Die Sager im Mai 2003

\"Das ist definitiv ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung, obwohl ich damit noch nicht so früh gerechnet hätte.\",
US-Breitbandanalyst Matt Davis über das Standardisierungsabkommen der drei größten amerikanischen Telekoms, um die Breitbandpenetration in der Bevölkerung zu beschleunigen und zu verbilligen.

\"Wir werden heuer noch unseren Online-Verkauf um mehrere neue Shops und Kathegorien erweitern,\"
Amazon-CEO Jeff Bezos hält Ausschau nach neuen Wachstumsmöglichkeiten, unter anderem den Musikhandel betreffend.

\"Wir müssen die Preis-Kosten-Schere schließen und das Anschlussdefizit beseitigen, auch wenn der Schwarze Peter dann bei uns liegt. 13,72 Euro monatlich sind historische Altlasten\",
Frank Domagalla, Unternehmenssprecher der Deutschen Telekom über die notwendige Grundgebührenerhöhung im Festnetz.

\"Mit dem Umstieg auf Linux sorgen wir nicht nur für größere Hersteller-Unabhängigkeit, sondern auch für mehr Wettbewerb im Software-Markt\",
Münchens Oberbürgermeister Christian Ude über die Umrüstung von 14.000 Behörden-Computer von Windows auf Linux.

\"Es ist einfach nicht genug, ein Gerät auszuliefern. Die Hersteller müssen Partnerschaften eingehen, um umfassende Lösungen anbieten zu können,\"
Alex Slawsby, IDC-Analyst über die Kooperation Palm und VLI, dessen Software-Lösung den Tungsten-PDA VoIP-fähig machen soll.

\"Von einer für öffentliche VoIP-Services notwendigen, provider-übergreifenden Datenbank sind wir noch geraume Zeit entfernt. Es ist noch völlig ungeklärt, ob heutige Rufnummernverwalter auch die künftigen IP-Adressverwalter sein werden,\"
Helmut Leopold, Produktmanager Telekom Austria.

\"Digitalisierung der Rundfunkübertragung ist kein Selbstzweck, Priorität eins hat der Mehrnutzen der Konsumenten, für mehr Angebotsvielfalt, eine interaktive Informationsgesellschaft und mobile TV-Empfangsformen,\"
Medienstaatssekretär Franz Morak zum ersten Digitalisierungsprojekt der DPA (Digitale Plattform Austria) in Graz.

\"ROI-Schätzungen im Vorfeld von IT-Projekten halte ich für unseriös. Wie kann man das sagen, ohne die Business-Struktur des Kunden zu kennen?\",
Peter Latzenhofer, Geschäftsführer von Novell österreich.

\"Nokia und Ericsson sprechen von einem \"leicht zusammenbrechenden\" Mobilfunkmarkt. Alcatel wächst hingegen,\"
Frank Engmann, Alcatel Mobile Division.

\"Wir haben auch eine Homepage.\"
Ursula Maier-Rabler, Institut für Kommunikationswissenschaften, Universität Salzburg, kreidet den ausschließlich olympischen Gedanken österreichischer Unternehmen zum Thema \"Online-Content\" an.

\"In österreich herrscht die Tendenz, Content bewahren zu wollen - statt Erfolg zu kommunizieren.\"
ebendiese, mit der passenden Erklärung dazu.

\"Jeder sucht in diesen Tagen nach Wegen, mit geringen Kosten eine Computer-Infrastruktur aufzubauen\",
Scott McNealy, CEO von Sun Microsystems.

\"Slowenien ist von einem liberalen Markt meilenweit entfernt,\"
mobilkom-Sprecherin Elisabeth Mattes hält den slowenischen Mobilfunkmarkt für monopolistisch geführt.

\"Offene Standards treiben die Herstellerunabhängigkeit von Software voran. Das ist der Trend der Zeit, den vor allem die IBM geht. Trotzdem bedeutet das natürlich auch, dass Software austauschbarer wird,\"
Georg Haschek, Software IT Architekt bei IBM österreich, über die Gratwanderung zwischen Offenheit und dem Schützen geistigen Eigentums eines kommerziell geführten Unternehmens.

