Dienstag, September 27, 2022
Führungskräfte auf LinkedIn

Das Marktforschungsunternehmen BuzzValue hat für den Bau & Immobilien Report die LinkedIn-Aktivitäten der heimischen Branchenführungskräfte analysiert. Das Ergebnis ist ein wahrer Erdrutschsieg für Hubert Rhomberg, spannend ist das Rennen dahinter. Das gesamte Potenzial von LinkedIn als Informations- und Kommunikations­plattform wird noch von kaum jemandem genutzt, so die Analyse.

Im Frühsommer dieses Jahres hat das Social-Media-Marktforschungsunternehmen BuzzValue exklusiv für den Bau & Immobilien Report die Linked­In-Aktivitäten der heimischen Bau- und Immobilienwirtschaft unter die Lupe genommen (siehe Ausgabe 6/2021).

Nicht nur zur Überraschung von BuzzValue-Geschäftsführer Markus Zimmer hat sich gezeigt, dass die Branche auf der Plattform eine richtig gute Figur macht.

»Für fast alle der untersuchten Unternehmen stellt LinkedIn einen sehr wichtigen Schlüsselkanal in der aktiven Kommunikation dar. Die Bau- und Immobilienwirtschaft ist eine absolute Benchmark für andere Branchen«, so Zimmer.


»LinkedIn bietet Führungskräften die Möglichkeit, mit verschiedenen Stakeholdern in Kontakt zu treten, von Mitarbeitern über Partner und Kunden bis zu den Medien. Dieses Kommunikationspotenzial sollte man nicht ungenutzt lassen«, sagt Markus Zimmer, BuzzValue.

Nach der Unternehmensebene hat sich BuzzValue für den Bau & Immobilien Report jetzt die persönliche Ebene angesehen und die LinkedIn-Aktivitäten der Führungskräfte der Branche analysiert.

Es wurde erhoben, wer die meisten Follower um sich schart, wie viele Posts im letzten Jahr abgesetzt wurden und für wie viele Interaktionen sie gesorgt haben.


Mit fast 28.000 Followern thront Hubert Rhomberg einsam an der Spitze. Auf Platz zwei folgt Ulrike Rabmer-Koller. Die Positionen dahinter sind hart umkämpft.

UPDATE:  Das ursprüngliche Ranking wurde um Urike Rabmer-Koller, CEO der Koller Gruppe, ergänzt. Dass Rabmer-Koller in der ursprünglichen Liste der zu untersuchenden Persönlichkeiten gefehlt hat, war ein Fehler der Redaktion. Wir bedauern!

Der erste Platz geht mit Respektabstand an Hubert Rhomberg, CEO der Rhomberg Gruppe. Am Stichtag 6. Oktober versammelte er beeindruckende 27.497 Follower hinter sich. Mit 167 Postings sorgte er im letzten Jahr für über 17.000 Interaktionen.

Zum Vergleich: Die Zweitplatzierte, Ulrike Rabmer Koller, CEO der Rabmer Gruppe, kommt auf 8.569 Follower. Damit spielt Rhomberg in der Bau- und Immobilienbranche in einer komplett eigenen Liga.



Wie erfolgreich Rhomberg auf Linked­In ist, zeigt auch eine branchenübergreifende Führungskräfte-Analyse, die BuzzValue für das Industriemagazin durchgeführt hat.
Dort belegt Rhomberg hinter Alexis von Hoensbroech, CEO Austrian Airlines, den zweiten Platz.

Viel ungenutztes Potenzial
Der Abstand von Hubert Rhomberg zum Rest der Bauwelt ist groß. Hinter Rabmer-Koller ist das Rennen knapp. .

Auf Signa CEO Stadlhuber mit 3.878 Fol­lowern folgt Johann Marchner, Geschäftsführer Wienerberger Ziegelindustrie, mit 3.367 Getreuen. Etwas größer sind die Abstände bei den Interaktionen.

Die Beiträge von Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG verzeichneten im letzten Jahr fast 7.000 Interaktionen, jene von Rabmer Koller 5.875.



Lässt man Hubert Rhomberg einmal außen vor, ist die Performance der anderen Führungskräfte, die es in die Top 20 geschafft haben, für Markus Zimmer »okay, aber ausbaufähig«.
Gerade im Vergleich zu den sehr guten Unternehmensseiten, hätten die persönlichen Auftritte noch Luft nach oben.

»LinkedIn bietet auch für die Führungskräfte selbst viele Möglichkeiten. Sie können in Kommunikation mit unterschiedlichen Stakeholdern treten, von Mitarbeitern über Partner und Kunden bis zu den Medien«, sagt Markus Zimmer.

Dieses Potenzial nicht zu nutzen, sei schade – auch für das Unternehmen, das repräsentiert wird, denn ein guter LinkedIn-Auftritt ist immer auch eine Werbung.

Diejenigen Führungskräfte, die schon jetzt aktiv und erfolgreich auf LinkedIn unterwegs sind, nennen dafür sehr ähnliche Beweggründe.

