Das Ziel: die Energieunion

15 Verbände haben beim Vienna Forum eine Energie-Deklaration an Generalsekretär Josef Plank übergeben. 15 Verbände haben beim Vienna Forum eine Energie-Deklaration an Generalsekretär Josef Plank übergeben. Foto: EEÖ

Auf Einladung des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) fand am 2. Juli im Kuppelsaal der TU Wien das Vienna Forum on the European Energy Transition statt.

Die Veranstaltung war bewusst am ersten Arbeitstag der österreichischen Ratspräsidentschaft angesetzt. EEÖ-Präsident Peter Püspök: „Die nächsten sechs Monate müssen intensiv für die Neugestaltung der europäischen Klima- und Energiepolitik bis 2030 und darüber hinaus genutzt werden.“ Dazu passend wurde an Josef Plank, Generalsekretär des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, eine Energie-Deklaration übergeben, in der unter anderem ein Marktdesign für erneuerbare Energien, ein Ende der Zahlungen an fossile und nukleare Kraftwerke, Netzpriorität für erneuerbare Energien sowie ein CO2-Mindestpreis gefordert wird.

Vieles ist noch unerledigt
Neben der Erstellung eines mehrjährigen EU-Budgets, der Umsetzung von Klima- und Energieplänen aller Mitgliedsländer und der Klimakonferenz in Polen fällt auch der Umbau der Strommärkte, die bislang auf fossile und atomare Grundlastkraftwerke ausgelegt waren, in die Periode der rot-weiß-roten Ratspräsidentschaft. Die Märkte müssen auf flukturierende Erzeugung reagieren und eine gute Netzinfrastruktur für den regionalen Ausgleich aufweisen. Gefordert ist ein Einspeisevorrang für Erneuerbare und der prioritäre Netzzugang. Großes Thema beim Vienna Forum bildete die CO2-Bepreisung, die ein effizientes und marktwirtschaftliches Steuerungsinstrument für Klimaschutz darstellt. Einige Staaten und Regionen haben das bereits erkannt, flächendeckende Aktivitäten fehlen bisher. Tenor des Forums: Idealzustand wäre eine gemeinsame europäische idente CO2-Bepreisung. Erstes Ziel muss sein, dass eine größere Anzahl von Ländern, wie bereits bei der Steuer auf Finanztransaktionen, gemeinsam agiert. Vorreiter sind Schweden und Großbritannien, Frankreich will einsteigen. Das Ziel liegt langfristig bei 80 bis 100 Euro pro Tonne CO2. Schweden verrechnet bereits über 100 Euro, Großbritannien 25 Euro/t. Laut Rana Adib, Generalsekretärin des globalen Netzwerks für erneuerbare Energien, REN21, gibt es weltweit 67 Regionen, die eine CO2-Bepreisung vorsehen.



Grafik: Photovoltaik ist der globale Treiber in der dezentralen Energiewende.



Last modified onMontag, 09 Juli 2018 11:23
back to top