Wirtschaftskrise hin oder her – die prekäre Finanzlage wird von den heimischen Konsumenten weiterhin tunlichst ignoriert. Das Weihnachtsgeschäft hat auch heuer geboomt – trotz Schweinegrippe. Für den jüngsten Vertriebskanal im Handel, das Internet, könnte die groß angesagte Pandemie sogar förderlich gewesen sein. »Die Menschen haben versucht, große Menschenansammlungen zu umgehen. Das hat dem Onlinegeschäft sicherlich nicht geschadet«, beobachtet ein Branchenkenner.
Das Einkaufen im Internet wird auch aufgrund demografischer Entwicklungen von Jahr zu Jahr attraktiver. Anlässlich einer Statistik-Austria-Untersuchung aus der ersten Jahreshälfte 2009 gaben bereits 41 Prozent der Befragten an, in den letzten zwölf Monaten Waren oder Dienstleistungen online gekauft zu haben. Am häufigsten wurden Bücher, Zeitschriften und E-Learning-Material über den digitalen Vertriebsweg erworben. Die weiteren Renner: Kleidung und Sportartikel, Reisen, elektronische Geräte, Veranstaltungstickets, Haushaltsgüter, Filme und Musik. Dabei ist es für die Händler wichtig zu wissen, welche Zielgruppen bedient werden sollen: Die fleißigsten Einkäufer übers Web sind statistisch gesehen zwischen 25 und 34 Jahre alt. Die zweitstärkste Gruppe wird von den 16- bis 24-Jährigen gebildet. Die Jungen machen das Onlinegeschäft aus. Jährlich aber verschiebt sich diese interneterprobte Gruppe um einen Jahrgang nach oben. »Wir haben die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Konsument in Richtung Internet tendieren«, berichtet Roland Toch, Geschäftsführer des Zahlungsdienstleisters Qenta. »Viele haben bereits übers Internet eingekauft und stehen diesem Vertriebsweg heute wesentlich offener gegenüber als vielleicht noch vor drei, vier Jahren«, meint Toch.
Für Interneteinkäufe gaben 40 Prozent der Onlineshopper in den letzten drei Monaten vor dem Befragungszeitpunkt zwischen 100 und 500 Euro aus. 44 Prozent hatten ihre Einkäufe mit Kreditkarte im Internet bezahlt. Ein Großteil der Shopper gab bei der Statistik-Austria-Umfrage an, keine Probleme beim Einkaufen im Internet gehabt zu haben. Auf Unternehmensseite wurde erhoben, dass im Jahr 2008 bereits 6 Mrd. Euro über die Ladentische in den Webshops gegangen waren. Knapp 2.200 Unternehmen setzten bereits nicht nur auf das digitale Schaufenster, sondern auch die Absatzmöglichkeit über die Datenleitung.
Richtiger Weg
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Wirtschaftskrise hin oder her – die prekäre Finanzlage wird von den heimischen Konsumenten weiterhin tunlichst ignoriert. Das Weihnachtsgeschäft hat auch heuer geboomt – trotz Schweinegrippe. Für den jüngsten Vertriebskanal im Handel, das Internet, könnte die groß angesagte Pandemie sogar förderlich gewesen sein. »Die Menschen haben versucht, große Menschenansammlungen zu umgehen. Das hat dem Onlinegeschäft sicherlich nicht geschadet«, beobachtet ein Branchenkenner.
Das Einkaufen im Internet wird auch aufgrund demografischer Entwicklungen von Jahr zu Jahr attraktiver. Anlässlich einer Statistik-Austria-Untersuchung aus der ersten Jahreshälfte 2009 gaben bereits 41 Prozent der Befragten an, in den letzten zwölf Monaten Waren oder Dienstleistungen online gekauft zu haben. Am häufigsten wurden Bücher, Zeitschriften und E-Learning-Material über den digitalen Vertriebsweg erworben. Die weiteren Renner: Kleidung und Sportartikel, Reisen, elektronische Geräte, Veranstaltungstickets, Haushaltsgüter, Filme und Musik. Dabei ist es für die Händler wichtig zu wissen, welche Zielgruppen bedient werden sollen: Die fleißigsten Einkäufer übers Web sind statistisch gesehen zwischen 25 und 34 Jahre alt. Die zweitstärkste Gruppe wird von den 16- bis 24-Jährigen gebildet. Die Jungen machen das Onlinegeschäft aus. Jährlich aber verschiebt sich diese interneterprobte Gruppe um einen Jahrgang nach oben. »Wir haben die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Konsument in Richtung Internet tendieren«, berichtet Roland Toch, Geschäftsführer des Zahlungsdienstleisters Qenta. »Viele haben bereits übers Internet eingekauft und stehen diesem Vertriebsweg heute wesentlich offener gegenüber als vielleicht noch vor drei, vier Jahren«, meint Toch.
Für Interneteinkäufe gaben 40 Prozent der Onlineshopper in den letzten drei Monaten vor dem Befragungszeitpunkt zwischen 100 und 500 Euro aus. 44 Prozent hatten ihre Einkäufe mit Kreditkarte im Internet bezahlt. Ein Großteil der Shopper gab bei der Statistik-Austria-Umfrage an, keine Probleme beim Einkaufen im Internet gehabt zu haben. Auf Unternehmensseite wurde erhoben, dass im Jahr 2008 bereits 6 Mrd. Euro über die Ladentische in den Webshops gegangen waren. Knapp 2.200 Unternehmen setzten bereits nicht nur auf das digitale Schaufenster, sondern auch die Absatzmöglichkeit über die Datenleitung.
