Innovatives Österreich

Innovatives Österreich

Neue Lernkonzepte, vernetzte Arbeiter, Intelligenz bei Datenanalysen, geniale Services und Plattformen: Was sich derzeit in Sachen Innovation und Kundenservice in der Wirtschaft und Verwaltung tut. Die Frontrunner heimischer Geschäftstüchtigkeit!

FH Campus Wien: Mobiles Lernen in der Softwareentwicklung

Bild: Forscherin Sigrid Schefer Wenzl und Studiengangsleiter Igor Miladinovic konzipieren an der FH Campus Wien neuartige, mobile Kurskonzepte. 

Wo sind junge Menschen am besten zu erreichen? Am Smartphone natürlich. Die mobile Vernetzung krempelt unsere Gesellschaft um, allein im Bildungssektor haben Mobil-Medien noch nicht Einzug gehalten. Meist wird noch wie vor der Zeit des Internets gelehrt – nicht so in der FH Campus Wien. Zweimal – in den Sommersemestern 2017 und 2018 – wurde der Kurs »Mobile App Development« bereits in einem »Blended-Learning«-Konzept auch mit mobilen Lerneinheiten umgesetzt. Dabei fungieren Smartphones und Tablets als primäre Lernmedien. Das Lernmaterial ist inhaltlich, didaktisch und grafisch für die Geräte optimiert, die sogleich auch für Programmier- und Testumgebungen herhalten dürfen. Wir sind überzeugt: Von mobilem Lernen werden wir noch viel hören. Das ist erst der Anfang.n

www.fh-campuswien.ac.at


A1 Telekom Austria, Nagarro: Vernetzt am Antennenmast

Bild: Arbeiten am Projekt »Assisted Reality«: Susanne Soumelidis (Nagarro), Christian Seidler (Nagarro), Michael Ziermair (A1, mit Assisted Reality Brille), Thomas Riedl (Nagarro), Reinhard Faber (A1) und Martin Rohlik (A1). 

Vernetzung ist das Schlagwort des 21. Jahrhunderts. Freilich muss auch die Netzinfrastruktur dazu bestmöglich serviciert werden. Österreichs größer Netzbetreiber A1 erhöht dazu gemeinsam mit dem Digitalisierungsexperten Nagarro die Effizienz und Arbeitssicherheit für seine TechnikerInnen. Bei Abnahmeverfahren auf Antennenmasten werden diese mit einer Datenbrille direkt mit KollegInnen verbunden. Die Hände für Technikarbeiten bleiben frei und die einzelnen Arbeitsschritte können in einem Viertel der bislang nötigen Zeit durchgeführt werden. A1 und Nagarro beschreiten damit Neuland: Die Lösung ist die erste »Connected Worker«-Anwendung für Außeneinsätze in Österreich.n

www.a1.net


VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung: Realistisches Trockentraining

Bild: Das VRVis-Projektteam erstellt überraschend realitätsnahe Trainingsumgebungen mit dem Einsatz von VR-Brillen: Anton Fuhrmann, Bettina Schlager und Rainer Splechtna.

In Österreich sind Schulungen für Brandschutz in einigen Bereichen gesetzlich verpflichtend. Doch die Trainings sind teuer, kompliziert und können auch gefährlich sein. Warum das Ganze also nicht in den virtuellen Raum verlegen, haben sich die Visualisierungspezialisten von ­VRVIs gedacht. Eine Brandbekämpfung in Virtual Reality ist in Sicherheit, Praktikabilität und der Auswahl von Trainingsszenarien herkömmlichen Umgebungen deutlich überlegen. Die schnelle Ausbreitung von Feuer und Rauch kann so ungefährlich simuliert werden. Dieses spielerische Training führt zu einem nachhaltigen Lernerfolg – etwa für den richtigen Umgang mit Feuerlöschern und Brandherden.

www.vrvis.at


Bundesministerium für Inneres, MAS Alzheimerhilfe: Einsatzfall Demenz

Bild: Verbreiten Wissen zum Umgang mit DemenzpatientInnen: Lisa Bauer und Markus Richter,  Bundesministerium für Inneres, und Stefanie Auer, Universitätsprofessorin für Demenzforschung, Donau-Universität Krems.

