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Die Dämmrevolution

Vor allem bei Altbauten ist eine Außendämmung aufGrund der strukturierten Fassade oft nicht möglich. Eine Alternative ist die Innendämmung der Außenwand. Der Nachteil: Wohnraumverlust.Der neue Dämmstoff »Aerorock ID« macht eine schlanke Figur.

 

Angekündigte Revolutionen finden in der Regel nicht statt. Es gibt aber auch Ausnahmen. Das neue Dämmsystem für die Innendämmung, »Aerorock ID«, wurde als solche angekündigt und hält, was Hersteller Rockwool schon im Vorfeld versprochen hat. Mit einer Dämmdicke von nur 50 Millimetern wird eine Wärmeleitfähigkeit von 0,019 (W/m.K) erreicht. Dafür waren bislang Mindestdämmdicken von 80 bis 110 Millimetern nötig. Das allerdings führt bei einem 15-Quadratmeter-Raum zu einem Wohnraumverlust von einem Quadratmeter. Die schlanke Linie von Aerorock wird durch den neuen Dämmstoff Aerowolle möglich. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Steinwolle und Aerogel, das aus Kieselsäure gewonnen wird. Das ist deutlich umweltfreundlicher als klassische Dämmmaterialien auf Erdölbasis.

Den Ausgangsstoff für Steinwolle bilden in der Natur nahezu unbegrenzt vorkommende Gesteinsarten, wie beispielsweise Basalt. Sie werden zusammen mit Kalkstein, Recyclingbriketts und weiteren Rohstoffen bei 1.500 °C verschmolzen. Die so geschaffene flüssige Steinschmelze wird zu Fasern versponnen und in weiteren Arbeitsschritten erhitzt, ausgehärtet und für die Endbearbeitung stabilisiert. Dazu kommt das aus Kieselsäure gewonnene Aerogel. Eine Rohstoffquelle für Kieselsäure ist Sand, der ebenfalls fast unbegrenzt zur Verfügung steht. In einem besonderen Herstellungsverfahren wird aus der Kieselsäure ein wässriges Gel hergestellt, das anschließend unter speziellen Bedingungen getrocknet werden muss, damit die zur Kombination mit der Steinwolle nötigen Strukturen des Aerogels entstehen.

Last modified onFreitag, 04 Februar 2011 23:22
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