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Mehrwert für ManagerInnen

Fama oder Shiller?

Den diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis haben mit Robert Shiller und Eugene Fama zwei Wissenschaftler bekommen, die gegensätzliche Positionen bei der empirischen Analyse von Wertpapierpreisen vertreten. Der dritte Preisträger, Lars Peter Hansen, hat vor allem auf dem Gebiet der ökonomischen Statistik gearbeitet und eine Methode namens „Generalized Method of Moments“ entwickelt.

Die Entscheidung des Nobelpreis-Komitees hinsichtlich Fama und Shiller ist etwa so, als wäre die Erde zugleich eine Scheibe und eine Kugel.

Fama prägte 1970 den Begriff “Efficient Market Hypothesis” (EMH), der besagt, dass alle zu einem gegebenen Zeitpunkt kursrelevanten Informationen durch rational handelnde Marktteilnehmer schnell in die Kurse eingepreist werden. Damit ergibt sich die bestmögliche Schätzung des immanenten Wertes eines Gutes. Die Kurse schwanken rein zufällig um diesen inneren Wert – “wander randomly about its intrinsic value”, so Fama 1965.

Shiller hält das für „den größten Irrtum des ökonomischen Denkens“. Er arbeitete daran, wissenschaftlich zu belegen, dass der Mensch kein rein rational wirtschaftender homo oeconomicus ist. Er hat gezeigt, dass es an der Börse Phasen gibt, in denen sich die Akteure von irrationalem Überschwang leiten lassen.

Shiller wurde für seine Arbeiten aus den frühen 1980er Jahren ausgezeichnet, als er Famas Theorie in Frage stellte. Er beschrieb 1981, dass Aktienkurse stärker schwanken als die zu erwartenden Dividendenausschüttungen der Unternehmen. Außerdem stellte er fest, dass sich der Trend des Verhältnisses von Aktienkursen zu Dividenden vorhersagen lässt. Das verallgemeinerte er später, langfristig bestehe ein Zusammenhang zwischen den Gewinnen eines Unternehmens und der Kursentwicklung ihrer Aktie. Wenn die Kurse über ein historisch normales Kurs-Gewinn-Verhältnis steigen, wird eine sich irgendwann anschließende Korrektur umso stärker ausfallen, je größer die Übertreibung zuvor war.

Während Shiller immer wieder von Spekulationsblasen spricht und das Platzen der Technologieblase, wie das der US-Immobilienblase richtig vorhersagte, lehnt Fama schon den Begriff der Blase ab. Sein Credo lautet: „Der Markt liegt immer richtig“. Eine Folge dieser Erkenntnis war die Entstehung von Indexfonds in den 1970er Jahren.

Die Theorien von Fama und Shiller liegen vielleicht gar nicht so weit auseinander wie es den Anschein hat.

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Schuld haben immer die anderen

Wenn man die mediale Berichterstattung der veröffentlichten Meinung oder Gespräche betrachtet fällt auf, dass wir uns in einer Welt der „Schuldhabenden“ befinden. Wenn heute irgendetwas schief geht oder nicht so läuft wie wir es uns vorstellen, dann finden wir sofort jemand, dem wir das Ganze auf die Schultern laden. Nehmen wir die Bildungsdebatte, es sind immer nur die Lehrer schuld, wenn die Kinder schlecht ausgebildet sind. Wo ist die Verantwortung der Eltern, sie sind ja die Erziehungsverantwortlichen. In diesem Zusammenhang werden Pflichten ganz einfach mit allen möglichen Begründungen delegiert. Sich selbst einmal die Frage zu stellen haben wir bei der Erziehung Fehler gemacht, kommt eher zu kurz? Haben viele nicht immer den leichteren und damit einfacheren Weg gesucht?

