Sonntag, Juni 20, 2021
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Anhand der Neuausschreibung eines konkreten Projekts in Schärding zeigt der österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen GBV, wie stark die Preise für einzelne Baumaterialien zwischen Sommer 2018 und Frühjahr 2021 gestiegen sind.

Die Bauwirtschaft hat sich in der Corona-Pandemie einmal mehr als verlässlicher Konjunkturmotor gezeigt. Aktuell setzen Lieferengpässe und enorme Preissteigerungen die Branche aber ordentlich unter Druck. Lafarge CEO Berthold Kren warnte in mehreren Aussendungen vor einer Verknappung bei Bindemitteln aufgrund des aktuellen Baubooms. Aufgrund der prekären Rohstoffsituation und enormen Preissteigerungen bei Strom, Kunststoffen und CO2 erwartet Kren, dass sich die Versorgungslage über den Sommer 2021 noch weiter zuspitzen könnte.
Besonders betroffen sind auch Dämmmaterialien, Holz und Stahl. Laut Statistik Austria hat der hohe Stahlpreis im April 2021 zu einer Baukostensteigerung im Brückenbau von über 10 Prozent geführt. Die Kosten im Wohnhaus- und Siedlungsbau sind im selben Zeitraum um 7,5 Prozent gestiegen. Die gemeinnützigen Bauvereinigungen fürchten mittelfristig negative Auswirkungen auf die Neubau- und Sanierungstätigkeit. Wie hoch die Preissteigerungen tatsächlich sind, hat der Österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen anhand der Neuausschreibung eine Projekts in Schärding dokumentiert. Bei einzelnen Positionen lagen im März 2021 die Abgabepreise um bis zu 44 Prozent über jenen im August 2018.

Wenn die Preise durch die Decke gehen

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