Momente der Erleuchtung

Wer Angst hat, etwas anzufangen, oder zögert, etwas zu beginnen, wird Großes nicht rechtzeitig vollenden. Wer Angst hat, etwas anzufangen, oder zögert, etwas zu beginnen, wird Großes nicht rechtzeitig vollenden.

Von Johann Risak

In der März-Ausgabe 2014 des Alumni Bulletins der Harvard Business School wurden Berichte von Absolventen über Heureka-Erlebnisse während ihrer Studentenzeit vorgestellt. Die Titel dieser Berichte fassen deren Inhalt kurz und bündig zusammen und sind so griffig, dass sie als Anker für die Entwicklung der eigenen Person oder von Organisationen begriffen und als Entwicklungsaufträge verwendet und umgesetzt werden können. Diese Kolumne geht gedanklich auf einige dieser Titel ein und macht einen Vorschlag zur Selbstreflexion im Urlaub und Beruf.

Just do it

Wer sich nicht traut, etwas anzufangen, oder zu lange zögert, etwas zu beginnen, der wird kaum etwas Großes rechtzeitig vollenden. Dahinter steckt auch der Satz »Ein Weg entsteht, indem man ihn geht«. »Just do it« ist einzuüben und zum integralen Teil der Persönlichkeit zu entwickeln. An den Qualitäten der »Just do it«-Kompetenz sollt ihr die wahren Umsetzer erkennen und die Attraktivität einer Zusammenarbeit mit diesen einschätzen.

Find your place

… der den eigenen Eignungen, Fähigkeiten und Zielen entspricht. Um dies bewusst tun zu können, ist deren Kenntnis erforderlich. Diese reicht jedoch nicht aus, sondern es ist auch ein fundiertes Wissen über das Umfeld erforderlich, in welchem die eigenen Eignungen und Fähigkeiten eingesetzt und die eigenen Ziele realisiert werden können. Es geht hier um das systematische Finden einer Passung zwischen dem internen Angebot an Eignungen und Fähigkeiten, den angestrebten Zielen und den Möglichkeiten des Umfelds. Jeder ist seines Glückes Schmied! »Just do it«!

Be prepared

Sei vorbereitet, wenn das Glück vorbeikommt, und fange dieses rasch ein, denn das Fenster zum Ergreifen des Glücks ist nur kurz und selten offen. Ja, da stellt sich die Frage, worauf ich mich vorbereiten soll. Allgemein geantwortet geht es dabei um (1) die Vorbereitung auf das Auffangen des Glücks, wenn es kommt und (2) das Einüben auf das Nutzen der Möglichkeiten, die aus dem Glück entstehen können. Wer da schon seinen Platz gefunden hat und das »Just Do it« beherrscht, der tut sich leichter als jene, denen es an Selbstbewusstsein und an der Positionierung und Einübung als Fänger und rascher Nutzer von Möglichkeiten fehlt.

Exceed expectations

Die Erwartungen zu übertreffen, schafft Wettbewerbsvorteile, die nur schwer bzw. längerfristig von anderen aufzuholen sind. Das Übertreffen der Erwartungen schafft aus der Überlegenheit entstehende Gestaltungsfreiräume und zieht Ressourcen an. Die Person oder die Organisation, die die Erwartungen mittel- bis längerfristig übertreffen kann, ist für die Stakeholder (z.B. aktuelle und potenzielle Kunden, Lieferanten, Management, Mitarbeiter, Investoren) hoch attraktiv. Das wollen wir doch sein!

Die Urlaubszeit Juli-August steht bevor und sie könnte eine Zeit der Selbstreflexion und Selbsterneuerung sein. Dafür bietet sich als Rahmen die Beantwortung von vier Fragen an:
> Wie gut bin ich beim »Just do it«?
> Wie zufrieden bin ich mit der Position, in der ich mich derzeit befinde?
> Wie gut bin ich vorbereitet auf das Kommende?
> Wie stark übertreffe ich die Erwartungen anderer?

Die Antworten ergeben ein Bild, wie Sie sich selbst sehen. Dieses können Sie für sich behalten oder mit anderen diskutieren. Die vier Fragen könnten Ihnen auch bei der Vorbereitung der Mitarbeitergespräche oder dem Ausarbeiten von Entwicklungsmaßnahmen im kommenden Herbst helfen.

Last modified onFreitag, 04 März 2016 12:05
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