Immer geht es darum, Informationen und Themen zu platzieren und ein Netzwerk aufzubauen bzw. zu pflegen.
Natürlich nutzt man LinkedIn im Umkehrschluss auch dafür, sich selbst zu informieren und up to date zu bleiben, wie es Rechtsanwalt Stephan Heid von der IG Lebenszyklus Bau formuliert.


»Mit LinkedIn erreiche ich nicht nur meine Mandanten, sondern die gesamte interessierte Community. Ich informiere mich über die News meiner Kontakte, um up to date zu bleiben und gewinne dabei wiederum Content für meine Follower«, sagt Rechtsanwalt Stephan Heid, Heid & Partner und IG Lebenszyklus Bau.

Silvia Angelo schätzt an LinkedIn vor allem, dass die Plattform Raum bietet, um Erfolge zu feiern.
»Gerade Frauen sagen viel zu selten: Das hab ich gut gemacht! - online ist das aber wesentlich einfacher als face-to-face. Mit meinen Beiträgen möchte ich auch andere Frauen ermutigen, sich und ihre Erfolge zu zeigen«, sagt Angelo.


 »LinkedIn bietet Raum, um berufliche Erfolge zu feiern. Vor allem Frauen sagen viel zu selten: Das hab ich gut gemacht! - online ist das aber wesentlich einfacher als face-to-face. Mit meinen Beiträgen möchte ich auch andere Frauen ermutigen, sich und ihre Erfolge zu zeigen«, sagt Silvia Angelo, ÖBB Infrastruktur.

Zudem sei LinkedIn gerade in Pandemiezeiten, wo immer wieder Veranstaltungen abgesagt werden müssen, eine gute Möglichkeit, sich virtuell zu vernetzen.

Und Hubert Rhomberg räumt ein, dass er LinkedIn natürlich auch für die Beobachtung von Marktbegleitern nutzt.

            »Mr. Bau«: Unter den Führungskräften der heimischen Bau- und Immobilienwirtschaft kann Hubert Rhomberg auf LinkedIn keiner auch nur annähernd das Wasser reichen. Warum er LinkedIn nutzt: »Die Plattform ermöglicht mir die schnelle Identifikation interessanter Kontakte und somit eine rasche Erweiterung meines Netzwerks. Zudem ist LinkedIn nützlich für die Beobachtung von Marktbegleitern sowie dafür, potenzielle neue Mitarbeitende von der Rhomberg Gruppe zu überzeugen.« 

Kein Patentrezept

Eine Anleitung für das perfekte Posting hat auch der Experte nicht. »Das gibt es nicht, weil auch niemand den LinkedIn-Algorithmus genau kennt«, so Zimmer.

Es gebe aber einige Richtlinien, an die man sich halten kann. Noch stärker als bei Unternehmensauftritten gilt für Führungskräfte »faces before places«.

Gerade bei Führungskräften gehe es darum, eine Geschichte zu erzählen. »Wie sieht der Arbeitsalltag aus, welche Termine stehen am Programm oder welche Gedanken beschäftigen mich. Das interessiert und sorgt für Aufmerksamkeit und Interaktionen.«


»LinkedIn bietet einerseits eine gute Möglichkeit, Themen rasch in der Community zu transportieren und andererseits ist LinkedIn ein unglaublich informativer digitaler Channel, um Stimmungsbilder und Trends zu gewissen Themen zu bekommen«, sagt Johann Marchner, Wienerberger Ziegelindustrie.

Im Endeffekt kommt es laut Markus Zimmer auf einen gelungen Mix von persönlichen, fachlichen und unternehmensspezifischen Informationen an.


 »Mit LinkedIn kann ich auch als regionales Unternehmen Aufmerksamkeit über die Region hinaus gewinnen, Zukunftsthemen der Branche kommunizieren und teilweise auch Branchendiskussionen anstoßen«, sagt Anton Rieder, Riederbau.

Kommentarlos die Beiträge des Unternehmensaccounts zu teilen, sei auf jeden Fall zu wenig.


Zur Info 

Das Analysedesign: Für die vorliegende Analyse hat BuzzValue die LinkedIn-Aktivitäten von 75 Vertreter*innen der Bau & Immobilienbranche im Zeitraum 7.10.2020 bis 6.10.2021 unter die Lupe genommen.

BuzzValue ist eines der führenden österreichischen Social­-Media-Marktforschungsunternehmen.

Mit der Zielsetzung, Meinungs- und Stimmungsbilder von Usern über Unternehmen, Marken und Produkte im Social Web zu analysieren, betreut BuzzValue seit über zehn Jahren führende Unternehmen aus zahlreichen Branchen.

Dafür verbinden die Social-Media-Marktforscher*innen bewährte Methodiken der Markt- und Meinungsforschung mit modernsten Technologien aus dem Bereich Social Media. Hierbei bietet BuzzValue Services in folgenden Bereichen an.

- Monitoring: tagesaktuelle Beobachtung der Interaktion im Social Web

- Research: rückblickende qualitative Social-Media-Analysen

- Analytics: Social-Media-Kennzahlen zu Wettbewerbern & Benchmark

www.buzzvalue.at

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