Die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme

Foto: Triumvirat: die Vorstände der Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme Ewald Rauter (l.) und Wolfgang Folie (M.) mit Sprecher Clemens Hecht. Foto: Triumvirat: die Vorstände der Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme Ewald Rauter (l.) und Wolfgang Folie (M.) mit Sprecher Clemens Hecht.

Die ARGE Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme ist die freiwillige Interessensvertretung der Hersteller von Wärmedämmverbundsystemen. Ihre Aufgaben reichen von der Imagebildung über die Aus- und Weiterbildung bis zur aktiven Mitarbeit bei allen relevanten Regelwerken zum WDVS.

Im Jahr 1983 schlossen sich die führenden Anbieter von Wärmedämmverbundsystemen erstmals zur Qualitätsgruppe Vollwärmeschutz zusammen, um den ökologischen und ökonomischen Einsatz von Wärmedämmverbundsystemen zu fördern. 1995 in ARGE QG Wärmedämmsystme umbenannt, war der Name von Anfang an Programm. »Ziel war und ist es auch heute noch, entsprechend der Namensgebung die Qualität des Wärmedämmverbundsystems zu heben«, erklärt Wolfgang Folie, Vorsta

nd der Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme. Das betrifft sowohl die Produkt- als auch die Verarbeitungsqualität. Die Mitglieder haben sich schon bei der Verbandsgründung nicht nur dazu verpflichtet, ausschließlich Erzeugnisse zu vertreiben, die nach den damals geltenden Regulativen die Zulassungsbestimmungen für das Gesamtsystem erfüllten, sondern auch die Qualität der Verarbeitung zu erhöhen. »Zu dieser Zeit war das Netz der normativen Anforderungen grobmaschiger als heute. Die relevante WDVS-Norm war eine Produkt-, Produktprüf-, Ausführungs- und Werkvertra

gsnorm in einem – und das auf gerade einmal acht Seiten«, erzählt Vorstand Ewald Rauter. Der Verband sah und sieht es deshalb als seine vordringliche Aufgabe, qualitätsbestimmende Verarbeitungsrichtlinien einschließlich der Lösung von anspruchsvollen WDVS-Details zu erarbeiten und zu kommunizieren sowie einschlägige Ausbildungsmaßnahmen wie jene zum zertifizierten Fachverarbeiter ins Leben zu rufen. »Denn Wärmedämmverbundsysteme sind nur so gut wie die Qualität ihrer Verarbeitung«, erklärt Clemens Hecht, Sprecher der Qualitätsgruppe.

Fokus Imagebildung

Ein weiteres, durchaus hochgestecktes Ziel der Qualitätsgruppe war von Anfang an, die ökologische und ökonomische Bedeutung des Wärmedämmverbundsystems in transparenter Weise zu kommunizieren und voranzutreiben. »Es geht um eine Imagebildung rund um die Themen Behaglichkeit und sommerlicher Wärmeschutz«, erklärt Rauter. Denn schließlich sprechen die Behaglichkeit und der Wohnkomfort sowie der

Schutz gegenüber sommerlicher Überwärmung bei ständig steigenden Temperaturen für den Einsatz von Wärmedämmverbundsystemen im Neubau und in der Sanierung. Was speziell in der Sanierung möglich ist, zeigt die Qualitätsgruppe mit dem ETHOUSE Award. Dabei werden Sanierungsprojekte vor den Vorhang geholt, die durch den Einsatz von WDVS einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauches, der Behaglichkeit und Erhöhung des Wohnkomforts darstellen.   Und schließlich arbeitet die Qualitätsgruppe neben dem fachlichen Austausch in nationalen und internationalen Gremien aktiv bei allen relevanten Regelwerken rund um das Thema WDVS mit, darunter auch bei der neuen ÖNORM B 6400 Teil 1–3, die am 1. September 2017 erschienen ist. Zudem wird im Frühjahr 2018 die bereits etablierte Verarbeitungsrichtlinie für Wärmedämmverbundsysteme neu aufgelegt.

