Samstag, Juli 24, 2021
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Wie die Umweltorganisation VIRUS kritisiert, verbreite die "Fachliste der Gewerblichen Wirtschaft" Falschinfornationen zu Verkehrspolitik und Lobautunnel. UVP-Experte Wolfgang Rehm. "Die Belastung der Südost-Tangente würde mit dem Lobautunnel steigen, Überlastungssituation und Stau verschwänden nicht, sondern würden schlimmer und durch Zusatz-Stau im Tunnel ergänzt werden."

Dies würden die Verkehrsuntersuchung der Asfinag aus der Umweltverträglichkeitsprüfung klar zeigen. Da der Stau nicht verschwinde, könne also keine Rede von vermiedenen Staukosten sein, wie dies von der Gewerblichen Wirtschaft apportierte Äußerungen des ÖAMTC nahe legen wollten. Neben verkehrswissenschaftlichem Humbug mit Staukosten sei es auch eine Irreführung des Autofahrerklubs, zusätzliche Treibhausgasemissionen durch Nichtbau des Lobautunnels zu unterstellen. Die UVP-Unterlagen zeigten hingegen klar einen Anstieg des Gesamtverkehrs und der straßenverkehrsbedingten Treibhausgasemissionen und stehe die S1 hier für ein nicht hinnehmbares Szenario mit 60% Emisisonszuwachs im Untersuchungsgebiet. "Da reden wir nicht von fünfstelligen Peanuts sondern von 1,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, entsprechend rund 0,7% des gesamten österreichischen Ausstoßes an Treibhausgasen. Ohne massives Gegensteuern seien die Klimaziele nicht zu erreichen, würden nur jene mit dem Auto fahren, die tatsächlich darauf angewiesen sind wäre bereits viel geholfen", so Rehm. Die Überprüfungen zur Lobauautobahn seien im Übrigen längst nicht abgeschlossen und würden von insgesamt 11 Verfahren noch 8 laufen, die teilweise noch nicht über die Verwaltungsbehörde hinausgekommen seien.

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