Samstag, den 13. Februar 2010 um 01:18 Uhr
Geschrieben von: Redaktion
Am 28. Jänner veranstaltete die Computer Measurement Group Austria and Eastern Europe (CMG-AE) eine spannende Tagung zum Thema Next Generation Access.
120 TeilnehmerInnen und zehn Referenten stellten sich dem kontroversiellen Thema und diskutierten Wege für einen flächendeckenden Breitbandausbau in Österreich.
Harald Hoffmann, Geschäftsführer
Metadat und Pionier im Telekommarkt, skizzierte die Ausgangssituation mit einigen Kernaussagen: „Kupfer ist nicht tot, es stirbt“ oder „mobiles Breitband lebt, aber in Nischen“. Eine Perspektive des BMVIT zeichnete Ministerialrat
Alfred Ruzicka: Ein Glasfasernetz allein bringe nichts, erst die Nutzung sei gewinnbringend. Bei den Anträgen zum Förderprogramm AT:net sei daher die Darstellung des Nutzens essentiell. Noch im Frühjahr 2010 werde das neue Förderprogramm „EU Recovery Package“ im Rahmen des österreichischen Programms für die Entwicklung des ländlichen Raums gestartet. Es mit 30 Mio. Euro dotiert.
Igor Brusic,
SBR Juconomy Consulting, legte das Gebot der Stunde dar: wir benötigen neue Geschäftsmodelle in einem neuen, geänderten Umfeld. Brusic fordert ein
Open Access Network - das offene Glasfasernetz zum Kunden. Darin können Kunden jeden Diensteanbieter frei wählen. Und: Breitbandausbau im ländlichen Raum ist keine Weiterentwicklung, es ist ein Paradigmenwechsel. Glasfaserinfrastruktur ist wie jede andere kommunale Infrastruktur (Kanal, Straße, Fernwärme) zu sehen und so zu behandeln: konkrete Aktivitäten von Gemeinden sind damit gefordert.
Peter Vanderbeke, FTTH Solution Manager
Alcatel-Lucent, beleuchtete die Kosten der Errichtung (CAPEX), sowie die Betriebs- und Wartungskosten (OPEX) eines Glasfasernetzes. Diese könnten durch ein optimales Planungs- und Inventory-Tool stark reduziert werden, insbesondere, wenn eine Datenbank zur Aufzeichnung aller Bestandteile des Netzes inklusive ihrer Lokation und aller Eigenschaften (wo liegen Rohre, wo liegen welche Fasern, etc.) verwendet wird.
Aufgrund der brisanten Entwicklungen und der Aktualität der Thematik plant die
CMG-AE Arbeitsgruppe „
Open Access Network“ weitere wegweisende Veranstaltungen organisieren.
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