Neuer Teilnehmerrekord beim SAS Forum Austria 2009 Anfang Oktober. Das Motto war heuer "die Zeit zu nutzen, um für die Zukunft gerüstet zu sein".

Hochkonjunktur für Business Intelligence und Business Analytics: Beim heurigen SAS Forum Austria versammelten sich kürzlich mehr als 300 Experten im Tagungszentrum Schönbrunn. Die Fachkonferenz für Business Intelligence konnte damit nach ihrem Debüt im Vorjahr die Besucheranzahl um knapp 30 Prozent steigern. "Die Welt hat sich in den vergangenen beiden Jahren dramatisch verändert, und dies wird auch in den kommenden Jahren so sein", stellte SAS Executive Vice President Mikael Hagström gleich zu Beginn des Forums in Aussicht. Wobei es keinen Sinn mache zu warten, bis sich die Situation wieder normalisiere, vielmehr gehe es darum, "die Zeit zu nutzen, um für die Zukunft gerüstet zu sein", so der SAS-Manager. Demzufolge nannte Hagström auch die Krise als große Chance für Innovation, die Optimierung von Kosten und Prozessen sowie den durch das Kundenverhalten initiierten Wandel als Gebote der Stunde.

Netzwerkökonomie
Den Weg von der Industrieökonomie zur Netzwerkökonomie, damit vom Produktdenken hin zum Beziehungsdenken, zeigte Peter Wippermann, Professor an der Folkwang Universität in Essen, in seiner Opening-Keynote eindrucksvoll auf. "Der Kunde entscheidet über den Erfolg. Es geht künftig nicht mehr darum, Produkte zu verkaufen, sondern Beziehungen. Datenbanken kommt dabei eine entscheidende Rolle zu", so die programmatische Ansage des Trendforschers.
Beispiele aus der Kundenpraxis spielten eine entscheidende Rolle in den drei parallel laufenden Foren, die im Anschluss an die Eröffnung der Konferenz stattfanden. Thomas Schierer, Customer-Relationship-Management-Analyst der Erste Bank Klaus Welters, Geschäftsführer der Mannesmannröhren-Werke, und Josef Pichler, Head of Demand Planning bei RHI, berichteten, wie sie mit Hilfe von SAS mehr Nähe zum Kunden und optimierte Ergebnisse erzielen konnten. Anwenderbeispiele wurden auch im Forum "Innovation" präsentiert. Max Lydorf, IT-Direktion des Universitätsklinikum Aachen, und Dieter Steinmann, Manager der Fraport AG, zeigten auf, wie sich Prozesse und Steuerung mittels BI verbessern lassen. Ob es um die optimale Bettenbelegung in einem hochmodernen Krankenhaus oder um die reibungslose Abwicklung des Passagierverkehrs auf einem der weltgrößten Drehkreuze im Luftverkehr geht: Mit dem Einsatz von BI und BA können höhere Effizienz und damit Wettbewerbsvorteile erzielt werden.

Krise als Chance
SAS-Vice President Andreas Diggelmann führte vor, wie Business Analytics als Erfolgsfaktor genutzt werden kann. "Wenn wir den Mut haben, unsere Erfahrungen in Frage zu stellen, dann können wir die Krise in eine Chance verwandeln. Die Antwort liegt in unseren Unternehmensdaten, und die gilt es, optimal zu nutzen", so Diggelmann.
Ein Highlight der Extraklasse bildete zweifellos die Abschlußrede von Rennrollstuhl-Olympiasieger und Weltrekordhalter Thomas Geierspichler. Launig, sympathisch und berührend schilderte er seinen Weg vom Bauernbuben aus Anif bei Salzburg an die sportliche Weltspitze. Eindrucksvoll zeigte er auf, wie es ihm gelungen war, nach einem schweren Autounfall im Alter von 18 Jahren und einer darauf folgenden tiefen persönlichen Krise aus eigener Kraft wieder ganz nach oben zu kommen. "Konzentrier dich auf dich selbst, auf das, was du kannst, und halte dir immer deine Vision vor Augen", gab Geierspichler den Teilnehmern mit auf den Weg.

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