REPORT | BLOG

Mehrwert für ManagerInnen

Hinterlassenschaften der Schuldenkrise aufräumen!


Im Interview mit dem Deutschlandradio fordert Daniel Stelter von der Boston Consulting Group, einer der größten Unternehmensberatungen der Welt, einen europaweiten Schuldenschnitt in Kombination mit einer Vermögensabgabe.

Stelter stellt zu allen bisher verfolgten Ansätzen fest, dass sie nicht funktionieren. Es sei insbesondere nicht möglich, sich aus den Schulden herauszusparen. Das stürze die Wirtschaft immer tiefer in die Krise, die Schuldner haben letztlich noch mehr Schulden als zuvor. Insbesondere in der südlichen Peripherie der Eurozone werde versucht, das Problem über Inflation zu lösen. Es sei aber extrem schwer, im gegenwärtigen Umfeld Inflation zu generieren. Und käme sie, wäre sie in hohem Maße unsozial. Aus den Schulden herauswachsen sei ebenfalls nicht möglich.

 

Wenn das so ist, dann ist es vernünftiger, das Ganze in einer großen Schuldenrestrukturierung zu bereinigen, sagt Stelter. Irgendjemand muss dafür bezahlen und es ist naheliegend, dass das diejenigen sind, die Vermögenswerte besitzen. So könnten die Hinterlassenschaften der Party der letzten 30 Jahre aufgeräumt werden.

 

Was die konkrete Ausgestaltung angeht, so schlägt Stelter eine Kombination aus Vermögensabgabe, Vermögenssteuer oder erhöhter Erbschaftssteuer vor. Aus Gründen der Fairness sollten gleichzeitig andere Steuern gesenkt werden, um Wachstum zu fördern. Das gäbe auch einen Anreiz für Leute, die bei einer solchen Aktion Vermögen verloren haben, dies durch Arbeit wieder hereinzuholen.

Continue reading
  12929 Hits
12929 Hits

Evaluierung psychischer Belastungen nun gefordert

Mit dem Inkrafttreten der Novelle des ArbeitnehmerInnenschutzgesetztes (AschG) am 01. Jänner 2013, müssen die Unternehmen die psychischen Belastungen evaluieren.

Das Ziel der Novelle des ASchG ist ua die Prävention von psychischen Belastungen und Gefährdungen, die zu Fehlbeanspruchung am Arbeitsplatz führen können. Es soll einerseits auch die Wichtigkeit der psychischen Gesundheit und der Prävention psychischer Belastungen unterstrichen werden. Arbeitgeber müssen beeinträchtigende Arbeitsbedingungen erkennen und diese durch entsprechende Maßnahmen gezielt verbessern. Die Schritte zur Arbeitsplatzevaluierung sehen wie folgt aus:

  • Planung durchführen und Aktionsplan (Prozessschritte, Beteiligte, Zeitraum) festlegen
  • Belastungen ermitteln und beurteilen
  • Maßnahmen ableiten und festlegen
  • Maßnahmen umsetzen und deren Wirksamkeit überprüfen
  • Dokumentation erstellen

Die untenstehende Auflistung zeigt die grundlegenden Dimensionen arbeitsbedingter psychischer Belastungen, die zu Fehlbeanspruchungen führen können. Die Auflistung basiert auf Veröffentlichungen und Informationen des Arbeitsinspektorates in Österreich. Der Leitfaden der Arbeitsinspektorate für die Bewertung der Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen basiert auf diesen Dimensionen. Diese Dimensionen sind geeignet, die Basis für eine Arbeitsplatzevaluierung der psychischen Belastungen zu bilden. Es kann durchaus sein, dass eine spezifische Fehlbelastung in mehr als eine Kategorie passen könnte.

Aufgabenanforderungen und Tätigkeiten

  • Aufgabenanforderungen und Tätigkeiten
  • Geistige Belastungen
  • Emotionale Belastungen
  • Qualifikationsprobleme

 

Continue reading
  11864 Hits
11864 Hits

Konsolidierung voraus?


Die technischen Markt-Interna erodieren, die Volatilität steigt an. Die jüngsten Einbrüche bei Aktien und Rohstoffen haben gezeigt, wie verwundbar die Preisentwicklung bei Assets durch ungünstige Neuigkeiten und unerwartet schwache Makrodaten geworden ist. Es hat den Anschein, als stehen die Finanzmärkte am Beginn einer breiter angelegten Konsolidierung.

Zuletzt zeigte die Divergenz zwischen dem Transport-Sektor und dem breiten Aktienmarkt bereits an, dass die Aktienkurse zu weit gelaufen sind. Eine Korrektur von fünf bis zehn Prozent bis zum Sommer erscheint wahrscheinlich, heißt es z.B. bei Guggenheim Investments. Treasuries dürften da erneut als sicherer Hafen dienen, weil jede Wachstumsabschwächung wohl dazu führt, die QE-Maßnahmen auszudehnen, wird vermutet.