Fit für die Zukunft

Zu den aktuell größten Herausforderungen für die Qualitätsgruppe zählt laut Folie »die Schaffung von Kooperationen und Netzwerken, die die positiven Botschaften des WDVS weitertragen und kommunizieren« sowie die Aus- und Weiterbildung. »Dies betrifft alle mit dem Thema verbundenen Personen, von den Systemherstellern über die Planer bis zu den Verarbeitern.« Dabei gehe es aber nicht nur um das Wärmedämmverbundsystem, sondern auch um die Frage, warum wir dämmen. »Dämmen ist ein wesentlicher Teil des Klimaschutzes – um zukünftigen Generationen einen intakten Planeten zu überlassen«, so Folie und Rauter unisono.


Die Leistungen der Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme (Auszug)

  •  firmenneutrale Verzahnung von Technik, PR, Vertrieb und Marketing
  • Analyse, Festigung und Erweiterung des Marktes
  • einheitliche Interessenvertretung: ein Ansprechpartner und Koordinator bei einem komplexen Thema
  • Einführung, Umsetzung und Aufrechterhaltung der Qualitätsphilosophie
  • Unterstützung bei der Forschung zur Lösung unternehmensübergreifender Fragestellungen
  • Förderung der Anwendungssicherheit
  • Imagebildung u.a. bei den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Brandschutz,Recycling
  • Unterstützung bei der Vorbereitung künftiger Fragestellungen

Who's Who: Mitglieder

Baumit: 1988 wurde mit der Kooperation zweier österreichischer Familienunternehmen – der Wopfinger Baustoffindustrie und der Wietersdorfer Gruppe – die Gründung der Marke Baumit besiegelt. Mittlerweile ist Baumit eine der erfolgreichsten Baustoffmarken Europas und auch in China vertreten. Seit 2017 ist Baumit nach der Übernahme der Wietersdorfer Baustoffsparte im alleinigen Eigentum der Wopfinger Gruppe.

Capatect: Die zur Firmengruppe Synthesa gehörende Capatect entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige bauchemische Beschichtungen und Materialien für die Fassaden- und Dämmtechnik. Capatect produziert seine Produkte in Österreich, vorrangig in Perg, wo auch die Firmenzentrale liegt. 2015 wurde zudem die zur Firmengruppe gehörende NAPORO Hanffaser-Dämmplattenproduktion in Haugsdorf, Niederösterreich eröffnet.

Sto: Die Sto Ges.m. b.H. ist eine Tochterfirma der Sto SE, einem der weltweit führenden Anbieter im Bereich Fassadendämmung. Mit rund 270 Beschäftigten in Österreich betreut das Unternehmen neben dem heimischen Markt auch die Märkte Südosteuropas. Die Angebotspalette reicht von Fassadendämmsystemen, Putzen, Farben, Lacken und Lasuren über dekorative Innenbeschichtungen bis zu Decoprofilen und Architekturelementen.

Röfix: Die Röfix AG ist ein international ausgerichtetes Unternehmen mit Hauptsitz in Vorarlberg. 1888 gegründet, ist die Röfix AG mittlerweile als Komplettsortimentanbieter für Verarbeiter, Architekten, Planer, Baustoffhändler und Endkunden in der Baubranche präsent. Das Angebot umfasst klassische Putzsysteme, innovative Dämmlösungen und moderne Anstriche für den energieeffizienten Neubau und die Sanierung.

Zusatzmitglieder:
Unternehmen, die wichtige Systembestandteile für einen funktionierenden Vollwärmeschutz herstellen
- APU AG
- Ejot Baubefestigung
- Dosteba GmbH
- Fischer Austria Befestigungssysteme
- Hanno Dicht- und Dämmsysteme
- Hilti Austria Ges.m.b.H.
- H&V Herstellung und Vertrieb
    innovativer Bauelemente GmbH
- ITW Construction Products CZ s.r.o.
- K-Uni Kunststoffproduktions-
    u. Handels- GmbH
- Knauf Insulation GmbH
- KP-TEC Profiltechnik GmbH OFI
- OFI
- Ranit Austria GmbH
- tremco illbruck GmbH  

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