentur für die Forschung (REA), Ruhr Universität Bochum, A-SIT - Secure Information Technology Center Austria
Projekt: FutureTrust

Das Ziel des FutureTrust-Projekts besteht darin, die praktische Umsetzung der eIDAS-Verordnung (2014/910/EU) über die elektronische Identifizierung (eID) und vertrauenswürdige Dienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt zu unterstützen und die Nutzung und Verbreitung vertrauenswürdiger elektronischer Informationen und der Signaturtechnologien in Europa und darüber hinaus zu erleichtern. Zu diesem Zweck baut das FutureTrust-Projekt auf den Ergebnissen aktueller Forschungsarbeiten und Pilotprojekte auf und integriert vorhandene Vertrauensdienste, die sich hauptsächlich auf qualifizierte Zertifikate, elektronische Signaturen (und Siegel) und Zeitstempel beziehen. Es trägt daher zum eID-Interoperabilitäts-Framework bei und beinhaltet Forschungsarbeiten und das Design innovativer elektronischer Lösungen und Open Source-Implementierungen im Zusammenhang mit der Validierung, Aufbewahrung und mobilen Erstellung qualifizierter elektronischer Signaturen und Siegel.

www.futuretrust.eu

Die Jury:
- bahnbrechende Arbeit für europäischen Standard
- die Zukunft von Ausweis und händischer Unterschrift




Atos IT Solutions and Services Austria, Stadt Wien, Magistratsabteilung 15 – Gesundheitsdienst
Projekt: ImpfSYS bringt Digitalisierungsschub ins Wiener Gesundheitssystem

Impfungen zählen zu den bedeutendsten Präventionsmaßnahmen des Gesundheitswesens. Allein in den Impfstellen der Stadt Wien werden jährlich rund 300.000 Impfungen durchgeführt. Allerdings sind sie auch mit einem zeitintensiven und fehleranfälligen Verwaltungsaufwand verbunden. Hinzu kommt, dass der Überblick über den genauen Impfstand ihrer PatientInnen fehlt, etwa weil Impfpässe verloren gehen oder nur sehr lückenhaft ausgefüllt sind. Um dem zu begegnen, hat Atos das Impfmanagement-System ImpfSYS entwickelt. Damit wird die gesamte Abwicklung des Impfvorganges – vom Anamnesebogen über die Impfung und Charge bis hin zum Impfpass – elektronisch erfasst. Um das interne IT-Support-Team zu unterstützen, hat Atos zudem den Chatbot Ingrid entwickelt und implementiert. Die digitale Assistentin hilft sofort und rund um die Uhr bei der Lösung einfacher Aufgaben, der Erfassung von Problemmeldungen sowie der Beantwortung wiederkehrender, organisatorischer Fragen rund um das Impfmanagement-System.

atos.net/de-at/2019/pressemeldungen-de-at_2019_12_05/atos-realisiert-erfolgreich-eimpfpass-und-chatbot  Video: Youtube

Die Jury:
- das Impfmanagement ist oft eine Katastrophe: endlich ein dokumentierter Impfstand, auf den zugegriffen werden kann
- das hat soooo viel Potenzial für Einzelne und die Gesellschaft!





SVA - Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Projekt: SVA-Digitalisierungs- und -Transformationsprozess SVA2020

Um wachsende Anforderungen der KundInnen zu erfüllen und deren Zufriedenheit weiter zu steigern sowie Mitarbeitern bestmöglich mit neuen Technologien zu unterstützen, hat die SVA den Transformations- und Digitalisierungsprozess SVA2020 ins Leben gerufen. Wissend, dass sich KundInnen eine einfache Abwicklung ihrer Anliegen wünschen, hat sich die SVA auf die Weiterentwicklung digitaler Services, die Optimierung der (digitalen) Customer Journey sowie die Entwicklung von IT-Lösungen und smarten Technologien fokussiert. Das Ziel, 20 % der Schlüssel-Prozesse für 2020 zu digitalisieren, wurde erreicht. Die Erfolgszahlen sowie Kunden- und Mitarbeiterbefragungen sprechen für sich und zeigen, dass die digitalen Services und die Transformation der SVA sowohl bei KundInnen als auch bei MitarbeiterInnen zu einer deutlichen Steigerung der Zufriedenheit geführt hat.

www.sv.or.at

Die Jury:
- jeder digitalisierte Prozess zählt
- hervorragende Rückmeldungen und auszeichnungswürdiges Engagement der SVS





Bundeskammer der Ziviltechniker, Projektgruppe PDG-ZT
Projekt: zt:eGov-Anwendung für Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker

Die zt:eGov-Anwendung nutzt etablierte E-Government-Standards (u.a. den Portalverbund) um eine sichere und effiziente Webservice-basierte Daten-Brücke zwischen dem speziell gesicherten elektronischen Urkundenarchiv der ZiviltechnikerInnen (zt:Archiv) auf der einen Seite und dem elektronischen Akt (ELAK) der Behörden auf der anderen Seite zu spannen. Die Services der zt:eGov-Anwendung reduzieren die Aufwände bei der Erstellung und der Entgegennahme von Beantragungen bei Forst- und Grundstücksteilungsverfahren. Medienbrüche und analoge Postwege können vermieden werden. Zusätzlich ist die Bereitstellung für Behörden ohne ELAK (z.B. Gemeinden) möglich. Es kommt zu einer Vereinfachung und Beschleunigung erster technikaffiner Behördenverfahren (Forst- und Grundstücksteilungen). Die Digitalisierung weiterer ZiviltechnikerInnen-Behördenverfahren kann über diese Daten-Brücke folgen.

www.arching.at/aktuelles/veranstaltungen/rueckblick/ztegov_praesentation_der_anwendung_im_zthaus_kaernten 

Die Jury:
- Danke für diese Arbeit! Der Papierplan spielt in Österreich leider immer noch eine große Rolle
- toll: die ZiviltechnikerInnen nehmen die Digitalisierung selbst in die Hand

Last modified onFreitag, 31 Januar 2020 10:36

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