Nach mehreren im Sand verlaufenen IKT- und Breitband-Initiativen will nun eine neue Internetoffensive eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes bringen.
Das "Kompetenzzentrum Internetgesellschaft" legte der Bundesregierung nun den ersten Prioritätenkatalog zu Informations- und Kommunikationstechnologien 2011 vor. Die 14 vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen etwa Green IT, eine breite Einführung der Handy-Signatur und Venture Capital für Hightech-Unternehmen. Diese Projekte werden von der öffentlichen Verwaltung gemeinsam mit der Wirtschaft, den Interessenvertretungen und anderen Stakeholdern abgearbeitet. Man kann sich auf bereits Ausformuliertes berufen: das Kompetenzzentrum arbeitet auf Basis der Ergebnisse der Österreichischen Internetoffensive aus dem Jahr 2008.
Diese und vergangenen Strategiepapiere waren bislang vor allem ein Verbrennen von Beraterleistung und Geld. Mehr als 400 Experten erarbeiteten in etwa 3000 Beraterstunden die Grundlage für die neue IKT-Strategie in Österreich. Alle sechs Monate will das Kompetenzzentrum der Bundesregierung Prioritäten und Fortschrittsberichte im Bereich der Kommunikations- und Informationstechnologien vorlegen.
"Neben der Priorisierung der notwendigen Schritte und der Anführung der für die Umsetzung zuständigen Stelle kümmert sich das Kompetenzzentrum darüber hinaus um eine laufende Öffentlichkeitsarbeit und die Erstellung von Studien", lautet eine Aussendung anlässlich der Gründung der Initiative durch die Bundesregierung. Das kann ja nur gutgehen.
In das Kompetenzzentrum Internetgesellschaft sind Bundeskanzleramt, Finanzministerium, Wirtschaftsministerium, Infrastrukturministerium sowie Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft eingebunden. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH fungiert als Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums.
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