Oder das Thema Politikverdrossenheit, das nicht war nehmen des Wahlrechtes. Sofort sind die Politiker schuld. Sie haben uns die Themen nicht richtig verkauft, sind korrupt und was nicht alles. Wo ist das Interesse der oder des Einzelnen sich zu beteiligen mitzuwirken? Natürlich es ist nicht einfach auf manche Bequemlichkeit zu verzichten und Engagement zu zeigen. Dabei geht es um Auseinandersetzung mit Themen, das Interesse für Andere. Wenn heute junge Menschen laut Analysen eher Wahlmuffel sind, dann liegt es auch an dem Umfeld in dem sie herangewachsen sind. Auch hier ist es einfach den Faktor Protest als Ausrede heranzuziehen. Die Verantwortung für dieses Verhalten ausschließlich bei den Politikerinnen und Politiker zu suchen ist zu einfach. Kritik ist in Ordnung aber setzt auch voraus, dass man sich selbst entsprechend verhält. Interesse, Verhaltensweisen werden zu Hause gebildet und weitergegeben.

Jede Einzelne, jeder Einzelne von uns trägt Verantwortung für das gesellschaftliche und private Zusammenleben. Dazu ist es notwendig uns einmal in den Spiegel zu sehen. Diese Selbstreflexion, das kritische Hinterfragen der eigenen Position ist irgendwie abhandengekommen. Klar, dies kann durchaus auch schmerzhaft sein. Gerade dann, wenn der eigene Einsatz gefordert ist. Sich einmal hinzusetzten, nachzudenken was man selbst auch einmal leisten kann. Präsident Kennedy hatte schon Recht mit seiner Aussage einmal zu fragen was man für sein Land tun kann und nicht immer nur zu fordern. Dies gilt aber auch für den persönlichen Bereich, das familiäre Umfeld. Auch hier gilt es die Begriffe Rechte und Pflichten einmal zu betrachten. Natürlich sollen es die Kinder immer besser haben als es die Eltern hatten, aber muss das immer ohne Gegenleistung erfolgen?

Wenn wir diese Gedanken einfach wieder mehr verfolgen, würde der gesunde Menschenverstand wieder mehr an Bedeutung erlangen. Einfach mehr Rücksicht nehmen, mitdenken - wenn das vorausdenken schon schwierig ist – würde unserem Miteinander schon guttun. Dies gilt für alle Bereiche des menschlichen Miteinanders. Einfache Beispiele wie das Verhalten im Straßenverkehr, das Ein- und Aussteigen bei öffentlichen Verkehrsmitteln, das Telefonieren im öffentlichen Bereich seien hier angeführt und könnten noch weiter ergänzt werden. Unser Leben, ob privat oder beruflich könnte wesentlich angenehmer verlaufen als es oft geschieht. Es ist das Sprichwort „Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück“ welches wir uns einmal in Erinnerung rufen sollten.

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Wir müssen die Chance nutzen, »österreichisch« zu vergeben

Fördergelder müssen dort ankommen, wo sie benötigt werden: Bei der heimischen Wirtschaft mit ihren Beschäftigten in Österreich.

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Austrian Excellence Award 2013 geht an...

Qualität führt zum Erfolg!

Bereits zum 18. Mal wird der Austrian Excellence Award von der Quality Austria und dem Wirtschaftsministerium vergeben. Über 300 Gäste erwartet man am 22. Oktober im würdigen Rahmen des Palais Ferstel.

Drei Keynotes über internationale und nationale Erfolge mit ausgezeichneter Unternehmensqualität lassen nicht nur die Spannung steigen, sondern sollen zugleich neue Impulse für die nächsten Schritte der Verbesserung für danach anstoßen. Mitarbeiter von VAMED KMB und Infineon haben durch ihre Ideen Einsparungen im einstelligen und zweistelligen Millionenbereich bereits erbracht.

