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Was war neu - vor 20 Jahren?

Was war neu - vor 20 Jahren? Foto: Thinkstock

Ein kleiner Rückblick auf die Gadgets und Trends, die uns 1996 begeistert haben. Nur so viel sei gesagt: Die Handys waren nicht mehr ganz so groß wie Ziegelsteine, Digitalkameras waren ganz neu, das iPad gab’s schon mal in anderer Form und wir bewegten uns vorwärts mit acht Rollen an den Füßen.

Rollerblade: Von acht Rollen zu zwei Rädern
Mit jeweils vier Rollen an den Füßen durch die Stadt – das Inline-Skaten war DIE Fortbewegungs- und Sportart der 1990er. Die Firma Rollerblade verhalf den Skates zum Durchbruch. Zuvor hatten die rollenden Schuhe einzig zum Training von Eishockey-Spielern in den Sommermonaten hergehalten. Ab Mitte der 90er skateten Groß und Klein, Jung und Alt, Dick und Dünn. Und das – entsprechend dem in dieser Zeit üblichen Style – in grell-bunt-quietschigen Farben. Heute ist man wieder mehr mit dem Rad unterwegs. Vor allem in der Generation der Bobos und Hipster gilt: Ohne Drahtesel geht gar nichts. Denn das Fahrrad ist nicht nur ein flottes Fortbewegungsmittel und macht gesund, sondern ist auch umweltfreundlich. Noch dazu ist es einfach hip.

Kodak: Vom Analog zu Digital und zurück
Eine Digicam mit 0,2 Megapixel und 1 Megabyte internem Speicher? Klingt lächerlich, war vor 20 Jahren allerdings ultramodern. Im Jahr 1996 brachte Kodak mit der DC 20 die erste ultrakompakte Digitalkamera mit einem halbwegs erschwinglichen Preis auf den Markt. Zum ersten Mal gab es eine Kamera für die breite Masse mit der man Fotos auch selbst am PC bearbeiten konnte. Mittlerweile ist in jedem Handy – sei es noch so »unsmart« – eine bessere Kamera verbaut. Während Speicherplatz heutzutage kein Hindernis mehr darstellt und  gestochen scharfe Fotografie schon mit jedem Smartphone geht, gibt es jetzt, 20 Jahre später, einen Trend der Rückbesinnung: Analog ist hip! Das zeigt schon der Erfolg der Kameras von Lomography, die analoge Fotos im Retro-Schick fabrizieren. Der Rettung der Sofortbildfotografie hat sich die Firma Impossible Projects verschrieben. Daher gibt es jetzt eine Polaroid-Kamera, die via iOS-App und per Bluetooth mit Smartphone verbunden werden kann. So kann man sich bei Belichtung und Fotobearbeitung am Smartphone austoben, hat den Schnappschuss aber trotzdem analog.

Siemens Power S4 – Samsung S7: Je kleiner desto feiner – oder zählt die Größe doch?
Die Handys der 1990er-Jahre glichen Ziegelsteinen und ihre Funktion war auf die Telefonie beschränkt. Etwas später kam dann auch die SMS-Kommunikation dazu.  Zu Recht bewirbt da Siemens 1996 das Power S4 als »mobiles Leichtgewicht mit Power«. Nur 17,6 Zentimeter hoch und 236 Gramm schwer, brachte dieses Handy es auf eine Standby-Zeit von 50 Stunden. Zum Ende der 90er hin wurden die Handymodelle immer kleiner und es gab immer mehr Funktionen. Zunächst Snake und Klingeltöne zum Wechseln, dann wurden die Geräte immer smarter und gingen online. In Farben, Formen und Styling gab es für die Handy-Hersteller keine Grenzen. Im Gegensatz dazu geht der Trend bei Handys und Smartphones heute wieder zu ganz simplem Design und schlichten Farben. Auch die Größe scheint wieder zu zählen. So ist das aktuellste Samsung Smartphone Galaxy S7 mit 14,2 Zentimetern Höhe von den alten Idealmaßen gar nicht so weit entfernt. Allerdings gibt es ein großes Touch-Display und im Inneren stecken auch viel smartere Funktionen.

Apple Newton Message Pad & iPad
Wer dachte, dass es Tablets erst seit wenigen Jahren gibt, irrt sich. Der Urahn des Apple iPads erblickte bereits vor mehr 20 Jahren das Licht der Welt. Das Newton MessengerPad, damals noch von der Firma Macintosh, konnte schon so einiges. Mit dem Eingabestift Stylus wurden auf das schwarz-weiße berührungsempfindliche LC-Display Notizen gekritzelt, die per Handschrifterkennung im Gerät gespeichert wurden. Doch die Gerätekategorie des PDA (»Personal Digital Assistant«)  schien keiner zu brauchen, aufgrund des Misserfolgs brach Apple den Verkauf des Newton noch vor dem Millennium ab. Heute scheint die Zeit reif genug zu sein. Das Tablet ist – natürlich mit ausgereifter Technologie und smarten Funktionen – ein Verkaufserfolg. Das aktuellste iPad, das Pro, kommt da schon eher wie ein vollwertiger Computer daher.

Nintendo 64 & Playstation & The Legend of Zelda: Kampf der Konsolen & legendäres Jubiläum
1996 war auch ein Jahr, das auf dem Videospielmarkt seine Spuren hinterlassen hat. Nintendo brachte seine N64 auf den Markt und wollte damit der schon länger erhältlichen Playstation 1 Konkurrenz machen. Das gelang nur in Ansätzen, war aber bereits ein Vorgeschmack auf den späteren »Konsolenkrieg« zwischen Sonys Playstation und Microsofts Xbox. Immer spannendere  Spiele, immer besseres Gameplay und immer innovativere Technologie hieß es von da an. Die Gaming-Fans, die nun regelmäßig mit verbesserten Konsolen und exklusiven Spielen rechnen konnten, hat’s natürlich gefreut. 20 Jahre Innovationen später gibt’s die Playstation bald mit Virtual Reality-Brille und der Nintendo-Konsole Wii U mit bewegungssensitivem Controller mit Touchscreen, der auch als eigenes Gamepad verwendet werden kann, soll bald die neue Generation, die Nintendo NX, nachfolgen. Auch eines der beliebtesten Spiele aller Zeiten feiert heuer Jubiläum: Die Spielereihe »The Legend of Zelda« für Nintendo gibt es bereits seit 30 Jahren. Der Protagonist Link ist im aktuellen »Breath of the Wild« mittlerweile keine  verpixelter kleiner Junge mehr, sondern ein hübscher Spiele-Held, der sich frei durch atemberaubende Landschaften bewegt, gegen fantastische Kreaturen kämpft und geheimnisumwobene Aufgaben lösen muss.

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