Montag, Juli 15, 2024

Noch hinkt die Baubranche in Sachen Digitalisierung anderen Wirtschaftszweigen hinterher. Aber in die Branche ist Bewegung gekommen. Die Strabag hat gemeinsam mit Dropbox smarte digitale Workflows entwickelt, um Bauprojekte effizienter umzusetzen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Von der Projektidee bis zum fertigen Bauwerk ist es auch bei der Strabag ein weiter Weg. Es gilt, unzählige Einzelschritte zu gehen und zahlreiche Gewerke zu koordinieren. »Große Probleme verursachten in der Vergangenheit verschiedene Versionen von Bauplänen, bei denen niemand wusste, welche die aktuellere war, veraltete Informationen und mangelhafte Abstimmung oder Freigabeprozesse im Bauverlauf«, erklärt Hajo Klingelhöfer, seit 2017 Kopf der Digitalisierung bei Strabag und seit 2020 Head of BIM 5D.

Griffen die Workflows nicht nahtlos ineinander, weil die Tools nicht miteinander verzahnt sind, waren unnötige Verzögerungen und ein Chaos im Arbeitsablauf der beteiligten Gewerke absehbar. »Ohne die Vernetzung aller Beteiligten – von der Planungsphase bis hin zur Ausführung – über digitale Tools und Cloud-Lösungen wäre effizientes Bauen heute gar nicht mehr realisierbar«, sagt Klingelhöfer. Die größten Herausforderungen waren überkomplexe Prozesse und Systeme, unnötige Silos und mangelnde Zusammenarbeit durch schlechte Kommunikation. Zu langsame Aktualisierungen zwischen Teams vor Ort und außerhalb der Baustelle führten letztlich zu Verzögerungen und Ressourcenverschwendung. »Dabei drängten Kunden und Auftraggeber in einer enorm gestiegenen Nachfrage, große, zeitaufwändige Projekte in immer kürzeren Zeiträumen abzuschließen«, so Klingelhöfer.

»Für die Baubranche ist die digitale Abbildung von Handgriffen und Abläufen ganzer Projekte ein Riesenfortschritt, der vor zehn oder fünfzehn Jahren noch undenkbar war«, sagt der Digitalisierungs-Chef der Strabag. 

Um Prozesse zu beschleunigen, die Effizienz zu steigern und letztlich die Zusammenarbeit von Mitarbeiter*innen und Lieferanten bei oft komplexen Projekten zu erleichtern, setzt Strabag auf die Dropbox-Technologie. Damit können Dateien und Dokumente erstellt, aktualisiert, geteilt und gespeichert werden. Indem Dropbox als zentraler Knotenpunkt aller Inhalte und Vorgänge genutzt wird, lassen sich die Komplexität von Großprojekten verringern, Silos aufbrechen und die Remote-Zusammenarbeit zwischen Teams auf der Baustelle, im Büro und unterwegs optimieren. »Mit Dropbox Transfer beispielsweise können wir remote auf die neueste Version eines Dokuments zugreifen und es sofort freigeben und aktualisieren. Wir sehen, wer was gesehen hat. Dank der fortschrittlichen Freigabefunktionen kann sichergestellt werden, dass diese Dokumente sicher sind und dass die richtigen Personen zur richtigen Zeit Zugriff darauf haben«, sagt Klingelhöfer.

Papierlose, nachhaltige Baustelle

Mit dem umfassenden Einsatz digitaler Lösungen arbeitet die Strabag schon heute auf etlichen Baustellen komplett papierlos, weil stets aktuelle Infos und Daten digital auf Tablet- oder Smartphone-Displays ausgeliefert werden. Freigabeprozesse oder Bewilligungen, die früher mühevoll auf Papier und Postweg versendet wurden, sind heute durch elektronische Signaturen ersetzt. Dank Nutzung von E-Signatur oder des browserbasierten Ideen- und Dokumentationstools Dropbox Paper können Tausende von Blättern Papier, die sonst für Skizzen, Protokolle, Verträge, Gesundheits- oder Sicherheitsformulare benötigt wurden, eingespart werden.

Viele Baustellen der Strabag werden schon heute komplett papierlos abgewickelt. Aktuelle Infos und Daten werden digital abgebildet und ausgeliefert.

Darüber hinaus kann Strabag durch die Zusammenarbeit über digitale Kollaborations- und Kommunikationsplattformen die physische Anwesenheit an einem bestimmten Ort deutlich reduzieren. Allein durch die Remote-Möglichkeiten für Dateifreigaben ließ sich der CO2-Fußabdruck schon sehr deutlich verringern, da viel weniger Reisen unternommen werden müssen.

Lösungen aus der Wolke

Die digitalen Lösungen sind auch ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Sie sorgen für ein attraktives Arbeitsumfeld und ermöglichen eine effizientere Projektabwicklung. »Für die Baubranche ist die digitale Abbildung von Handgriffen und Abläufen ganzer Projekte ein Riesenfortschritt, der vor zehn oder fünfzehn Jahren noch undenkbar war. Heute hätte das, was nicht in der Cloud funktioniert oder keine offenen Schnittstellen dafür hat, keinen Platz mehr in unserem Unternehmen«, so Hajo Klingelhöfer, und ergänzt: »Dropbox-Lösungen können die Baubranche dort unterstützen, wo sie es am dringendsten braucht: Als zentraler Ort, wo Expertise und Ergebnisse transparent gesammelt und geteilt werden, sodass komplizierte Silos aufgebrochen und komplexe Arbeitsabläufe über den gesamten Prozess hinweg vereinfacht sind.«

(Bilder: iStock, Strabag, Dropbox)

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