Die Polizei ist ein wichtiger Kooperationspartner für Familien mit einem von Demenz betroffenen Menschen. Um entsprechend auf die Bedürfnisse dieser Menschen reagieren zu können und die PolizistInnen bestmöglich zu schulen, wurde vom E-Learning-Center der Sicherheitsakademie im BMI gemeinsam mit Demenzforscherin Stefanie Auer ein interaktiv gestaltetes Online-Training entwickelt. In drei Modulen werden Grundlagen zum Thema und Fallbeispiele diskutiert. Für die stärkere Vernetzung mit sozialen Einrichtungen wird nun auch das Prädikat »Demenzfreundliche Dienststelle« für ausgewählte Polizeistationen von der MAS Alzheimerhilfe und der Donau-Universität Krems verliehen. Markus Richter, stellvertretender Direktor der Sicherheitsakademie, freut sich über »überragend positive« Rückmeldungen der PolizistInnen und wie diese bereits »sensibilisiert durch das Training Menschen helfen konnten«.

www.alzheimer-hilfe.at


Software Competence Center Hagenberg und Partner: Prognosen für Maschinen

Bild: Das Projektteam des Software Competence Center Hagenberg werkt gemeinsam mit Partnern wie Fronius, Engel, Rubble Master und BMW an vorausschauenden Datenanalysen.

Das Software Competence Center Hagenberg ist seit vielen Jahren ein Hort für Innovationskraft und findige Lösungen für die Wirtschaft. Mit einem »Predictive Analytics Message Board« liefert das geniale Team von Bernhard Freudenthaler, Executive Head Data Analysis Systems, nun ein mächtiges Tool für die Überwachung und frühzeitige Detektion von Fehlern in Maschinen und Produktionsanlagen. Mit der Analyse lokaler Sensordaten und dem Vergleich mit ähnlichen Maschinenwerten können auch Baumaschinen, Bankomaten und Photovoltaikanlagen vorausschauend gewartet werden. Das heißt: Maßnahmen zur Instandhaltung werden zum idealen Zeitpunkt ergriffen, bevor etwas kaputt geht. Die Lösung, die gemeinsam mit zahlreichen Industriepartnern entwickelt worden ist, reduziert Stillstände und hilft Arbeitszeit, Material- und Energiekosten einzusparen.

www.scch.at


Wien Energie, Birds.ai, Skyability: Ende der Kletterei

Bild: Das Team hinter Smart Inspection reduziert Kletterstunden auf Kraftwerken und sorgt für die schnelle und gründliche Analyse von Oberflächen und möglichen Materialschäden.

Die Inspektion von Kraftwerksanlagen gestaltet sich oft schwierig und langwierig – mit teils kostspieligen Stillstandszeiten. Für Windkraftanlagen etwa setzt Wien Energie nun auf den Einsatz von Drohnen, kombiniert mit automatisierter Fehlerdetektion. Dabei liefern an der Drohne befestigte Kameras eine große Anzahl an Bildern, die unter Einsatz von künstlicher Intelligenz analysiert und ausgewertet werden. Veränderungen an Oberflächen etwa bei Rotorblättern können auch über einen größeren Zeitraum dokumentiert und verglichen werden. Hochauflösende Infrarotkameras ermöglichen zudem den Blick in das oberflächennahe Blattinnere. Mit dem Drohneneinsatz können Inspektionen mit Kletterausrüstung reduziert werden. Der Energieversorger bietet diesen praktischen Service gemeinsam mit seinen Partnern Birds.ai und Skyability auch Dritten an.

www.wienenergie.at/drohne


iMobility: Der Weg von Tür zu Tür

Bild: Das wegfinder-Team hat eine Vision: einfache Mobilität für alle – zugänglich und transparent.

