"Elektromobilität zwischen Hype und Praxis" Featured

Robert Grüneis, Wien Energie, am Podium (im Vordergrund). Robert Grüneis, Wien Energie, am Podium (im Vordergrund). Foto: Milena Krobath

Am 24. Juni 2014 diskutierten Mobilitäts- und Energieexperten zu den Hürden und Chancen des aufstrebenden Marktes für Elektroautos in Österreich.

Wie leistungsfähig sind die Fahrzeuge, wie zuverlässig ist die Infrastruktur? Welche Anreize müssen gesetzt werden, um den E-Cars den Start in den Massenmarkt zu erleichtern? Über 100 Gäste waren ins Kundendienstzentrum Spittelau von Wien Energie gekommen, um gemeinsam mit dem Podium Theorie und Praxis der Energiewende auf den Straßen zu hinterfragen. Gesprochen wurde über Themen wie unterschiedliche Reichweiten der Modelle, die derzeit noch höheren Anschaffungskosten, die Notwendigkeit einer erweiterten Ausbildung von Mechanikern, aber auch über akustische Warneinrichtungen für Blinde und Sehschwache.

Robert Grüneis, Geschäftsführer Wien Energie, sprach über das Vorhaben, weitere Elektroladestellen in Wien zu errichten. Stadtbewohner und Pendler sollen mit einer smarten Infrastruktur für intermodale Verkehrswege bestmöglich unterstützt werden.

WEB-Windenergie-CEO Andreas Dangl, selbst begeisterter E-Mobilist, stellte ein neues Bürgerbeteiligungsprojekt für die Errichtung von Schnellladestationen in ganz Österreich vor. Für ihn sind E-Cars auch im Alltag bereits ohne Vergleich.

Christine Scharinger, Geschäftsführerin Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement, betonte die Konkurrenzfähigkeit vieler Elektroautos gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor – vorausgesetzt, das E-Car wird in einer Förderregionen angeschafft. Der Wegfall von Steuern und wesentlich geringere „Spritkosten“ machen es insgesamt günstiger.
 
Kurt Sabatnig, Leiter der ARBÖ Interessensvertretung, warnte vor allem in Bezug auf die geringeren Reichweiten vor einer übertriebenen Euphorie, ist aber ebenfalls überzeugt, dass sich die E-Cars am Markt durchsetzen werden.

Daniel Hammerl, Country Manager Austria Tesla Motors, stellte den Österreich-Start von preislich familientauglichen Modellen des Fahrzeugherstellers für 2017 in Aussicht. Für Hammerl ist der Erfolg seiner Fahrzeugflotte auch aus klimapolitischen Gründen wichtig.

Dazu berichteten die Teilnehmer eines Report-Testnachmittags – darunter Andreas Dangl, Christine Scharinger, Murexin-Produktionsleiter Rainer Retzbach und NAVAX-Geschäftsführer Oliver Krizek – von ihren persönlichen Erfahrungen mit unterschiedlichen E-Car-Modellen.

Partner der Veranstaltung waren Wien Energie, WEB Windenergie AG, Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement, ARBÖ und Murexin. Der vollständige Nachbericht ist in der Juli-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Report Plus erschienen.

Fotos zum Podiumsgespräch: www.flickr.com/photos/award2008/sets/72157645394184915 

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