Richtiger Weg
Auf Webshops wird im Handel quer durch alle Sparten gesetzt, vom Abführmittel bis zum Zirkel. Was aber soll ein Einzelhändler beachten? Wie ist ein erfolgreicher Shop aufgebaut? Neben dem technischen Untergrund, der für den schnellen Aufbau der Internetseiten und die richtigen Schnittstellen zur internen Warenwirtschaft, dem Kundenservice und letztlich auch den Bezahlmöglichkeiten sorgt, ist der Erfolg vor allem eine Sache des Vertrauens. »Besonders kleinere Händler sollten sich überlegen, ob nicht der Erwerb eines zertifizierten Qualitätssiegels Sinn macht«, rät Monika Lang, Österreichischer Handelsverband. Ein Gütesiegel zeige dem Endkunden, dass er seine Rechnung problemlos auch mit Kreditkarte oder Lastschrift auch im Voraus begleichen kann. Onlineshops, die sich mit einem der bekannten Embleme wie jenem des Handelsverbands oder dem standardisierten europäischen E-Commerce-Gütezeichen »Eurolabel« schmücken, bieten auch im anonymen Internet offenkundige Sicherheit. Die Banken und große Versandhändler wie Neckermann haben die Zertifikate bereits erworben, die auch jährlich neuerlich geprüft werden. »Es gilt, stets am neuesten Stand der einschlägigen EU-Richtlinien zu sein, entsprechendes Know-how zu pflegen«, weiß Lang. Die Zertifizierungsstellen bieten genau dies an. Prinzipiell, rät Lang, sei vor allem die Informationspolitik gegenüber den Kunden zu beachten, sein Gegenüber ernst zu nehmen. Verständliche Geschäftsbedingungen in PDF-Form, eine Erklärung zum Schutz der Kundendaten, den Zahlungsmodalitäten und ein Impressum mit Kontaktdaten sind die Mindestanforderungen des seriösen Auftritts im Netz.
Professionelle Bezahlung
Schiebt der zufriedene Kunde dann den gut gefüllten Einkaufskorb virtuell zur Kassa, hat es der Händler praktisch geschafft, meinen viele. Dem ist mitnichten so: Untersuchungen zufolge brechen besonders viele Einkäufer während des Bezahlvorgangs oder unmittelbar davor wieder weg. Ein Grund sind oft unzureichende Angebote bei den Möglichkeiten der Bezahlung. Hier gibt es für Unternehmer zwei Möglichkeiten. Zum einen sind es einzelne Implementierungen der unterschiedlichen Zahlungsarten wie Kreditkarten (MasterCard, Visa, American Express, JCB oder Diners Club), Prepaid-Lösungen (PayPal, Click2pay, Paysafecard, Cash-Ticket, Wirecard, Quick), Bankeinzug oder mobile Bezahldienste (paybox, Mobilfunkrechnung). Zum anderen ist mancherorts die einmalige Anbindung an eine Paymentplattform empfohlen. Hierzu haben sich Firmen wie mpay24, Ogone, Qenta, oder Viveum spezialisiert, den Händlern eine einzige technische Ansprechstelle für die gesamte Payment-Landschaft zu bieten. Ihr Argument: Will ein Shopbetreiber seinen Kunden eine möglichst große Bandbreite an Bezahlmöglichkeiten bieten, wäre die direkte Anbindung an die unterschiedlichen Bezahlschnittstellen aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll. Dies übernimmt aber der Plattformprovider. Dadurch sind freilich Gebühren fällig, die zu den üblichen Disagio-Sätzen der Bezahlanbieter hinzugerechnet werden müssen. Was die Firmen aber darüber hinaus bieten, wird auch bastelfreudige Shopbetreibern interessieren: Know-how. »Zahlungsmittel sind stark branchenorientiert. Wir beraten zu den jeweils passenden Zahlungsmitteln für den Shop«, erklärt Qenta-Geschäftsführer Toch. Sein Rat: Die Grundausstattung jedes Shops sollte zumindest Visa und MasterCard sein. Nahezu 70 Prozent aller Zahlungen werden über diese beiden Zahlungsmittel durchgeführt, gefolgt von eps Online-Überweisung und paybox. »Egal, um welche Branche es geht – wer ohne Kreditkartenanbindung arbeitet, ist stets nur zweiter Sieger.«
E-Commerce-Gütesiegel
www.guetezeichen.at
www.sicher-einkaufen.at
Payment-Service-Provider
www.mpay24.at
www.ogone.at
www.qenta.at
www.viveum.at
www.cqrpayments.com
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Jährlich gibt es rund 140 Nominierungen, Preisträger in den einzelnen Bundesländern sowie bundesweit. Die Sonderkategorie „Green Award“ und 2011 erstmals ein Innovationspreis, der „T-Systems Innovation Award“, zeigen die große Bandbreite hervorragender Projekte und Services aus Wirtschaft und Verwaltung. zum Award
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