\"Der Brotpreis wird nicht mehr geregelt, TV-Dienste hingegen schon. Das ist rückständig,\"
Wolfgang Bachmayer, OGM-Chef, über die immer noch von der paritätischen Lohn- und Preiskommission geregelten Gebühren für Kabel-TV.

\"TV kann als technische Schalt- und Steuerzentrale wertvolle Dienste für Bildung, soziale Betreuungshilfe, aber auch für eGovernment und eVoting fungieren\",
ebendieser

\"Das Thema Multimedia findet statt, aber nicht bei der Telekom Austria, sondern bei uns,\"
Thomas Hintze, UPC Telekabel-Chef und MMA-Vizepräsident.

\"Wir haben nur ein sehr geringes Kontingent von Geräten, die wir nicht preloaded mit Microsoft verkaufen können - sonst würden wir mehr für Lizenzen ausgeben müssen,\"
Hans Dufek, Technical Advocate Desktops bei IBM österreich.

\"An der neuerlichen E-Card-Ausschreibung sind wir sehr interessiert, bräuchten dazu allerdings einen starken Partner\",
sagt Günther Lang, Marketingmanager bei der Software AG österreich und denkt dabei etwa an IBM.

\"Videotelefonie hat im Festnetz keinen Mehrwert gebracht - mobil beinhaltet sie jedoch Erlebnisse und Emotionen.\"
Frank Engmann, UMTS-Produktmanager bei Alcatel.

\"Wir haben gelernt, dass sich der Datenmarkt nicht von allein entwickelt.\"
ebendieser wirbt für Zusammenarbeit.

\"Das Potenzial, das im Markt für Online-Musik steckt, wird erst jetzt ersichtlich\",
Zach Horowitz, COO Universal Music Group.

\"Integration kann niemals ein Produkt alleine lösen, deswegen ist es gut, sich auf einen Standard zu einigen. Hier bietet sich XML an, weil sehr viele Anwendungen XML sprechen.\"
Harald Nehring, zuständig für Anwendungsintegration bei der Software AG österreich.

\"XML und Webservices sind ein symbiotisches Gespann, beide kommen vom W3C-Konsortium. Sich bis ins Detail zu einigen, wer was wann wie macht, halte ich aber für übertrieben.\"
ebendieser über Industrie-Standards zur exakten Beschreibung von Businessprozessen wie etwa BPEL4 WS (Business Process Execution Language for Web Services).

\"Der mobilkom austria ist es als erstem Unternehmen Europas gelungen, ein UMTS-Handynetz zu bauen und den Kunden zu übergeben - mit Services, die mit den beiden Buchstaben \"3G\" abgekürzt werden.\"
mobilkom-CEO Boris Nemsic mit neuem Buchstaben.

\"Ich erwarte nicht, dass es schon 2003 wieder aufwärts geht\"
Paul Stodden, Siemens-SBS-Chef über die IT-Branche

\"Wir sind in der Spur, aber es würde mich wundern, wenn es keine Probleme gäbe wie bei jeder neuen Technologie-Einführung,\"
DT-Chef Kai-Uwe Ricke über den bevorstehenden UMTS-Start.

\"Nach dem Baubereich sollen auch alle anderen Bereiche des Einkaufsmanagement online abgewickelt werden. In schwer standardisierbaren Bereichen, insbesondere bei geistigen Dienstleistungen, wird das noch sehr lange dauern\",
Projektleiter Roland Irnberger bei der Vorstellung der E-Procurement-Plattform der öBB.

\"Wenn man die neuen mobilen Technologien zum geschäftlichen Erfolg führen will, ist eine enge Abstimmung zwischen Anbietern von Technik- und Content-Providern immens wichtig\",
Wolfram Winter, CEO von Universal Studios Networks Deutschland, freut sich über die Technik-Content-Partnerschaft von Siemens und Universal.

