Mittwoch, August 17, 2022
Dekarbonisierung der Stahlerzeugung

Air Liquide ist Partner von »H2Stahl«, einem Reallabor in Deutschland, in dem die Energiewende erforscht wird.

Die Konsortialpartner von H2Stahl, thyssenkrupp Steel Europe, Air Liquide sowie das VDEh-Betriebsforschungsinstitut, erproben am größten europäischen Stahlstandort in Duisburg als Reallabor der Energiewende den Einsatz von Wasserstoff (H2) in der Stahlproduktion. In den kommenden fünf Jahren wollen die drei Projektpartner im laufenden Betrieb am Stahlstandort Duisburg Wasserstoff bei der Herstellung von Roheisen im Hochofen einsetzen. So sollen mittelfristig die CO2-Emissionen um bis zu 20 % reduziert werden.

Roheisen ist ein Vorprodukt, das für etwa 70 % des deutschen Stahls genutzt wird. Parallel dazu werden die H2Stahl-Partner die Direktreduktion demonstrieren. Diese Alternativtechnologie zum Hochofen soll zukünftig mit reinem Wasserstoff arbeiten können. Damit ausreichend Wasserstoff zur Verfügung steht, baut das Konsortium zudem die Pipeline-Infrastruktur vor Ort aus. Air Liquide betreibt im Rhein-Ruhr-Gebiet bereits das größte Wasserstoffnetz in Deutschland. Die H2-Pipeline erstreckt sich über 240 Kilometer und versorgt Großabnehmer in der Region.

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