Mittwoch, August 17, 2022
Wohnbauförderung 2022: Der große Ländercheck

Der Bau & Immobilien Report hat auch heuer wieder erhoben, wie prall die Wohnbaufördertöpfe der Länder im nächsten Jahr gefüllt sind, woher das Geld kommt und wofür es ausgegeben wird.

Dabei fällt auf, dass die Coronakrise (noch) kaum Auswirkungen hat. In den meisten Ländern bewegt sich Budget auf dem Niveau der letzten beiden Jahre. Im Pro-Kopf-Ranking liegt Tirol an der Spitze, das Schlusslicht bildet Niederösterreich.

Vorarlberg


Schwerpunkte 2022: »Unser Ziel ist es, den Zugang zur Förderung zu ermöglichen und somit zur Schaffung von Eigentum beizutragen. Im Zuge ausgewählter Wohnbauforschungsprojekte soll die Umsetzung neuer, innovativer und kostengünstiger Konzepte durch private wie auch die gemeinnützige Bauträger angeregt werden«, sagt Wohnbaulandesrat Marco Tittler. 

Burgenland



Schwerpunkte 2022: »Mit der heurigen Novelle der bgld. Wohnbauförderung sind Klimaschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit noch stärker im Fokus. Das gilt auch 2022: Bei Ein- und Mehrfamilienhäusern wird die Förderschiene auf emissionsfreie Heizsysteme ausgeweitet, zudem werden Förderanreize für den Ausstieg aus Öl und Gas gesetzt. Und auch im mehrgeschossigen Wohnbau ist für die Vergabe von Wohnbauförderdarlehen an gemeinnützige Bauvereinigungen die Ökologisierung ein wesentliches Kriterium«, sagt Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner.


Kärnten



Schwerpunkte 2022: »Mit Hilfe von zeitlich befristeten Impulsprogrammen wie bspw. dem Programm »Raus aus fossilen Brennstoffen« soll eine noch stärkere Inanspruchnahme ökologisch sinnvoller Maßnahmen gesichert werden. Um mehr Personen Zugang zur Wohnbauförderung zu ermöglichen, werden die Einkommensgrenzen deutlich erhöht, und wer die Einkommensgrenzen nur geringfügig überschreitet, fällt nicht komplett um die Förderung um, sondern erhält sie in geringerer Höhe«, sagt Wohnbaulandesrätin Gaby Schaunig.

Oberösterreich


* fließen ins allgemeine Budget
** Bauleistung soll in etwa den Vorjahren entsprechen

Schwerpunkte 2022: »Sanierung ist für mich einer der nachhaltigsten Wege, Wohnraum zu schaffen. Kein Flächenverbrauch, kein Bedarf an neuer Infrastruktur, ein wesentlich geringerer Energiebedarf und eine Stärkung und Revitalisierung der Ortskerne, sind Grund genug, hier verstärkt mit Förderhebeln anzusetzen«, sagt Wohnbaulandesrat Manfred Haimbuchner.


Niederösterreich


* dazu kommt ein Haftungsmodell über 300 Mio. €, mit dem v.a. der mehrgeschoßige Wohnbau gefördert werden soll

Schwerpunkte 2022: »Wohnen muss für alle Landsleute leistbar sein und Wohnen muss in allen Regionen unseres Landes lebenswert bleiben. Wir bieten daher, je nach spezifischer Lebenssituation, maßgeschneiderte Fördermodelle an. Zum Beispiel das Modell „Junges Wohnen“, eine Förderschiene speziell für die jungen Landsleute und deren Bedürfnisse. Ein weiteres Erfolgsmodell ist „Begleitetes Wohnen“, das Eigenständigkeit und Lebensqualität in der eigenen Wohnung bis ins hohe Alter ermöglicht«, sagt Wohnbaulandesrat Martin Eichtinger.


Salzburg


* zzgl. 15 Mio. € Verstärkungsmittel

Schwerpunkte 2022: »Wenn wir künftig mit dem Geld der Wohnbauförderung bauen, dann nachhaltig, lebenswert und an das Öffi-Netz angebunden.  Zusätzlich wird das Bauen mit Holz verstärkt gefördert. Besonderes Augenmerk setzen wir auf die bestehenden 35.000 geförderten Mietwohnungen, die mit Sanierungen attraktiv bleiben«, sagt Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer.


Tirol