Schärfung des Profils trotz Themenbreite

In Linz die Automatisierung, in Wien selbiges plus dem Rest. Der SMART-Veranstalter Reed Exhibitions übt sich im Spagat von der Fokussierung zur notwendigen Themenbreite in der Industrietechnik. In Linz die Automatisierung, in Wien selbiges plus dem Rest. Der SMART-Veranstalter Reed Exhibitions übt sich im Spagat von der Fokussierung zur notwendigen Themenbreite in der Industrietechnik. Foto: Reed Messen

Reed Exhibitions will gemeinsam mit seinen Ausstellern stärker auf die unterschiedlichen Ausrichtungen der Industriemesse „Smart“ in Linz und Wien fokussieren.

Mitte Mai findet bereits zum zehnten Mal die Industriemesse „SMART Automation“ in Linz statt. Das Gedränge der Aussteller auf insgesamt 7.870 m² Fläche hat hohe Symbolkraft für den Erfolg der heimischen Leitmesse für Automatisierungs- und Industrietechnik. Rund 180 Unternehmen sind an Bord, das Design Center Linz ist restlos ausgebucht – der Industriestandort Oberösterreich funktioniert.

Dieses Marktpotenzial auch auf den größeren Messeplatz Wien zu übertragen, ist spätestens 2016 im zweiten Anlauf geglückt. An geraden Jahren findet die Messe in Wien statt, an ungeraden am Stammplatz Linz. Um das Profil beider Auftritte zu schärfen, betont Alexander Eigner von Reed Exhibitions den Arbeitscharakter der Smart in Linz: „Wir haben dort ein eng gestecktes Feld mit dem Fokus auf das Wesentliche, Automatisierungstechnik. Schon aus Platzgründen ist es im Design Center nicht möglich, einen ganzen Bauchladen an Lösungen zu präsentieren.“

Das Pendant in Wien soll wiederum - der nächste Termin ist 2018 - in seiner Themensetzung breiter aufgestellt werden. Mit der weiterhin parallel stattfindenden Maschinenbau-Messe „Intertool“ wird es inhaltliche Verschmelzungen geben. Die beiden Messen finden nach wie vor getrennt für ihre Zielgruppen statt, allerdings mit Durchlässen in beide Richtungen – sowohl inhaltlich als auch räumlich. Am Messestandort Wien heißt es, Produktions- und Fertigungsprozesse über die Automatisierungstechnik hinaus zu betrachten – bis hin zu Software- und Logistikprozessen.

Gleiches ist übrigens dann doch auch für den Auftritt der ursprünglichen Smart angedacht. Auf der bei den Ausstellern bislang eher ungeliebten Empore in der Linzer Halle tun sich Unternehmen wie Weidmüller, EPLAN, Thonauer und Sonepar heuer in einem Kraftakt zusammen, um werbewirksam die Durchgängigkeit von Industrieprozessen zu demonstrieren. „Projekte sind nur noch erfolgreich, wenn der Datenaustausch in allen Workflows funktioniert“, betont Weidmüller-Geschäftsführer Josef Kranawetter. In dieses Stimmungsbild passen auch zwei weitere Events, die am Rande der Messetage im Mai stattfinden. Einen Steinwurf vom Design Center entfernt tagt die „C-AR2017 - Conference on Automation and Robotics“. Und am 17. Mai widmet sich das Austrian 3D-Printing Forum in Linz dem Fertigungszweig 3D-Druck.

Last modified onDienstag, 17 Januar 2017 16:15
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