Digitalisierung – getrieben von der IT-Abteilung – muss scheitern

Foto: Andreas Erlacher leitet seit November 2017 bei hpc consulting den neu implementierten Bereich Digitale Lösungen. Das Unternehmen realisiert Business-Modelle und führt die organisatorischen und technischen Veränderungen mit dem Kunden durch. Foto: Andreas Erlacher leitet seit November 2017 bei hpc consulting den neu implementierten Bereich Digitale Lösungen. Das Unternehmen realisiert Business-Modelle und führt die organisatorischen und technischen Veränderungen mit dem Kunden durch. Foto: hpconsulting

Der digitale Wandel stellt Organisationen vor eine große Herausforderung. Für eine erfolgreiche Transformation sollten Unternehmen Digital Competence Centers etablieren, rät Andreas Erlacher, Digital Strategist bei hpc Consulting.

Viele Organisationen gehen den Prozess der Digitalisierung immer noch ganz klassisch an. Dabei hat der digitale Wandel nichts mit standardisierten und herkömmlichen Methoden am Hut. Zu oft werden der traditionellen IT-Abteilung oder dem Projektmanagement-Office die alleinige Verantwortung übergeben und diese sollen die Unternehmenstransformation in Eigenregie und mit höchster Effizienz vorantreiben. Dieser Ansatz ist zum Scheitern verurteilt.

Competence Center als Säule

Vielmehr gilt es, die Dinge anders anzugehen und das Unternehmen mit Refokussierung, Repositionierung und kultureller Neuausrichtung in den digitalen Wandel zu schicken. Die IT-Abteilung konzentriert sich weiter auf ihre Kernkompetenzen, während sich das Digital Competence Center um Themen wie Sicherheit und Innovation kümmert. Die treibenden Task Forces im DCC sind Portfoliomanagement, Governance, Security sowie die Festigung der Ordnungsmäßigkeit und des Bewusstseins der stetigen Änderung im Unternehmen.

Das Portfoliomanagement des Digital Competence Centers beobachtet den Markt, hält Ausschau nach neuen erfolgsversprechenden Dienstleistungen und eliminiert jene, in die es sich nicht mehr zu investieren lohnt. Auch für Datenschutz und Sicherheit ist das DCC verantwortlich. Die Zuständigen für (Cyber-)Security definieren neue Regeln und Maßnahmen bzw. entwickeln diese laufend weiter, damit sie als wirksamer Schutzschild gegen Angriffe wirken.

Um sicherzugehen, dass der Motor der Digitalisierung im ganzen Unternehmen läuft, gilt es außerdem, die Mitarbeiter über die neu implementieren Maßnahmen, Regeln und Neuerungen zu informieren und Bewusstsein sowie Ordnungsmäßigkeit in der Organisation zu schaffen. Schließlich muss noch sichergestellt werden, dass alles geordnet zusammenspielt – durch die Governance. Diese wird meist zu Unrecht vernachlässigt. Im DCC fallen der Governance auch die wichtigen Aufgaben der Kontrolle und des Berichtswesens zu – denn die Erreichung der Ziele kann nur mithilfe von gemessenen und ausgewerteten Kennzahlen nachgewiesen und dokumentiert werden.

Eine Einheit und ein Ziel

Ein Unternehmen muss sich nicht völlig neu erfinden, um die Digitalisierung erfolgreich voranzutreiben. Es gilt, das bewährte Uhrwerk um ein paar Zahnräder zu erweitern und dafür Sorge zu tragen, dass diese auch alle optimal ineinandergreifen.

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