Da ist es schon verwunderlich, dass in einigen Leitartikeln von Tageszeitungen die sogenannten Beauftragten, sogar die freiwilligen Qualitätsbeauftragten (freiwillig heißt hier, dass es keine gesetzlichen Verpflichtungen wie beim Ersthelfer, Abfallwirtschaftsbeauftragten gibt) mit Bürokratie gleichsetzt werden.

Um diese Einsparungen zu erzielen, ob in KMU oder Großbetrieben, braucht es fachliche und methodische Kompetenzen, Führung und Ausdauer. Aber zum Glück und Erfolg wollen wir niemanden zwingen, das muss man schon selber wollen. Mit dem Willen lassen sich ja bekanntlich Berge versetzen.

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Qualität bleibt wichtigster Erfolgsgarant für die Lebensmittelbranche

Auf Einladung von Quality Austria trafen sich heute zum 5. Mal die Top-Entscheider der Lebensmittelbranche, um zu diskutieren, was die Branche aktuell bewegt. Wie gehen die Verantwortlichen mit den Herausforderungen zwischen Pferdefleischskandal und Preisabsprachen um? Renommierte Experten aus verschiedensten Bereichen gaben Einblicke und sprachen über Mitarbeiterführung und Energiemanagement, Lebensmittelsicherheit und Überwachung sowie über Logistik und Compliance. Eines wurde dabei besonders deutlich: Qualität ist und bleibt ein wesentlicher Faktor für wirtschaftlichen Erfolg.

 

DI Alfred Greimel, Branchenmanagement Lebensmittel, Land- und Forstwirtschaft bei Quality Austria, gab in seinem Beitrag einen detaillierten Einblick in die gegenwärtige Situation der Branche: Die Zertifizierungen im Lebensmittelsektor steigen laufend – zuletzt je nach Standard um bis zu 27 %. Audits spielen im Bereich Lebensmittelsicherheit also eine immer wichtigere Rolle. Zusätzlich zu den 32.000 bis 35.000 amtlichen Kontrollen pro Jahr will die Zulassungsstelle HDE nun die IFS-Anforderungen durch unangemeldete Audits weiter anheben. Weiters müssen sich Lebensmittelhersteller überlegen, wie sie mögliche Sabotageakte im Sinne von Food Defense unterbinden. Dies ist eine mittelbare Folge der amerikanischen Terrorprävention. „Einerseits kann man davon ausgehen, dass das Niveau der Produktsicherheit bei Lebensmitteln noch nie so hoch war wie heute, andererseits werden weitere Anforderungen folgen, die aber KMUs vor neue Herausforderungen stellen“, betont Greimel in seinem Vortrag.

 

Nachhaltiger Erfolg durch Effektivität und Effizienz

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Janet Yellen – die Taube an der Fed-Spitze

Obama hat Janet Yellen für den Chefsessel der Fed nominiert. Sie soll Bernanke ablösen, dessen zweite Amtszeit im Januar 2014 endet. Die Nominierung muss noch im Senat bestätigt werden, was als Formsache gilt. Wer ist die dann erste Frau an der Spitze der fast 100 Jahre alten US-Notenbank?


„Die amerikanischen Arbeiter und Familien werden in Janet einen Sachwalter ihrer Interessen haben“, sagte Obama bei Bekanntgabe der Nominierung und lobte, sie sei als Vizevorsitzende der Fed drei Jahre lang treibende Kraft gewesen, um die Erholung voranzubringen. Sie verstehe beide Seiten des dualen Mandats der Notenbank, also die Inflation in Schach zu halten und neue Beschäftigung zu schaffen. Yellen sagte beim gleichen Anlass, die Fed müsse allen Amerikanern helfen. Zu viele hätten immer noch keinen Arbeitsplatz und sorgten sich, wie sie ihre Rechnungen zahlen sollen.

