Nicht Zukunftsvision, sondern Wirklichkeit

Foto: NextiraOne Austria GmbH/ Ian Ehm Foto: NextiraOne Austria GmbH/ Ian Ehm

Margarete Schramböck, CEO NextiraOne Austria, in einem Gastkommentar zum Thema mobiles Arbeiten.

In öffentlichen Verkehrsmitteln E-Mails bearbeiten, Berichte im Cafe erstellen oder in der Wartehalle des Flughafens eine Powerpoint-Präsentation via Desktop Sharing mit KollegInnen zeitgleich bearbeiten. Was vor einigen Jahren noch undenkbar war, ist mit neuen Technologien wie Smartphones und Tablets zu einem fixen Bestandteil unseres Alltages geworden: das mobile Arbeiten ist längst keine entfernte Zukunftsvision mehr, sondern bereits Realität.

MitarbeiterInnen sind heute nicht mehr an ihren fixen Arbeitsplatz gebunden, sondern arbeiten verstärkt mobil. Durch die Einbindung von mobilen Endgeräten ist es in Unternehmen heute möglich, jederzeit und an jedem Ort zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten. Vor diesem Hintergrund hat sich ein völlig neues Verständnis und Konzept des Arbeitens entwickelt.

Der Siegeszug der mobilen Endgeräte lässt sich auch mit Zahlen belegen: allein in den vergangenen 18 Monaten wurden doppelt so viele Tablets verkauft wie PCs. Momentan werden weit über sechs Milliarden mobile Devices genutzt, die zum Großteil in das Internet integriert sind. Dieser Trend wird auch künftig weiter vorangetrieben, das bestätigen auch Analysten: diese prognostizieren für 2013 ein Wachstum der IT-Ausgaben von 5,7 %. Allein im Bereich der mobilen Endgeräte werden die Umsätze um 20 % steigen. Vor allem der Einsatz von (Mini-) Tablets wird laut Prognosen stark zunehmen: diese werden bereits heuer 60 % aller verkauften Devices stellen.

Vorteile für MitarbeiterInnen und Unternehmen
Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr ArbeiternehmerInnen das Recht fordern im Sinne von Bring Your Own Device (BYOD), ihre privaten Endgeräte auch im Unternehmen einsetzen zu dürfen.

Von dieser Entwicklung können sowohl MitarbeiterInnen als auch Unternehmen profitieren: den MitarbeiterInnen bringt der richtige Einsatz mobiler Endgeräte mehr Freiheit und Flexibilität und macht es ihnen leichter möglich, ihren individuellen Arbeitsstil zu leben. Unternehmen hingegen sind durch die stärkere Einbindung von mobilen Endgeräten in der Lage, ihre Produktivität zu steigern und ihre ArbeitnehmerInnen stärker zu motivieren. Darüber hinaus gewinnen Unternehmen, die die Nutzung von privaten Endgeräten ermöglichen, auch an zusätzlicher Attraktivität im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte. Wer die Vorteile des mobilen Arbeitens nutzen will, sollte jedoch auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen.

Mehr Sicherheit für mobiles Arbeiten
Viele Unternehmen schöpfen das enorme Potential des mobilen Arbeitens aufgrund von Sicherheitsbedenken noch nicht aus. Diese lassen sich jedoch mit den richtigen Security Lösungen beseitigen. Generell können mobile Devices entweder über Authentifizierung oder über Desktop Virtualisierung sicher und effizient in die vorhandene Unternehmensinfrastruktur eingebunden werden.

Das Konzept des mobilen Arbeitsplatzes beinhaltet nicht nur die reinen User Devices, sondern primär auch die Netzwerkinfrastruktur und das darunterliegende Rechenzentrum. Nur ein ganzheitlicher Lösungsansatz vom Device bis ins Rechenzentrum garantiert die geforderte Flexibilität, bei gleichzeitiger maximaler Datensicherheit.

Wichtiger Baustein
Neben mobilen Endgeräten sind vor allem Unified Communications und Collaboration (UCC) Lösungen wie Video Conferencing oder Instant Messaging aus vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Deren Vorteile zeigen sich gerade bei virtuellen Meetings: durch die Kommunikation in Echtzeit ist es MitarbeiterInnen ohne großen Aufwand möglich, sich mit mehreren KonferenzteilnehmerInnen, über Zeit- und Ortsgrenzen hinweg, in Verbindung zu setzen, Dokumente auszutauschen bzw. zeitgleich zu bearbeiten.

Selbstbeherrschung gefragt
Das mobile Arbeiten bringt die Gefahr mit sich, dass die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem sich immer mehr verschieben. Daher ist auch ein gewisses  Maß an Selbstorganisation bzw. Selbstbeherrschung gefragt. Wir müssen erkennen, dass es nicht notwendig ist, auch in der Freizeit ständig für das Unternehmen erreichbar zu sein. Es ist besonders wichtig, sich auch Erholungsphasen vom Arbeitsleben zu gönnen. Das beugt Stress vor, erhält die Freude an der Arbeit und mindert die Gefahr eines Burnouts.

Nächste Schritte
Aufgrund der rasant fortschreitenden technischen Entwicklungen einerseits und der zunehmenden Vernetzung andererseits, werden à la longue alle Devices Teil einer vernetzten Welt. Dies ist möglich, da die noch vor kurzem vorherrschende Limitierung von Bandbreiten nicht mehr besteht und andererseits die Rechenleistung von Computerchips stetig steigt. Es wird somit möglich sein, an jedem Ort mit jedem Device Informationen vom Internet abzurufen. Ebenso ermöglicht es diese Entwicklung, Gegenstände und Maschinen ins Netzwerk einzubinden und somit sprechend zu machen.

Kurz, es bleibt spannend!

Last modified onFreitag, 22 November 2013 13:28
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