\"Jeder in der Musik- und Filmindustrie sieht derzeit auf Apple und sagt: Oh mein Gott\",
Warner Music Vice President Paul Vidich zur überraschung des Monats: der erfolgreiche Start des Pay-per-download-Services iTunes

\"Der Corporate-Kunde ist mehr bereit zu investieren, wenn die Applikationen da sind\",
Heikki Tarvainen, Managing Director Nokia österreich, setzt auf Umsatzsprünge durch Mobile Services.

\"Genau das müssen wir easy-to-use machen\",
prognostiziert Tarvainen künftige Benutzerschnittstellen.

\"It`s not about being No. 1 in camera phones\",
so David Watkins, Director Imaging bei Nokia, \"It`s about market leadership in digital still \" video imaging.\"

\"Wir machen diese Spielereien im Ankündigungswettbewerb um Services, die keiner kauft, nicht mit\",
meint Hubertus Hofkirchner, Geschäftsführer tele.ring, zu den UMTS-Starts mancher Mitbewerber.

\"Wir stellen eine wachsende Bedeutung von Linux für die Rechenzentren in Unternehmen fest. Die strategische Partnerschaft von Fujitsu und Red Hat wird diesen Trend noch verstärken\",
Dave Dargo, Vice President Linux Program Office bei Oracle.

\"Dieser Entscheidung liegt eine faire Abwägung zwischen dem Infrastrukturwettbewerb auf den 3G-Märkten und dem unmittelbaren Verbrauchervorteil zugrunde. Gleichzeitig ist sie eine Anleitung für die Mobilfunkbetreiber über das Ausmaß ihrer möglichen Zusammenarbeit in diesem kritischen Zeitpunkt des Ausbaus der 3G-Dienste in Europa\",
EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti zur nun genehmigten 3G-Kooperation von T-Mobile und mmO2 in Großbritannien.

\"Während der gesamte Business-Telefonmarkt schrumpft, steigt der Anteil an Migrationen zu LAN-Telefonie. Während wenige Firmen ihre einwandfreien PBX-Anlagen gegen IP-Systeme austauschen, setzt eine größer werdende Zahl bei Neuanschaffungen auf IP\",
so Marktforscher Brian Strachman von In-Stat/MDR.

\"Wegen ihrer speziellen Qualitäten wollen wir nicht unsere regulären Vertriebskanäle benutzen, sondern das Internet - in einer Experimentalphase.\",
sagt DoCoMo-Sprecher Nobuyuki Hatanaka über die neue Mobile Phone Watch, die ab nächster Woche via Web vertrieben wird.

\"Wir wollen als erste Gemeinde österreichs für unsereBürger die One-Stop-Shop-Lösung von der Gewerbeanmeldung über die Förderanträge bis zur Steuererklärung implementieren\",
Martin Schuster, Bürgermeister von Perchtoldsdorf, will künftig sämtliche Anträge elektronisch abwickeln.

\"Der Finanzminister will anscheinend den Vorständen von Post, Telekom und Postbus beim Personalabbau \"helfen\", indem er die Mitsprache der Personalvertretung bei verschlechternden Versetzungen von Beschäftigten beschneidet,\"
so die Sprecher der Unabhängigen Gewerkschaft der Telekom Elisabeth Fels und Gerhard Urban über die geplante änderung des Post-Struktur-Gesetzes (PTSG).

\"Die Breitband-Veranstaltungen der Telekom Austria sind nichts anderes als Tupperware-Parties.\"
T-Online-Geschäftsführerin Alexandra Reich.

Schlimm wäre tatsächlich ein Stichtag, mit dem die Breitband-Absetzbarkeit in Kraft tritt. Dann können wir bis dahin zusperren.\"
ebendiese über den durchaus begrüßenswerten Plan des Finanzministers, Breitbandkosten als Sonderausgeben geltend zu machen.

Wäre die Telekom Austria mit den Alternativen wesentlich entspannter, könnte insgesamt mehr erreicht werden. Bei vielen Aktionen tun sie sich mehr weh, als sie wirklich wollen\"
Reich wirbt für ein Miteinander.

back to top