Yellen ist 67 Jahre alt und ist Volkswirtschafts-Professorin an der Berkeley Universität. Sie ist verheiratet mit dem Ökonom und Nobelpreisträger George Akerlof. Beide beschäftigen sich besonders eingehend mit den Arbeitsmärkten. So schrieben sie in einem gemeinschaftlich erarbeiteten, 1991 erschienenen Papier, eine gemeinsame Währung (DM) von Ost und West würde für katastrophale wirtschaftliche Zustände in Ostdeutschland sorgen. Dem sollte mit Lohnsubventionen für den Osten entgegengewirkt werden. Ganz falsch lagen sie mit ihrer Einschätzung nicht – insbesondere, wenn man sich die heutigen Zustände am Arbeitsmarkt in der EU/Eurozone unter einer Gemeinschaftswährung namens Euro ansieht…

Yellen wird inmitten des seit 1. Oktober andauernden Regierungs-Shutdown aufs Schild gehoben. Nicht nur das – spätestens am 17. Oktober muss der Schuldendeckel gelüftet werden, weil sonst die partielle Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung droht. Das heraufziehende politische Ungemach, das politische Patt hinsichtlich dieser beiden Punkte, hatte die Fed im September bewogen, mit der Drosselung ihrer QE-Maßnahmen noch nicht zu beginnen.

Yellen gilt als Vertraute des noch-Vorsitzenden der Fed, Bernanke. Beide haben maßgeblich die Politik der quantitativen Lockerung (QE – quantitative easing) gestaltet, in derem Verlauf die Fed ihre Bilanzsumme auf mehr als 3,5 Bill. Dollar verlängert hat. Gegenwärtig werden monatlich Staatsanleihen und Hypothekenpapiere im Volumen von 85 Mrd. Dollar gekauft, um die langfristigen Zinsen zu drücken. Yellen gilt auch als Befürworterin der „forward guidance“, mit der die Fed gegenwärtig in Aussicht stellt, den Leitzins frühestens dann anzuheben, wenn die Arbeitslosenquote auf unter 6,5% sinkt und die Inflation nicht weit und nicht dauerhaft über 2% steigt, im Fed-Jargon gut verankert ist.

Zuletzt hat die Fed ihre Wachstumsprojektionen für 2013 erneut auf 2% bis 2,3% und für 2014 auf 2,9 bis 3,1% reduziert. Im Januar 2011 war für 2013 noch über 4% reales BIP-Wachstum vorhergesagt worden. Die Konjunktur kann damit bestenfalls als durchwachsen bezeichnet werden. Damit sind die Rahmenbedingungen für Yellens Amtsantritt alles andere als berauschend.

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Brüssel - eine Hassliebe

Mit der Stadt Brüssel verbindet jeden, der dort »wegen der EU« lebt und arbeitet, eine ambivalente Beziehung: Man liebt sie, man hasst sie. Manch einem wird sie Heimat, bleibt aber trotzdem für immer fremd. Die Rückkehr aus dem langen Sommerurlaub in die belgische Hauptstadt läutet sodann das unter »Expats« gern gepflegte Brüssel-Bashing ein.

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Infrastrukturinvestitionen sind Zukunftsinvestitionen

Für den Fachverband Steine-Keramik ist das von der Bundesregierung im Juni 2013 verabschiedete »Konjunkturpaket« ein wichtiger und vor allem auch richtiger Schritt, denn Infrastrukturinvestitionen sind Investitionen in die Zukunft. Moderne Gesellschaften können auf eine gut ausgebaute Infrastruktur nicht verzichten, stellen sie doch einen zentralen Faktor für die gegenwärtige und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit dar.

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Energie: Einsparungen über 25% möglich

Laut Statistik Austria zählt die Lebensmittelbranche nach der Mineralölverarbeitung, Energieversorgung, Metallerzeugung, Papier und Pappe, Transport & Logistik zu den energieintensiven, noch vor Chemie oder Bau.

Am 3.10. präsentierte im Rahmen des 5. qualityaustria Lebensmittelforums DI Jürgen Fluch vom AAE Institut für Nachhaltige Technologien aus Gleisdorf Ergebnisse aktueller Studien in der Lebensmittelindustrie.