Das Mobilitätsangebot in Österreich wächst – Fahrzeuge müssen nicht mehr im eigenen Besitz sein, um sie benutzen zu können. Auch wer die letzte Meile auf einem Roller oder Fahrrad abspulen möchte, braucht in größeren Städten mitunter nur noch ein Smartphone. Die ÖBB-Tochter iMobility hat die App »wegfinder« entwickelt, um diese Fortbewegungsmöglichkeiten zu finden, zu vergleichen, zu kombinieren, zu buchen und zu bezahlen. Vereint werden öffentliche und private Anbieter wie Öffis, Züge, Carsharing, Scooter- und Bike-Sharing, Mietwagen, Fernbus, Taxi und Uber. Dargestellt werden Infos über Reisedauer und Kosten, ebenso Strecken- und Verkehrsmitteldetails, wie etwa der Akkuladestand bei E-Autos oder Rollern. Damit können NutzerInnen die Alternative wählen, die zu ihren Bedürfnissen passt!

wegfinder.at/app


Axess AG: Export bis nach China

Den Wandel vom kleinen Start-up zum Hidden-Champion und international führenden Unternehmen hat die Salzburger Axess AG verwirklicht. 1998 gegründet, setzt das heute rund 40 Millionen Euro Umsatz schwere Unternehmen mit seiner Entwicklung innovativer Zutrittssysteme, Ticketing und Dienstleistungen Impulse für Wachstum und Beschäftigung »made in Austria«. Die Geschäftsfelder erschließen sich über Skiregionen und Bergbahnen, Messe- und Kongresszentren, Stadien und Arenen, Bäder, Themenparks und Touristic-Transport. Mehr als 10.000 Installationen sind weltweit in 50 Ländern im Einsatz.

Hard- und Software werden in Salzburg entwickelt und die Produkte im eigenen Werk in Innsbruck produziert – selbst die Tickets, die bis nach China exportiert werden. »Axess Resort.Solutions« etwa ist ein vielseitiges Lösungspaket für ein Zutritts- und Betreibermanagement von Skigebieten oder Themenparks. Es inkludiert auch mobile Geräte für die Zutrittskontrolle, Buchung von Tickets online und die Integration von lokalen Serviceangeboten. Spitze!

www.teamaxess.com


Amt der OÖ Landesregierung, Ingenieur Studio Hollaus: Check für Anlagenteile

Bild: Präsentieren die hilfreiche Wissensplattform für Gemeinden: Jürgen Schreihofer, Projektleiter Check ARES und Leiter der Stabstelle Facility-Management-System, Landesrat Max Hiegelsberger und LAbg. Johann Hingsamer, Präsident OÖ Gemeindebund.

Wissen wird bekanntlich mehr, wenn man es teilt. Dieser Spruch wird in Oberösterreich beherzigt: Das Amt der oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Gebäude- und Beschaffungs-Management, stellt allen 440 Gemeinden gebündelte Informationen zum Thema Anlageninstandhaltung kostenlos zur Verfügung. Möglich macht dies die moderne Wissensplattform »Check ARES«, wobei ARES für »Anlagen, Recht und Sicherheit« steht. Eine Anlage – das sind auch Schultafel, Rasenmäher, Heizung, Kletterwand, Aufzug oder Feuerlöscher. Die laufende und richtige Durchführung von Wartungsarbeiten gewährleistet Sicherheit für Bedienstete, KundInnen und BesucherInnen, schützt Anlagen vor Schäden und schafft Rechtssicherheit. »Check ARES hilft unseren Gemeinden, den Überblick zu bewahren, welche Anlagen wie oft und von wem instandgehalten werden müssen. Sie erhalten in einer komplexen, rechtlichen und organisatorischen Materie Unterstützung«, erklärt Gemeindelandesrat Max Hiegelsberger.

www.land-oberoesterreich.gv.at


Bundesministerium für Finanzen, Bundesrechenzentrum: Rundumblick auf die Klientel

Bild: Win-win für Staat und BürgerInnen: Das Team »AKS 4.0« liefert die schnellen Antworten auf Fragen der SachbearbeiterInnen in der Finanzverwaltung.

