Sonntag, Dezember 04, 2022

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Klimafreundliche Baustoffe und Lösungen werden immer stärker am Markt nachgefragt. Nachhaltige Baulösungen bestimmen den wirtschaftlichen Erfolg in den kommenden Jahren. Vor diesem Hintergrund veranstaltete Lafarge Österreich Anfang Oktober das 1. Technische Forum im Freigut Thallern.

Titelbild: Schauplatz des technischen Forums war das Weingut Thallern in Gumpoldskirchen, das als eines der ältesten Traditionsweingüter gilt.

Die rund 60 Teilnehmer*innen erwarteten zukunftsweisende Vorträge und Key Notes von unternehmensinternen und externen Expert*innen rund um nachhaltige Baustofflösungen. Die positiven Auswirkungen der mineralischen Dämmlösung Airium auf ein gesundes Raumklima stand im ersten Block im Vordergrund. Den Themenschwerpunkt des zweiten Vortragsblockes bildete die Dekarbonisierung der Zement- und Betonindustrie.

Gesunde Raumluft

Lafarge ist Partner der Kooperationsplattform »Meine Raumluft«, dessen Gründer Peter Skala über Luft als Lebensmittel referierte. Luft sei die wichtigste Ressource der Welt und lebensnotwendig für alle Lebewesen. »Wenn die Faktoren einer guten Raumluft nicht im Gleichgewicht sind oder Schadstoffbelastungen in der Raumluft vorliegen, können die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus von Befindlichkeitsstörungen bis hin zu schweren Erkrankungen reichen«, so Skala.Die eingeatmete Luft wird in vielerlei Hinsicht von physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren bestimmt. Deswegen ist es wichtig, beim Hausbau oder bei  einer thermischen Sanierung mit geeigneten Lösungen für ein gutes und gesundes Raumklima vorzusorgen, betont Skala. Neu errichtete Gebäude sollten alle Anforderungen an behagliches und angenehmes Wohnen auch noch in 40 Jahren oder bedeutend länger erfüllen.

»Mineralische Dämmlösungen, wie Airium, die zu 100 Prozent erdölfrei, brandbeständig und schädlingsresistent sind, tragen wesentlich zu einem nachhaltigen und gesunden Raumklima bei«, erklärte Gernot Tritthart, Sales & Marketingdirektor Lafarge Österreich, in seinem ersten Vortrag an diesem Tag. Das mineralische Bindemittel stabilisiere Milliarden kleiner Luftblasen und lasse unzählige Luftpolster entstehen, die auf Hochleistungsniveau dämmen. Darüber hinaus werde der Dämmstoff in der exakt benötigten Menge direkt auf der Baustelle produziert und sei somit entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig.

Lafarge CEO Berthold Kren eröffnete das 1. Technische Forum.

Das Bauen neu denken

In Österreich muss spätestens 2040 CO2-neutral gebaut werden. Das bedeutet CO2-freie Produkte zu leistbaren Marktpreisen, CO2-freie Baustellen und CO2-freie Sanierungen, so sieht es der Green Deal vor. Dafür braucht es auch CO2-neutrale Zementwerke und ein grünes Zementportfolio. »Ein CO2-armes Zementwerk setzt komplett auf den Ausstieg aus fossiler Energie, vermehrte Kreislaufwirtschaft durch die Nutzung von Baurestmassen und somit auf ein innovatives, klinkerarmes Produktportfolio«, erklärte Bernhard Köck, Optimisation Manager Werk Mannersdorf.

Über das Zementportfolio der Zukunft referierte Tritthart in seinem zweiten Vortrag. Er verwies darauf, dass Lafarge Österreich schon heute grüne Zemente anbietet. »Den Startschuß setzte der Klimazem TB, ein klinkerarmer Zement für den Transportbeton aus dem Produktionswerk Retznei, gefolgt vom ECOPlanet, der seit heuer auch im Werk Mannersdorf hergestellt wird«, so Tritthart. Weitere klinkerarme Zemente bei gleichbleibender Qualität bzw. Sicherheit seien im Ausrollen. Schließlich ist das ehrgeizige Ziel, den Klinkergehalt auf 50 Prozent zu bringen.

Auf dem Dekarbonisierungspfad sind jedoch noch bahnbrechende Innovationen im Bereich Carbon Capture and Utilization bzw. Carbon Capture and Storage vonnöten, um tatsächlich CO -neutral produzieren zu können. Abschließend formulierte Lafarge Österreich wieder ein Plädoyer für die Bauteilaktivierung. 

(Bilder: Lafarge) 

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