Sonntag, Juni 20, 2021
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– „Wer nicht nachhaltig baut, baut in Zukunft gar nicht mehr“ – so lautet eine der 12 aktuell erstellten Thesen des am 9. Juni gewählten neuen Vorstands der IG LEBENSZYKLUS BAU. Das Thesenpapier ist ehrgeizig und visionär, versteht sich als laufendes Arbeitsprogramm und Zielsetzung zugleich, und dient als Orientierung für eine innovative, klimaschützende und nachhaltige Bau- und Immobilienwirtschaft. An dessen Details arbeiten bereits rund 100 Unternehmen aus der Branche unter Beteiligung führender Projektentwickler, Wissenschaftler und Bauherren. Erste Arbeitsergebnisse werden im Rahmen des Jahreskongresses am 21. Oktober in Wien präsentiert.

Einwohner größerer Städte spüren die Auswirkungen des Klimawandels buchstäblich auf der eigenen Haut. Plätze heizen sich auf, Straßen werden zu Hitzepolen, Kühlung sucht man vergeblich. Der sogenannte Urban-Heat-Island-Effekt ist ein Thema, das Stadtplaner mittlerweile weltweit intensiv beschäftigt. „Immer mehr Projekte setzen um, was der Hausverstand schon lange weiß und wissenschaftliche Studien belegen: Helle Oberflächen heizen sich weit weniger auf als dunkle Flächen“, beschreibt Gregor Bitschnau, Sprecher von Beton Dialog Österreich, wie der helle Baustoff Beton zur Abkühlung überhitzter Städte beitragen kann.

Im Mai 2021 lag der Baukostenindex (Basis 2020) für den Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Berechnungen von Statistik Austria bei 110,4 Indexpunkten. Verglichen mit Mai 2020 entspricht das einem Anstieg von 10,2%. Gegenüber dem Vormonat April 2021 stieg der Index um 3,3% an.

Trotz Pandemie konnten die Unternehmen der i+R Gruppe im Geschäftsjahr 2020/21 insgesamt einen Rekordumsatz von 700 Millionen Euro erwirtschaften. Etwa die Hälfte entfällt auf die Sparte Bagger, 30 Prozent auf Immobilien und 20 Prozent auf die Sparte Bauen. Auch die Zahl der Mitarbeitenden hat mit 1200 einen Höchststand erreicht. Aktuell investiert das eigentümergeführte Familienunternehmen am i+R Campus in Lauterach (A) 6,3 Millionen Euro in den Ausbau von 100 Büro-Arbeitsplätzen und eine eigene Lehrwerkstätte für Bauberufe.

Mit dem BIM-Merkmalserver und dem BIM-Merkmalservice gibt es aktuell zwei spannende Projekte mit ähnlichen Namen und Zielen, aber sehr unterschiedlichen Zugängen. Das Projekt Merkmalserver hat eine allgemein gültige Norm zum Ziel, mit dem Merkmalservice sollen sich firmeninterne Lösungen untereinander verstehen.  

Die BIG hat das Akademiegebäude von Theophil Hansen restauriert und für eine moderne Kunstuniversität fit gemacht.

Ressourcenknappheit, unterbrochene Lieferketten oder eine neue interne Kommunikation: Die seit über einem Jahr andauernde Corona-Pandemie hat die Bauwirtschaft grundlegend verändert und stellt die Projektsteuerung im Baumanagement immer wieder vor bisher unbekannte Herausforderungen. Die Corona-Krise liefert einen Vorgeschmack darauf, was in Zukunft noch auf die Bauwirtschaft zukommen wird.

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