Wehrpflicht und Wohnpreis

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Was Österreich bewegt(e).

 

Wir geloben

Lange löste die Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht nur ein großes Gähnen aus. 21 der 27 EU-Staaten hatten die Umstellung auf ein Profi-Heer bereits vollzogen – was kümmert das Österreich? Aber je näher der 20. Jänner rückte, desto mehr Feuer loderte zwischen den Fronten auf. Auch die Argumentationslinien wurden immer verschlungener: Zackige Generäle lobten plötzlich die Bedeutung des Zivildienstes – vor 30 Jahren wurden »Zivis« von der Stellungskommission noch wie Landesverräter behandelt. Befürworter eines Berufsheers brachten dafür eine mögliche Wehrpflicht für Frauen ins Spiel. Das Ergebnis fiel typisch österreichisch aus: Es kann nur schlechter werden, also ändern wir lieber nichts. Das war's dann wohl mit der Reform, die nichts kosten darf. Wie die genau aussehen sollte, wusste ohnehin niemand.

Leistbares Wohnen

2012 hat es gezeigt: Das Thema »Wohnen« ist wieder in der Politik angekommen. In Wien wird auf höchster Ebene über Mietpreisobergrenzen diskutiert, in Graz lassen sich damit sogar Wahlen gewinnen. Warum das Thema plötzlich so heiß ist, ist leicht erklärt. Die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen schnellen nach oben. Für Durchschnittsverdiener wird das traute Heim immer mehr zum Luxus. Damit Wohnen auch in Zukunft leistbar bleibt und mancherorts wieder wird, hat die überparteiliche Nachhaltigkeitsinitiative »Umwelt + Bauen« das Strategiepapier »Wohnen 2020« erarbeitet. Eine zentrale Rolle soll dabei eine Neuorganisation der Wohnbauförderung spielen. Aber die Länder legen sich quer. Sie wollen ihre Budgethoheit auf keinen Fall aufgeben.

Sicherheit Grundbuch


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Der Wiener Immobilienmarkt zeigt sich aktuell von seiner spannenden Seite. Obwohl sich mit Renditen von einem Prozent kaum Geld verdienen lässt, werden für hochwertige Immobilien horrende Preise gezahlt. Immobilienblase ist aber trotzdem keine in Sicht, gekauft wird vor allem mit Eigenkapital. Das Geld ist vorhanden und will sicher und wertbeständig angelegt werden. Da ist ein Jugendstilhaus in Top-Lage nicht die schlechteste Wahl.  Ob damit auch Gewinne realisiert werden können, ist für die gutbetuchte Klientel zweitrangig.


Bereinigung im Mobilfunk

Der heimische Mobilfunkmarkt war lange Zeit eine Erfolgsgeschichte: Schnelle Verbindungen, rauschfreie Sprachqualität und niedrige Preise – alles Errungenschaften einer Marktregulierung, die spät kam und dann nicht mehr gehen wollte. Was geblieben ist, sind die Kampfpreise. Kristallklare Gespräche gibt es nur noch an ausgesuchten Standorten. Die Branche hat sich zu Tode geworben, jetzt muss an allen Ecken gespart werden. Etwas Abhilfe könnte der nach unerhört langer wettbewerbsrechtlicher Prüfung genehmigte Kauf von Orange durch Drei bringen. Jetzt sind es nur noch drei in einem Markt, die in die nächste Stufe LTE investieren.   

 

IT aus der Wolke

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Wenn es eine Konstante in der Informationstechnologie gibt, dann ist es die Veränderung. Wieder einmal steht die IT-Branche vor einer Revolution, respektive steckt sie bereits bis über die Ohren darin. Cloud Computing bedeutet in der Sprache des Marketings: Alles wird einfacher, flexibler und effizienter. Selbst die Akzeptanz in Unternehmen für die sonst so sperrigen Themen der IT-Abteilung kann mithilfe der IT aus der Steckdose vulgo Wolke verbessert werden. Auf jeden Fall gibt es nun mehr Verständnis für die IT-Fuzzis in ihren Serverkammerln: Die sind arm dran, denn jetzt wird's im Hintergrund noch komplizierter!

Last modified onMittwoch, 13 Februar 2013 17:39
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