Kurzbericht, Video und Fotos: „Machine Learning fürs Business“

Diskutierten, wie das Thema Machine Learning in Unternehmen auf den Boden gebracht werden kann: Bernd Bugelnig, Capgemnini, Clemens Wasner, AI Austria, Harald Piringer, VRVis, und Martin Szelgrad, Report Verlag. Diskutierten, wie das Thema Machine Learning in Unternehmen auf den Boden gebracht werden kann: Bernd Bugelnig, Capgemnini, Clemens Wasner, AI Austria, Harald Piringer, VRVis, und Martin Szelgrad, Report Verlag. Fotos: Sela Krobath

Der Hype um künstliche Intelligenz ist groß – wo stehen wir mit diesen Technologien heute wirklich? Auf den Boden gebracht: Wo und in welcher Weise wird Machine Learning bereits in der Praxis angewendet?

     

Zu Erkenntnissen, Einsichten und Praxistipps für alle, die sich mit der Anwendung von Machine Learning in ihrem Geschäft beschäftigen wollen, sprachen am 7. März 2019 bei Henkel in Wien Harald Piringer, Leiter der Visual Analytics-Forschungsgruppe VRVis, Bernd Bugelnig, Capgemini Österreich, und Clemens Wasner, AI Austria. Michael Sgiarovello, Corporate Communications Henkel, begrüßte die Gäste. Partner des Gesprächs waren VRVis, Capgemini und bmvit.


Foto: Bernd Bugelnig ist CEO von Capgemini Österreich

Bernd Bugelnig, Capgemini: „Machine Learning wächst aus den Kinderschuhen heraus und fasst bereits Fuß in der Praxis. 70 Prozent der in einer Studie von Capgemini befragten Unternehmen beschäftigen sich damit. Jedes zweite Unternehmen hat Machine Learning und KI aber noch im Experimentierstadium. 19 Prozent setzen Lösungen dazu tatsächlich operativ und im größeren Stil ein.“ Für Bugelnig sind der wesentliche Erfolgsfaktor für Machine Learning die Daten, auf denen die Projekte basieren. „Ohne einer entsprechenden Datenvielfalt und Menge an Daten können Systeme nicht lernen.“ Eingesetzt werde Machine Learning in unterschiedlichsten Unternehmensbereichen – von außenwirksamen Geschäftsprozessen in Vertrieb und Marketing über Produktionsprozesse bis zu internen Themen wie Rechnungswesen und Controlling. „Wir helfen Unternehmen, Machine Learning zu einem Erfolg zu bringen.“



Foto: Harald Piringer ist Leiter der Visual Analytics-Forschungsgruppe beim VRVis

Harald Piringer, VRVis: „Zu Beginn eines Machine-Learning-Projekts sollte zunächst stets ein Business Value identifiziert werden. Ebenso wichtig ist es, eine realistische Sicht auf den Machine-Learning-Prozess zu bekommen. Projekte brauchen Zeit, denn Machine Learning funktioniert nicht 'out of the box'. Fachexperten kennen ihre Prozesse, haben meist aber wenig Zugang zu komplexer Analytik. Data Scientists wiederum beherrschen Algorithmen, benötigen aber bis zu 80 Prozent ihrer Zeit zum Kennenlernen und Aufbereiten der Daten zu konkreten Projekten. Das ist vielen nicht bewusst. Ziel unserer Arbeit ist es, mit dem Schließen der Kluft zwischen Fachwissen und Analytik Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu Digitalisierungschampions zu machen, damit diese Unternehmensdaten umfassend und gezielt nutzen können.“



Foto: Clemens Wasner ist Gründer von AI Austria – Austrian Society for Artificial Intelligence und CEO enliteAI

Clemens Wasner, AI Austria: „KI ist kein reines Nerd-Thema in Richtung eckiger Brillen und Flanellhemden. Es betrifft die gesamte Gesellschaft ­– sowohl die BürgerInnen als gewissermaßen Betroffene von KI, als auch Wirtschaft und Forschung. Die große Hoffnung, die man in Machine Learning und KI setzt, ist die Steigerung der Produktivität und des Wachstums der Wirtschaft in den entwickelten Industrieländern – ähnlich wie man es zu Beginn des Internets hatte. Das Heilsversprechen der künstlichen Intelligenz im Geschäftsumfeld: zwei bis drei Prozent Wirtschaftswachstum.
Ich habe über zehn Jahre in Asien gelebt – in einer Zeit, in der der Hype um Machine Learning und KI begonnen hatte. Mir hat imponiert, dass in Asien von Anfang an die wirtschaftliche Perspektive zentral im Fokus war. Wir wollen mit dem Verein AI Austria nun Machine Learning offen diskutieren und mit lokalen Organisationen hinaus in den Bundesländern präsenter machen.“

Der vollständige Nachbericht mit Praxisbeispielen erscheint in der März-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "Report Plus".

Fotos (Sela Krobath): https://bit.ly/2VQ67bn

Video (Bernhard Schojer): https://youtu.be/4zry5z1WVac

Last modified onMontag, 11 März 2019 13:28

Media

Video: Bernhard Schojer/Report Verlag
back to top