Kopf des Monats: Profi für Restrukturierungen

Kopf des Monats: Profi für Restrukturierungen Foto: Austrian Anadi Bank AG

Christoph Raninger verlässt die Austrian Anadi Bank und übernimmt zum Jahreswechsel den Vorstandsvorsitz der Wiener Privatbank. Der erfahrene Bankmanager soll die Positionierung im Immobilienbereich ausbauen.

Am 15. Oktober erklärte Christoph Raninger, mit Jahresende »aus persönlichen Gründen« aus dem Vorstand der Austrian Anadi Bank auszuscheiden. Vor kurzem wurde bekannt, wohin es ihn nach viereinhalb Jahren zieht: Er wird künftig der Wiener Privatbank auf die Sprünge helfen; deren bisheriger Vorstandsvorsitzender Helmut Hardt tritt in den Ruhestand.

Als Jugendlicher befand sich Christoph Raninger noch auf dem Weg zum Tennisprofi. Trotz vielversprechender Erfolge – dreimaliger Staatsmeister, Sieg beim Jugend-Grand-Prix – entschied er sich nach Abschluss seines Sport- und Wirtschaftsstudiums mit 26 für die Bankenlaufbahn. Er durchlief in der Bank Austria die Bereiche Risikomanagement, Corporates, Markets und Investment Banking und war schließlich im Vorstand der UniCredit CAIB AG tätig. 2010 wechselte Raninger in den Vorstand der Bawag P.S.K. und wurde von dort in den Vorstand der Volksbanken AG berufen, wo er im Zuge der Teilverstaatlichung die Restrukturierung mitgestaltete.

Ab 2015 verantwortete Raninger als Vorstandsvorsitzender der Austrian Anadi Bank deren Neuausrichtung. Die indische Investorenfamilie Kanoria hatte die Bank von der ehemaligen Hypo Alpe Adria übernommen. Raninger bewies als passionierter Marathonläufer und Schwimmer langen Atem und formte das Institut zu einer mobilen Hybridbank mit zeitgemäßer Ausrichtung. Eine Bank müsse so einfach zu bedienen sein wie ein Kaffeeautomat, erklärte der 47-Jährige erst kürzlich in einem Kurier-Interview. Modernisierungsbedarf gibt es auch in der Wiener Privatbank, die nach der gescheiterten Mehrheitsübernahme durch die slowakische Arca-Gruppe neu durchstarten und ihre Marktposition im Immobilienbereich ausbauen will.

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