Wohnstile gibt es viele, aber entgegen der weitläufigen Meinung geht es bei der Einrichtung nicht nur um Dekoration, Farben und Möbel. Mindestens genauso wichtig ist die Wahl der richtigen Materialien. Wie die Atmosphäre eines Raums wirkt, hängt schließlich maßgeblich davon ab, welche Oberflächen und Strukturen den Raum prägen.
Natürliche Materialien schaffen ein gemütliches Ambiente
Besonders geschätzt werden natürliche Materialien, da sie im Gegensatz zu synthetischen Alternativen eine authentische und warme Atmosphäre schaffen. Sie passen daher wunderbar zu Wohnstilen wie dem Landhausstil oder skandinavischem Design, wobei man sie prinzipiell auch mit minimalistischen Einrichtungskonzepten kombinieren kann. Bei den natürlichen Materialien haben Holz, Leinen und Naturstein klar die Nase vorn. Sie alle überzeugen durch eine angenehme Haptik. Allerdings ist nicht jedes natürliche Material gleich, wie sich sehr gut bei Holz zeigt. Es gibt diverse Arten von Holz, die sich in Farbton, Härtegrad und Maserung unterscheiden.
Holz und Metall lassen sich wunderbar kombinieren
Kaum ein Material passt so gut zu Holz wie Metall. Besonders beliebt ist die Kombination mit Aluminium, da es extrem leicht, pflegearm und witterungsbeständig ist. Die Verbindung von Aluminium und Holz hat sich daher besonders im modernen Fensterbau als echter Standard etabliert. Das Aluminium schützt das Fenster auf der Außenseite vor schlechtem Wetter und das Holz bietet hohe Wärmedämmwerte. Damit verbinden Holz-Alu-Fenster Energieeffizienz und Langlebigkeit in einem System. Zudem verleiht ihr Zusammenspiel sowohl der Fassade als auch dem Innenraum eine edle Note. Ein regelmäßiges Nachstreichen ist hier nicht nötig, aber wer möchte, kann das Holz gelegentlich nachölen.
Glas setzt moderne Akzente
Wenn es ein Material gibt, das für Eleganz, Leichtigkeit und Transparenz steht, ist es Glas. Die verschiedenen Sorten von Glas verfügen über unterschiedliche Eigenschaften und eignen sich daher für eine Reihe von Einsatzgebieten. Acrylglas wie Plexiglas eignet sich beispielsweise für leichte Verglasungen, während Isolierglas vor allem bei Fenstern zum Einsatz kommt. So setzt modernes Glas stilvolle Akzente und öffnet Räume für ein Maximum an Tageslicht.
Farben und Oberflächen müssen aufeinander abgestimmt werden
Noch wichtiger als die Wahl der Materialien ist die Art und Weise, wie sie miteinander kombiniert werden. Selbst edles Tropenholz ist keine gute Wahl, wenn seine Oberfläche nicht zum Rest der Einrichtung passt. Generell müssen die Oberflächen und auch die Farben harmonisch zueinanderpassen. Nur wenn sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt, kann der gewünschte Wohnstil seine volle Wirkung entfalten. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Das heißt, dass höchstens zwei bis drei Hauptmaterialien zum Einsatz kommen sollten. Ein wilder Stilmix wirkt fast immer unruhig und funktioniert nur in den seltensten Fällen.
Qualität sollte immer Vorrang haben
Nicht nur beim Bau von Immobilien, sondern auch bei ihrer Einrichtung sollte Qualität immer an erster Stelle stehen. Das gilt bei den Materialien mehr als irgendwo sonst, denn minderwertige Materialien verursachen langfristig einen enormen Arbeitsaufwand. Zudem können sie im schlimmsten Fall dem Raumklima schaden. So werden etwa immer noch Möbel verkauft, die Schadstoffe enthalten und über Jahre an die Raumluft abgeben. Gerade für Kinder stellen sie ein ernstes Risiko dar.