Handysignatur - nützlich auch im Business

Handysignatur: Der Vorgang ähnelt dem einfachen, aber sicheren TAN-Verfahren im Electronic Banking. Handysignatur: Der Vorgang ähnelt dem einfachen, aber sicheren TAN-Verfahren im Electronic Banking. Foto: Thinkstock

MobileSign setzt das Authentifizierungsverfahren per Onlineausweis für Geschäftsprozesse in verschiedenen Branchen um – mit Erfolg, wie Geschäftsführer Florian Wöhrle betont.

Das Unternehmen MobileSign bringt die Handysignatur, wie sie seit einigen Jahren von der öffentlichen Hand angeboten wird, nun auch in die Wirtschaft. Als entsprechend qualifiziertes Unternehmen bieten die Wiener ein Signaturmodul, das auf die unterschiedlichsten Anwendungsfälle bei den Unternehmenskunden angepasst wird. Sie ermöglichen auch den Betrieb eines Signaturservers für das Handling der Nutzeridentitäten im eigenen Haus. »Der Vorteil ist, so die Prozesse im internen Mitarbeiterkontakt und auch extern mit Lieferanten und Kunden völlig selbst gestalten zu können«, betont Florian Wöhrle, Geschäftsführer MobileSign. Die Einsatzfälle? »Überall dort, wo eine rechtsgültige Unterschrift oder die Authentifizierung einer Person benötigt wird«, fasst er zusammen.

Die Lösung der Signaturexperten besteht prinzipiell aus zwei Teilen. Zum einen ist dies ein Modul, das beispielsweise auf der Website des Unternehmens oder eines Services implementiert ist. Die Installation wird von MobileSign bereitgestellt, weitere Veränderungen an der Architektur der Seite sind nicht nötig. Das kleine Tool ist in Form einer absicherten Tunnellösung zur offiziellen Zertifizierungsstelle A-Trust verknüpft. Der Nutzer gibt in ein einfach gehaltenes Formular Telefonnummer und Passwort ein – und bekommt auf sein Handy eine mobile Transaktionsnummer (TAN) geschickt. Diese Nummer wird in das Formular eingegeben, um die Authentifizierung abzuschließen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Der Vorgang ähnelt dem TAN-Verfahren im Electronic Banking. Die Zwei-Wege-Kommunikation über unterschiedliche Geräte und über mehrere Codes – Handynummer, persönliches fixes Passwort sowie ein variables Einmalpasswort – ermöglicht eine hohe Sicherheit in elektronischen Unternehmensprozessen.

Signaturfunktion
Die Plattform maklervertrag.at ist eines der Anwendungsbeispiele für die Handysignatur in der Geschäftswelt. Gesetzliche Änderungen im Konsumentenschutz und im Verbraucherschutzrecht für Fernabsatzverträge erfordern von Maklerunternehmen einen Vertrag mit dem Konsumenten, um für diesen tätig werden zu können. Dies soll vor Überraschungen schützen – die Konsumenten wissen damit nachweislich, dass sie es mit Profis zu tun und möglicherweise auch ein Honorar zu bezahlen haben. »Die Signatur entspricht der Tinte auf dem Originaldokument, sie ist keine Kopie«, unterstreicht Wöhrle.

Anwendung als Ausweis
Der Softwarehersteller Delta Netconsult ist ein weiterer Kunde in dieser neuen Welt der elektronischen Unterschrift – wenn auch die Signatur in diesem Projekt die Funktion eines elektronischen Ausweises erfüllt. Der Unternehmenskunde bietet Architekten ein Projektmanagementtool für die Zusammenarbeit und Administration von Großbaustellen. Mit der Software arbeiten auch mehrere Architekten gegenwärtig an einem Projekt in Wien. Die Nutzer erhalten mit der Lösung einen gesicherten Zugriff auf Pläne und Daten. Mit der Handysignatur werden auch Rechnungsfreigaben verwaltet und ein ausgeklügeltes Berechtigungskonzept realisiert. Jeder sieht nur das, was für ihn freigeschaltet wurde.

Mit der M-Sign Schutzbox steigt MobileSign nun auch in den Markt der sicheren Ablage ein. Das Produkt bietet einen unbegrenzten Datenraum, der einen personalisierten Login mittels Onlineausweis hat und in dem man Dokumente rechtsgültig unterschreiben kann. Neben der Daten- und Rechtssicherheit spielt hier vor allem die Nutzerfreundlichkeit eine große Rolle – beseitigt die Schutzbox doch den Medienbruch von Signaturprozessen und ist die ideale Lösung für Banken oder Versicherungen.

Ist denn die Handysignatur in der Breite in Österreich nun ebenfalls ein Erfolg? Florian Wöhrle meint: »Es ist natürlich ein Henne-Ei-Problem. Die Durchdringung ist aber stetig im Steigen, wie man derzeit auch im Bankenbereich sieht. Mit jeder Anwendung mehr werden auch die Nutzer kommen«, ist er überzeugt. Weitere namhafte Kunden MobileSigns sind RE/MAX und carsharing24/7.

Last modified onDonnerstag, 03 September 2015 15:46
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