Das war "Chance Hochbau 2014"

Am 25. September lud der Bau & Immobilien Report zum bereits elften Mal zur Enquete „Chance Hochbau“. Unter dem Motto „Heute für morgen: Bauen für die Zukunft“ widmete sich die Veranstaltung schwerpunktmäßig den Themen Forschung und Innovation. Aber auch aktuelle Themen wie die Lafarge-Holcim-Fusion oder das angestrebte Bestbieterprinzip kamen nicht zu kurz.

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Wohnprojekt Ottakringer Gießerei

Auf dem 3.800 m² großen Gelände der ehemaligen Leichtmetallgießerei Zimmermann, die 2011 geschlossen wurde, wird bis 2016 ein geförderter Wohnpark realisiert, der neben 104 Wohnungen auch Geschäfte, Lokale sowie Arztpraxen beherbergen wird. Fünf Neubauten werden geschaffen und die zwei auf dem Areal befindlichen gründerzeitlichen Wohnhäuser umfassend saniert.

Am 5. Juli 2013 stellten Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Eva Weißmann sowie Erwin Soravia, Vorstand der ifa-Finanzgruppe, die für die Projektabwicklung verantwortlich zeichnet, im Rahmen einer Führung die Planungen für den neuen Wohnpark vor. Als AnsprechpartnerInnen standen zudem Fritz Brandstätter, Fritz Brandstätter Bauplanungs- & Management GmbH, sowie ExpertInnen des wohnfonds_wien zur Verfügung.

Das neue Wohnprojekt ist aus der aktuellen Blocksanierungs-Initiative der Stadt Wien rund um die Ottakringer Roseggergasse hervorgegangen. Die sieben Bauplätze auf dem ehemaligen Fabriksgelände befinden sich im Eigentum mehrerer Bauherren-Konsortien, die von der ifa-Finanzgruppe vertreten werden.

„Alle Projekte, die vom wohnfonds_wien in Kooperation mit der ifa-Finanzgruppe bauplatzübergreifend einem einheitlichen Wohnpark-Konzept zugeführt wurden, erfüllen die hohen Qualitäten, die die Stadt Wien im Gegenzug für den Einsatz von Wohnbauförderungsmitteln verlangt. So werden im Rahmen der Realisierung des neuen ,Wohnparks Ottakring‘ die Neubauten im Niedrigstenergiestandard errichtet und private und gemeinschaftliche Freiräume sowie Lokale, Geschäfte und soziale Infrastruktur geschaffen. In den beiden Gründerzeithäusern entsteht durch tiefgreifende Sanierungen sowie Dachgeschossausbauten hochwertiger neuer Wohnraum. Die Stadt Wien unterstützt das Projekt, das ein neues Vorzeige-Beispiel für qualitätsvolle innerstädtische Verdichtung darstellen wird, bei Gesamtkosten von rund 13,2 Mio. Euro mit Fördermitteln im Ausmaß von 5,7 Mio. Euro“, hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Präsident des wohnfonds_wien, fest.

„Mit dem Blocksanierungsgebiet Roseggergasse setzt die Stadt Wien einen wichtigen Impuls für die Aufwertung dieses Grätzels, der vom Bezirk mitinitiiert, mitgetragen und tatkräftig unterstützt wird. Der neue ,Wohnpark Ottakring‘ wird als hochwertiges, gefördertes Projekt maßgeblich zur Aufwertung des Viertels beitragen und eine entsprechende Zugwirkung für Nachfolgeprojekte entfalten. Die Lage des Wohnparks ist zudem günstig: die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Anlage können innerhalb weniger Meter U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn sowie diverse Buslinien erreichen“, unterstrich Eva Weißmann, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin des 16. Bezirks.

„Ottakring ist der Heimatbezirk der ifa AG. Wir haben hier bereits mehr als 30 Wohnhäuser saniert und damit nachweislich einen wesentlichen Anstoß zur Stadtteilsanierung gesetzt. Auch bei dem aktuellen Projekt ,Wohnpark Ottakring“ werden wir die Mittel privater Investoren einsetzen und gemeinsam mit der Stadt Wien und in enger Zusammenarbeit mit dem wohnfonds_wien Wohnungen errichten, die zeitgemäßen Qualitätsstandards entsprechen und die leistbar sind. Dadurch wird Ottakring weiter an Lebensqualität gewinnen und als Wohnbezirk attraktiver werden“, so Erwin Soravia, Vorstand der ifa-Finanzgruppe.

Der „Wohnpark Ottakring“ im Überblick
  
Der Bauplatz besteht aus sechs zusammenhängenden Liegenschaften im Bau­block Huttengasse – Rankgasse – Enenkelstraße – Wiesberggasse sowie der auf der gegen­überliegenden Straßenseite befindlichen Liegenschaft Rankgasse 4.

Die derzeitige Bebauung umfasst größtenteils mittlerweile leerstehende Produktions- und Lagerhallen der Gießerei sowie zwei spätgründerzeitliche Wohn­häuser mit Jugendstilelementen. Anstelle der ehemaligen Lager- und Produktionshallen werden fünf Wohnhäuser im Niedrigstenergiestandard errichtet. Das leer­stehende ehemalige Arbeiterwohnhaus in der Huttengasse 61 wird im Zuge einer Totalsanierung erneuert, im mehrheitlich bewohnten Gebäude in der Rankgasse 3, das dem Eigentümer der Gießerei gehörte, ist eine Sockelsanierung vorgesehen. Bei beiden Gründerzeithäusern erfolgen Dachgeschossausbauten.

In den Erdgeschosszonen der Neubauten sind im Nahbereich des U-Bahn-­Ausgangs neue gewerbliche Flächen sowie Gemeinschaftseinrichtungen wie Kinderwagen- und Fahrradabstellplätze vorgesehen. Auf den begrünten Dächern werden großzügige und von allen Häusern barrierefrei erreichbare Freiräume sowie ein Kinderspielplatz geschaffen.

Der Wohnpark Ottakring wird an das Fernwärmenetz angeschlossen sein. Eine Wohnsammelgarage im Unterge­schoss mit 75 Stellplätzen sowie Fahrrad-Abstellflächen mit insgesamt 314 m2 ergänzen das Angebot.

Die Kosten

Die 91 Neubauwohnungen (35 m2 bis 105 m2) verfügen größtenteils über private Freiräume wie Balkone, Terrassen oder Mietergärten. Die Nettomiete der Wohnungen wird rund 7 Euro/m2 (indexiert), auf 20 Jahre gebunden, betragen. Es sind keine Eigenmittelbeiträge für den Bezug der Wohnungen erforderlich.

Die kleinste sanierte Wohnung wird über 39 m2, die größte über 66 m2 Wohnnutzfläche verfügen. Die Nettomiete der gefördert sanierten Wohnungen wird auf 15 Jahre gebunden kostendeckend zwischen 6 und 8 Euro/m2 ausmachen.

Der Bau- bzw. Sanierungsbeginn erfolgt Anfang 2014. Die Fertigstellung der Projekte ist für die erste Jahreshälfte 2016 geplant. Die Vergabe der Wohnungen wird durch das Wohnservice Wien sowie die is-Vermittlungs GmbH erfolgen.

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