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START-Preisträger geht nach Berkeley

START-Preisträger Hartmut Häffner wechselt an die University of California, Berkeley, USA. Er war bisher im Team um Rainer Blatt am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck und am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) tätig.

In Österreich war Hartmut Häffner federführend an der weltweit ersten Teleportation mit Atomen sowie der ersten Realisierung eines Quantenbytes beteiligt. Kein Wunder, dass der Anruf aus den USA nicht lange auf sich warten ließ. Bereits seit Januar dieses Jahres arbeitet Häffner als Assistant Professor für Atom-, Molekular- und optische Physik an der University of California in Berkeley, USA. Derzeit weilt er noch einmal in Österreich, um am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) in Innsbruck seine Forschungsarbeiten abzuschließen. „Hartmut Häffner war sieben Jahre in meiner Forschungsgruppe tätig und hat Wesentliches zu den Erfolgen der letzten Jahre beigetragen“, sagt Prof. Rainer Blatt. „Sein Wechsel nach Kalifornien ist auch eine Auszeichnung für den Forschungsstandort Tirol.“ Von seiner neuen Wirkungsstätte zeigt sich Häffner begeistert: „Es gibt dort sehr gute Studenten, ein exzellentes Forschungsumfeld und eine flexible Verwaltung.“ Trotzdem ist der Wechsel von Innsbruck in die USA für ihn auch mit Wehmut verbunden, muss er doch sein erfolgreich eingeworbenes START-Projekt nun aufgeben.

Von Tirol nach Kalifornien
Die Forschungsförderung durch den Wissenschaftsfonds FWF lobt Häffner in den höchsten Tönen: „Sie ist schnell, flexibel und leistungsorientiert. Hier können die heimischen Universitäten noch etwas dazulernen“, sagt er. Dies gelte auch für den Umgang mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs: „Während man Bewerber in Europa eher als Bittsteller behandelt, wurde ich in den USA mit offenen Armen empfangen“, betont der Quantenphysiker, für den Amerika nach seinem ersten Forschungsaufenthalt in der Nähe von Washington DC gar nicht die erste Wahl war. „Doch an der Westküste sind Leben und Leute ganz anders als im Osten. Kalifornien bietet eine ähnlich gute Lebensqualität wie Tirol.“ Hartmut Häffner wird eines seiner Innsbrucker Experimente sowie einen Teil seines Teams nach Berkeley mitnehmen, um dort von Anfang an in dem hart umkämpften Forschungsfeld erfolgreich weiter arbeiten zu können. Der Wechsel hat für Häffner nicht nur berufliche, sondern auch persönliche Gründe, folgt er doch seiner Lebensgefährtin nach, die seit einiger Zeit als Biologin in Berkeley tätig ist.

START-Preisträger 2006
Hartmut Häffner wurden 1970 in Mainz geboren und studierte an der dortigen Johannes Gutenberg Universität Physik. Nach der Promotion im Jahr 2000 forschte er ein Jahr lang als Gastwissenschaftler in der Arbeitsgruppe von Nobelpreisträger William D. Phillips am National Institute of Standards and Technology (NIST) in Gaithersburg, USA. Von 2001 bis 2004 arbeitete Häffner als Assistent in der Forschungsgruppe von Rainer Blatt am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck, von Oktober 2004 an am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Innsbruck. 2006 erhielt Hartmut Häffner den START-Preis, die höchste österreichische Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler.

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