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Servicestrom aus dem Serverzentrum

(Foto: VMWare) Alexander Spoerker, Vmware: »Sind in der Lage, Business-Apps auf einer einzigen Plattform darzustellen.« (Foto: VMWare) Alexander Spoerker, Vmware: »Sind in der Lage, Business-Apps auf einer einzigen Plattform darzustellen.«

Mit dem softwarebasierten Rechenzentrum und Cloud Credits fürs Reselling vojn IT-Services will VMWare gemeinsam mit Rechenzentrumskunden neues Geschäft erschließen.

Zehn Milliarden Dollar hat der Virtualisierungsspezialist VMware seinen Kunden weltweit im vergangenen Jahr eingespart. Um den Faktor sechs bis sieben soll sich dieser Betrag weiter erhöhen. Für Unternehmen heißt dies: Effizienz in den IT-Systemen und Kosteneinsparungen durch automatisierte Prozesse – um letztlich Geld für Investitionen frei zu bekommen. Drei Prioritäten dazu macht VMware-Geschäftsführer Alexander Spörker fest: Das softwaredesignte Datacenter, Hybrid Cloud und Mobility – und das alles auf der x86er-Plattform natürlich. »In den vergangenen Jahren haben wir für Unternehmen durch das Bündeln von Ressourcen und Virtualisierung viele Einsparungen erzielen können«, so Spörker, »geschäftskritische Software auf einer standardisierten Plattform – dieser Schritt geschieht erst seit kurzem.«

Unternehmens-IT ist heute in der Regel zu 50 bis 70 % von ihrer Hardware abstrahiert und lässt sich so durch Virtualisierungslösungen effizienter aufsetzen, erweitern und verwalten. Das volle Potenzial auf dieser Wegrichtung entfaltet sich aber dann, wenn jede einzelne Applikation als IT-Service für die Fachabteilungen und Anwender in den Unternehmen verfügbar ist. Wurden, um eine Applikation in einem Unternehmen einzuführen, früher gut zehn Wochen und 10.000 Dollar für Infrastruktur, Server, Storage, Software und das Einholen von Partnerangeboten gebraucht, ist dies heute dank Virtualsierung innerhalb von zwei Minuten möglich. Der Kostenpunkt: lediglich 300 Dollar. Die meisten internen und externen Serverräume und im größeren Ausmaß Rechenzentren stoßen derzeit aber dabei an ihre physikalischen Grenzen. Die Virtualisierung von Servern, Clients und Anwendungen funktioniert zwar bereits prächtig – so flexibel, wie es das Konzept der IT aus der Steckdose suggeriert, ist es noch nicht. Eine Virtual Machine ist schnell auf Touren gebracht, das Provisionieren von Speicher, Netzwerk, Storage und Security hinkt meist aber nach und bedarf weiterhin der Steck- und Schraubkünste der IT-Techniker. Spörker will nun in einem nächsten Schritt das gesamte Rechenzentrum mit all diesen Komponenten abstrahieren.

Hardwarebereiche werden dabei als Softwareeinheiten dargestellt und bilden so einen idealen Nährboden für hybride Cloudmodelle. Diese wiederum werden als geniale Antwort auf den App-Hunger, der auch in der Businesswelt herrscht, gesehen.

Wollen Anwender eine effiziente Anwendung nutzen, so kann die IT-Abteilung diese auch auf Knopfdruck als Service aus einem externen Datacenter beziehen. An den softwarebasierten Serviceuntergrund können beispielsweise Netzwerkeinstellungen übergeben werden, Unternehmensabteilungen bekommen quasi ihr eigenes virtuelles Rechenzentrum. Reine Softwareschnittstellen machen das bislang Undenkbare möglich: das Verschieben von Service-Level-Agreements (SLAs) über die eigenen IT-Grenzen hinaus in die Partnerwolke. »Durch unsere Technologie sind wir in der Lage, alle Apps – ob aus SAP, Oracle, Microsoft oder neue, javabasierte Applikationen – auf einer einzigen Plattform darzustellen«, erklärt der VMware-Mann. »Das Schönste ist dann, wenn ein IT-Leiter eine bestimmte Anwendung zu Verfügung stellen möchte und sich dann nur noch den Platz für die Provisierung aussuchen muss – und das muss nicht im eigenen Datacenter sein.« Auf den Managementkonsolen der IT-Abteilung präsentieren sich die verschiedenen Dienste unterschiedlicher Herkunft trotzdem wie aus einem Guss – als Servicestrom aus dem singulären Serverraum.

Mit T-Systems hat VMware einen Partner gefunden, der die Verwirklichung der Vision des maximal abstrahierten Servicestroms aus der Wolke heraus auch Dritten ermöglicht. Über »VMware vCloud Datacenter Services« können Unternehmen mit einem Klick die Inhalte ihrer Server in die T-Systems-Cloud verlagern. T-Systems ist damit der erste zentraleuropäische zertifizierte Provider.
»Als IT-Outsourcer hatten wir immer schon die Notwendigkeit, mit unserer eigenen IT möglichst effizient aufgestellt zu sein, Kosten zu sparen und zu optimieren«, erklärt  Claus Haiden, Director Service bei T-Systems in Österreich. Gemeinsam mit VMware überlegt man nun, eine Art Währung für Cloud-Infrastruktur einzuführen. So könnten IT-Systemhäuser, etwa ein geografisch lokal verankerter IT-Serviceunternehmen und andere Reseller mit sogenannten »Cloud Credits« die eigene IT-Palette um den Faktor Rechenzentrum erweitern. Damit würde ein Dienstleister wie T-Systems, der bislang die Top-250-Unternehmen in Österreich serviciert, mit seinen Angeboten in die Breite gehen können. »Wir verlassen die Strategie für Großunternehmen aber nicht«, betont Haiden. So nebenher ein Geschäft mit automatisierten IT-Diensten aufzuziehen – darüber wird jetzt dennoch nachgedacht.

Last modified onFreitag, 07 Juni 2013 12:56
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