Die Sager im Juni 2003

\"Es ist meine letzte Pressekonferenz mit Connect Austria\",
verabschiedet sich Connect-Austria-Chef Joergen Bang-Jensen. Doch nicht für immer - am 1. Juli 2003 findet lediglich eine Namensänderung zu One GmbH statt.

\"Es gibt auch viele andere, die an dieses Business glauben\",
sieht Connect-Austria-CCO Christian Czech den WLAN-Markt in österreich.

\"Wir übertragen mit Blizznet die beiden ORF-Programme in Wien über Fiber to the home mit 10 MbpS in beide Reichtungen. Da wird Aon-TV nicht mithalten können.\"
Reinhardt Brehmer, Geschäftsführer für Netze Energie und Telekom bei Wienstrom

\"Die Breitbandförderung über die steuerliche Absetzbarkeit ist auf jeden Fall zu kurz gegriffen, es müssen jetzt vor allem Fördermodelle für den Ausbau der weißen Flecken auf der Breitbandkarte geschaffen werden.\"
Georg Serentschy, RTR-Geschäftsführer will eine Breitband-Taskforce ins Leben rufen.

\"Ich hätte mir gewünscht, dass diese Position politisch weiter oben besetzt worden wäre. Ein E-Governmentbeauftragter hätte etwas mehr mitreden können, wie die Gelder eingesetzt werden.\"
Harald Neumann, technischer Geschäftsführer des BRZ, ist über die Ernennung eines Exekutivsekretär für E-Goverment nicht sehr glücklich.

\"Wir haben keinen gefunden\",
sagt Christian Rupp, der auf der Suche nach einem Kandidaten für den E-Gov-Beauftragten unterwegs war und jetzt selbst neuer Exekutivsekretär fürs E-Government geworden ist.

\"Es wird einige PPP-Projekte geben, sonst lässt sich das nicht finanzieren.\",
BRZ-Chef Erhard Schmidt über den Ausbau des E-Governments.

\"Ich vermisse interoperable Standards im Office-Bereich, deshalb werden wir Open Source Software Arbeitsplatz-seitig noch nicht einsetzen.\"
meint der Chief Information Officer des Bundes, Reinhard Posch

\"In Deutschland wurde einiges plakativ getan, bei uns noch nicht. Der Grund ist, dass wir langfristige Resultate wollen, die keine Abhängigkeit von bestimmten Systemen oder Technologien erzeugen - ich denke da etwa an Token Ring. Dieses Argument wiegt stärker als die Lizenzkosten per se.\"
Posch über seine IT-Entscheidungsgrundsätze.

\"WLAN wird sich im öffentlichen Bereich nie durchsetzen. Die Hot Spots haben einen viel zu kleinen Coverage-Bereich, und die Praxis zeigt jetzt schon, dass die Leute zu faul sind, sich dort hin zu bewegen.\"
Berthold Thoma, CEO von Hutchison 3G Austria.

\"Wir werden das neue Nokia 6650 nicht in unser Sortiment aufnehmen, weil es für uns nicht geeignet ist. Es bietet weder Video-Telefonie, noch ist es browserfähig.\"
ebendieser

\"Obwohl keine Pflicht zur möglichen übertragung von Frequenzen besteht, gibt es in einigen EU-Ländern Ansätze dazu. Es ist deshalb sinnvoll, dass österreich im Sinne der Harmonisierung diesen Weg einschlägt. Derzeit ist aber nicht eindeutig geregelt, ob übertragung oder überlassung von Frequenznutzungsrechten zwischen Anbietern gefördert oder unterbunden werden soll.\"
Telekom-Experte und Verfasser einer Frequenzmanagementstudie Ernst-Olav Ruhle über das neue TKG.

\"Wir fangen hier ein fallendes Messer auf. Die Lizenzeinkünfte von PeopleSoft sind in den vergangenen Monaten um 40 Prozent gesunken. Nächstes Quartal könnte das Unternehmen noch weniger wert sein.\"
kommentiert Oracles Vize-Chef Charles Philip das feindliche übernahmeangebot.

\"Dieses übernahmeangebot Oracles zeugt von grauenhaftem Benehmen von einem Unternehmen mit einer langen Geschichte mit grauenhaftem Benehmen\" ,
PeopleSoft-Präsident Craig Conway

\"IBM hat sich dafür entschieden, weiterhin unsere Rechte zu verletzen\",
sprach SCO-Chef Darl McPride und reichte eine weitere Klage gegen die Unix-Lizenz von IBM ein, womit sich der Streitwert auf drei Milliarden Dollar erhöht.

\"Unsere Lizenz ist unbegrenzt und unwiderrufbar\",
gibt Mike Fay,IBM-Vice President Communications, Contra - auf Unix-Patente IBMs hinweisend.

\"Die Republik österreich agiert in einer höchst sensiblen Doppelrolle als Nutznießer der enormen Lizenzzahlungen und als Gesetzgeber, der nachträglich die Lizenzregeln ändern kann,\"
kommentiert tele.ring-Sprecher Walter Sattlberger den aktuellen Entwurf der TKG-Novelle hinsichtlich der Zulassung zu MVNO (Mobile Virtual Network Operator).

\"Wir brauchen ein bundesweit gültiges Emissionsgesetz. Ich bin aber Realist, und glaube daß es nicht kommen wird.\"
Alfred Stratil, Stv. Sektionsleiter Sektion III - Innovation und Telekommunikation, BMVIT, arbeitet mittlerweile unter dem elften Bundesminister.

