Pensionsillusion bröckelt

Pensionsillusion bröckelt

Zum dritten Mal untersuchte die Plattform Seniors4success, unterstützt von Telemark Marketing, die Einstellung der Österreicherinnen und Österreicher zur Pension.

Im Vergleich zu 2014 und 2017 zeigt sich diesmal aber eine überraschende Wendung. So ist die Vorfreude auf den „ewigen Urlaub“ gesunken. Zwei Drittel der Beschäftigten (2017: 49 %) wollen in der Pension ehrenamtlich oder bezahlt weiterarbeiten. Nur 9 % sagen „Ich will nicht mehr arbeiten“, bei der letzten Erhebung waren es noch 25 %. Mehr als 80 % der Erwerbstätigen ab 45 machen sich bereits Gedanken, wie sie ihr Leben in der Pension gestalten können. Ausschlaggebend sei der Wunsch nach Wertschätzung und sinnvoller Betätigung, weniger ein finanzieller Zuverdienst, so Leopold Stieger, Betreiber der Plattform Seniors4success. Dennoch forderten die StudienteilnehmerInnen mehrheitlich verstärkte Maßnahmen gegen Altersarmut bei Frauen und eine spürbare Erhöhung der Mindestpensionen.

Ganz freiwillig verlief der Schritt in den Ruhestand nicht immer: Doppelt so viele Befragte (14,9 %) als 2017 gaben an von ihren Arbeitgebern mit mehr oder weniger Druck „in die Pension gedrängt“ worden zu sein. Das ideale Pensionsantrittsalter liegt aus Sicht der Frauen bei 60 Jahren, aus Sicht der Männer bei 63 Jahren. Diese Einschätzung liegt etwas über dem tatsächlichen Antrittsalter. Knapp die Hälfte befürwortet dennoch die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters, 25 % lehnen sie ab und 26 % haben keine Meinung dazu.

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