 

Erkenntnisse

Im Hinblick auf die Einführung von ISO 50001 und Energieaudits sind folgende Hemmnisse zu berücksichtigen:

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»Wir lieben Schwarze - wir hassen Nigger«

Heute sitzen in den USA mehr Schwarze in den Gefängnissen, als es vor 200 Jahren Sklaven gab. Warum sich daran unter Präsident Barack Obama nichts geändert hat.

Jody Armour hat eine gewaltige Afrofrisur. Sie ist nicht nur eine Haartracht, sie ist ein Statement, das schreit: »Ich bin ein Schwarzer.« Beim Reden hält er es eher mit den leisen Töne. Armour ist Sohn eines Schwarzen und einer weißen Mutter, wie Barack Obama, er hat in Harvard Recht studiert, wie Barack Obama, und er lehrt heute an der Universität Southern California. Wenn er spricht oder schreibt, dann meistens über Rassismus – etwa jenen der schwarzen Mittelklasse, die den sozialen Aufstieg geschafft hat und nun mit ihren weißen Mitbürgern in einen Refrain einstimmt: »Wir lieben Schwarze, wir hassen Nigger.«

Sie unterscheiden damit zwischen sich, den steuerzahlenden, hart arbeitenden Aufsteigern, und den bösen »Niggern«, die mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Jeder dritte Schwarze landet einmal in seinem Leben hinter schwedischen Gardinen. Von 2,3 Millionen Sträflingen, die heute in den USA einsitzen, sind 60 Prozent Schwarze. In einigen Gegenden von Los Angeles – Watts, South Central – landen neun von zehn Schwarzen im Häfen. »Wir nehmen eine Gruppe, konzentrieren sie in katastrophalen Wohngegenden unter katastrophalen Umständen und wundern uns, dass sie verzweifelte Dinge tun. Wir sind von der Sklaverei nahtlos zum massenhaften Einsperren übergegangen«, klagt Armour.

Und warum hat sich daran unter dem ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama nichts geändert?

Armours Antwort: »Er hat die Lage nicht verbessert, er hat sie verschlechtert. Er hat seinen Amtseid geschworen mit der Attitüde des guten Schwarzen, des Privilegierten, der seine Politik auf die anderen Privilegierten ausgerichtet hat, und er hat dabei die Unterprivilegierten vergessen. Er hat moralisierende Ansprachen geliefert, statt tatsächlicher Hilfen, die den Zirkel der Armut unterbrochen hätten.«
Ein Strafgefangener kostet den Staat zwischen 30.000 und 50.000 Dollar pro Jahr. Das sei reine Geldverschwendung, meint Armour – wenn ein Bruchteil dieser Gelder in Bildung investiert würde, schaue vieles ganz anders aus.

Mit puritanischem Feuereifer kämpfen die Amerikaner heute gegen Drogen, wie sie früher gegen Alkohol gekämpft haben. Unter Ronald Reagan wurde 1986 ein radikal verschärftes Drogengesetz verabschiedet, das verpflichtende Mindeststrafen einführte, die kein Richter unterschreiten durfte. Die schwarzen Mandatare im Kongress haben damals brav mitgestimmt, genauso wie bei einer weiteren Verschärfung unter Bill Clinton. Wer heute mit einem Gramm LSD oder 100 Gramm Heroin erwischt wird, geht für fünf Jahre hinter Gitter, ohne Chance auf Begnadigung. Ein Zweittäter fasst ein Minimum von zehn Jahren aus und beim dritten Delikt ist eine lebenslängliche Strafe Pflicht. Kein Pardon!

»Präsident Obama und sein schwarzer Justizminister Eric Holder haben die Strafverfolgung intensiviert«, argumentiert Armour, »und damit nach der Pfeife der reaktionären Puritaner getanzt: Sie lieben Schwarze – sie hassen Nigger.«

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