\"Es kann doch nicht jeder in seinem Schrebergarten eigene Grenzwerte festlegen.\"
auch VAT-Präsident Romed Karré wünscht sich bundesweite Richtlinien für Mobilfunkeinrichtungen.

\"That´s life\",
antwortet Alfred Stratil Bernhard Wiesinger, Regulatory Affairs Hutchison Austria, auf die Frage, wieso die Rufnummernportabilität noch immer nicht umgesetzt ist. (Mit Hinweis auf die deutschen Kollegen, die mit weitaus mehr Problemen zu kämpfen hätten.)

\"Ohne Schiedsrichter geht es einfach nicht, wenn Mannschaften aufeinander treffen,\"
Romed Karré verteidigt die Rolle des Regulators.

\"Wir hatten schon alle möglichen Geschäftsmodelle in österreich - der Telekommarkt bietet so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann,\"
erinnert ebendieser an die Innovationsfreude der Provider.

\"Hier werden schon wieder äpfel mit Birnen vermischt. Nur ein Teil der Branche ist gesund.\"
TA-Festnetz-Chef Rudolf Fischer kann die Festtagsstimmung der VAT anlässlich der Studienpräsentation \"Effekte der Telekom-Liberalisierung\" nicht nachvollziehen.

\"Die Regulierung hat versagt\",
erklärt Fischer die nahezu zum Stillstand gekommenen Unbundling-Initiativen der alternativen Internetprovider.

\"Die Telekom Austria hat keine Konkurrenten und kann deshalb DSL-mäßig machen, was sie will\",
beschwert sich Kurt Einzinger, ISPA-Generalsekretär.

\"Ich muss mich entschuldigen, Rudolf Fischer fälschlicherweise als Telekom-Austria-Chef bezeichnet zu haben. Mit diesem Satz werde ich mich sicherlich im Telekom Report wiederfinden\",
hat Johann Günther, Vizepräsident der Donau-Universität Krems, auf der Tagung des Verbandes alternativer Telekom-Netzbetreiber Recht.

\"Es gibt überhaupt keine Ungerechtigkeit. Jeder Provider kann mittels Unbundling jederzeit Breitbandupgrades durchführen. Es liegt nicht an uns, wie schnell die Unternehmen Services entwickeln.\"
Telekom-Austria-Festnetz-Chef Rudolf Fischer, weist jeden Vorwurf zu marktverzerrenden Produktlaunches der TA zurück.

\"österreich hat mit dem flächendeckend terrestrischen Privatsender ATV+ sicherlich einen wesentlichen Schritt im Medienzeitalter gesetzt. Zumindest konnte nun Albanien überholt werden,\"
ätzt Helmut Thoma, Ex-RTL-Chef und Medienexperte.

\"Bisher war Bildübertragung per Internet und Mobilfunk zum Scheitern verurteilt. Nun aber kann mehr geboten werden, als Ruckelbilder in der Form einer Zigarettenschachtel,\"
schätzt ebendieser, das gegenwärtige Potential multimedialer Services ein.

\"Obwohl die Kosten für den Markt horrend sind, ist es sinnvoller, den Weg einer raschen Realisierung der Nummernportabilität einzuschlagen.\"
Boris Nemsic, CEO mobilkom Austria.

\"Administrative Erleichterung wird die Umstellung auf IPv6 sicher nicht bringen. Dazu wird das Zusammenspiel mit dem weiterhin eingesetzen IPv4 zu komplex\",
Andy Müller-Maghun, ICANN Director.

\"Wenn man heute mit CEOs spricht, erfährt man, dass IT nur selten gehalten hat, was man sich ursprünglich vorgestellt hat\",
resümiertJürgen Million, Hardware-Chef IBM österreich.

\"Neue Services innerhalb weniger Wochen realisieren - dafür muss sich ein Provider nicht mehr mit der Netzwerkstruktur auseinander setzen\",
wirbt Neil Sholay, BEA-Industry Marketing Manager für den Telekombereich für die neue Multi-Serviceplattform mit offenen Standards.

\"IBMs Unterstützung hat Linux zusätzliches Gewicht verliehen und eine Illusion von Unterstützung und Verantwortung erzeugt.\"
Microsoft-CEO Steve Ballmer

\"Dieses Ergebnis ist bemerkenswert.\"
TA-General Heinz Sundt vor 758 Aktionären während der Jahreshauptversammlung

\"Die Perfektion unserer heutigen Callcenter-Leistungen lässt sich mit dem Zustand aus 2001 nicht vergleichen.\"
derselbe

\"Heutzutage kämpfen die Kunden damit, dass die IT zu komplex und zu kostspielig ist. Eine Situation die von der gesamten Technologieindustrie verursacht wurde.\"
Paul Flessner, Senior Vice President, Microsoft Windows Server System Division kündigte aus diesen Gründen ein Investment von 1,7 Mrd Dollar für die Weiterentwicklung von Microsofts Windows Server Systeme an.

\"Es ist für uns schlicht unverständlich, dass man hier zwei Mal abkassieren will. Wir sind Mobilfunkbetreiber und keine Melkkühe.\"
Klaus Steinmaurer, Leiter der Rechtsabteilung von T-Mobile österreich zur TKG-Neuauflage, im Zuge dessen erneute Entschädigungszahlungen bei der Aufrüstung von Handymasten diskutiert werden.

\"Wir sind zufrieden mit dem Resultat, aber wir haben immer noch eine Situation, in der fast vier von zehn Software-Anwendungen ohne Erlaubnis verwendet werden\",
Beth Scott, BSA (Business Software Alliance)- Vizepräsidentin für die Region EMEA über die jüngsten Raubkopierzahlen.

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