Die Herausforderung der Verknüpfung von Daten aus verschiedenen Quellen ist seit Jahren eine ständige Baustelle auch in der Verwaltung. Einen wesentlichen Baufortschritt haben jetzt der IT-Dienstleister Bundesrechenzentrum und das Finanzministerium geschafft. Auf einem neuen Dashboard für die MitarbeiterInnen der Finanzverwaltung werden sämtliche interne Daten und zusätzliches Material aus externen Quellen zu einem einzelnen »Steuersubjekt« angezeigt. Mit dem »Auskunftsystem – AKS« in der neuesten Version erhalten die SachbearbeiterInnen rasch den lückenlosen Überblick über alle Informationen und Sachverhalte zu einer Person oder zu einem Unternehmen. Anwendung findet das AKS auch im Kundenservice und bei Betriebsprüfungen. Dort kann die Lösung sogar bei der Entdeckung von Betrugsfällen unterstützen.

www.bmf.gv.at


adesso, Niederösterreichische Versicherung: Moderne Verkaufsprozesse

Bild: Stellten das Projekt gemeinsam vor: Jürgen Leitner von adesso, Werner Blach, Niederösterreichische Versicherung, und adesso-Geschäftsführer Reto Pazderka mit Barbara Aigner, Moderatorin eines adesso Business Talk.

Die Niederösterreichische Versicherung hat in enger Kooperation mit dem IT-Dienstleister adesso in einem Riesenprojekt ihre Geschäftsprozesse im Vertrieb umgestellt, modernisiert und gleichzeitig das alte Verkaufsprogramm deaktiviert. Hinter der komplexen Ablöse stehen eine agile Umsetzung und die enge Integration der Fachabteilung.

Nach einem Softstart für einige Vertriebsmitarbeiter wurde die gewaltige Umstellung im Oktober 2018 erfolgreich geschafft. Der gesamte Verkaufsprozess ist IDD-gerecht abgebildet und entspricht damit der jüngsten Versicherungsvertriebsrichtlinie. Die nutzerfreundliche Gestaltung der App und der Prozesse freut jedenfalls die VersicherungsberaterInnen und KundInnen.

www.nv.at


TourRadar: Gesucht, gebucht, bereist!

Bild: Plattform für mehrtägige Reisen: TourRadar beschäftigt knapp 200 Mitarbeiter in Wien, Toronto und Brisbane.

Das Genre mehrtägiger Gruppenreisen war eines der letzten Segmente in der Tourismusbranche, das noch nicht digitalisiert war – bis die australischen Brüder Travis und Shawn Pittman ihre Zelte in Wien aufschlugen. 2010 gegründet, hat TourRadar die Rundreise-Branche revolutioniert. Auf der Plattform können NutzerInnen aus aller Welt Angebote entdecken und nach einer Reise bewerten. Die Plattform lässt die Angebote von rund 1000 lokalen Reiseveranstaltern – mehr als 25.000 Touren in über 160 Ländern – einfach vergleichen und sie wickelt direkt auch die Buchung schnell und sicher ab. TourRadar hat in drei Finanzierungsrunden bereits 66 Millionen Euro Beteiligungskapital sammeln können. Das macht das Aussie-Wiener Unternehmen zu einer der größten Investment-Geschichten der Start-up-Szene.

www.tourradar.com

 

 

 

 

 

Last modified onDienstag, 29 Januar 2019 17:09
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