Mohamed El-Erian, Pimco sagt, Anleihen, Aktien, egal welcher Markt, alle seien künstlich hochgetrieben worden. Die Zentralbanken verfolgen weltweit ihre wirtschaftlichen Ziele, Wachstum und Jobs und halten dabei bewusst zu lange an der Geldflutung fest. Dadurch bedienen sie den “animalischen Instinkt” der Investoren und zwingen sie, getrieben durch ein Mix aus Gier, Hoffnung und Unsicherheit, mehr Risiken einzugehen als gerechtfertigt wäre. Wie ein Surfer warteten sie stets auf die richtige Welle, sie könnten nicht stehenbleiben und nichts tun. Wenn sie aber eine Welle zu lange reiten, gehen sie baden. Und diese Gefahr ist aktuell groß. Das durch die Zentralbanken künstlich geschaffene Umfeld ist durch Fundamentaldaten nicht gerechtfertigt. Anleger sollten daher aktuell nicht zu viel an Liquididität aufgeben, mit Wachsamkeit und Realismus agieren und sich der Gegenwinde bewusst sein, rät El-Erian.

Rohstoffe zeigen seit geraumer Zeit relative Schwäche, die Rallye an den Aktienmärkten war weniger getrieben von Aussichten auf eine starke Weltkonjunktur, sondern eher durch Renditehunger angesichts niedriger bis negativer Realzinsen bei ungebrochen hoher Liquiditätszufuhr. So ist die US-Geldbasis seit September 2012 um 330 Mrd. Dollar auf jetzt 2,93 Bill. Dollar expandiert, das Verhältnis der Überschuss- zu den totalen Reserven steigt seit Jahresanfang wieder.

Offenbar legt nun auch die Inflationsentwicklung zumindest eine Pause ein. Der CPI ist im März gesunken, seine Jahresrate liegt nur noch bei 1,5%, die des PPI kommt auf 1,1%. Der von der Fed besonders beachtete PCE-Preisindikator kam im Februar auf 1,3%, er hatte im März 2012 bei 2% ein Topp markiert.

Der CPI ist auch ein Indikator für Preismacht der Unternehmen. Wenn er nachhaltig sinkt, drückt das letztlich auf deren Gewinnpotenzial, auch wenn der Druck durch sinkende Rohstoffpreise noch etwas abgefedert wird.

Continue reading
  11555 Hits
11555 Hits

Rohstoffe – was ist da los?




Rohstoffpreise zeichnen sich seit geraumer Zeit durch relative Schwäche aus. Gemessen am CRB-Rohstoff-Index ist die Preisblase bei Rohstoffen Ende Juni 2008 geplatzt. Eine Echo-Blase fand im April 2011 ihr Ende.

Aktuell korrigiert der CRB-Index diese Echo-Blase in einer Seitwärtsspanne zwischen gut 320 und 270, einem seit Mitte 2004 relevanten Pegel. Die Obergrenze wurde im November 2011, sowie im Fühjahr und September 2012 erreicht. Die Untergrenze wurde im Juni 2012 markiert. Die Mitte dieses Bereichs bei rund 295 war kürzlich wieder angesteuert worden und bot Widerstand. Im übergeordneten Rahmen erfolgt die Bewegung in einem Abwärtskanal, der aktuell bei rund 300 nach oben verlassen würde. Die Wahrscheinlichkeit, dass mittelfristig erneut die untere Grenze der Spanne aufgesucht wird, ist hoch.

Das große Bild bei Oil Brent ist vergleichbar. Blase und Echo-Blase endeten zum selben Zeitpunkt wie beim CRB-Index. Die korrektive Seitwärtsbewegung hier verläuft zwischen knapp 90 und 125; Mitte bei rund 107,50. Die dem Hochpunkt der Echoblase entsprechende Obergrenze wurde im Frühjahr 2012 erneut erreicht, die Untergrenze wurde im Juni 2012 aufgesucht. Danach konnte der Preis zunächst wieder über die Mitte der Spanne steigen, erreichte die Obergrenze aber nicht mehr. Aktuell liegt er wieder darunter. Im übergeordneten Rahmen erfolgt die Bewegung auch hier in einem Abwärtskanal, der momentan bei der Mitte der Spanne nach oben verlassen würde. Die Wahrscheinlichkeit, dass mittelfristig die untere Grenze der Spanne aufgesucht wird, ist hoch.

Die Rohstoffpreise haben entscheidenden Einfluss auf den PPI, Phasen schnell steigender Rohstoffpreise schlagen sich in beschleunigter PPI-Entwicklung nieder. Steigende Rohstoffpreise lassen gewöhnlich auf eine anziehende konjunkturelle Entwicklung schließen. Ein Verhältnis zwischen dem Subindex der Rohstoffpreise und dem PPI von über 1,3 gilt dabei jedoch als Konjunkturkiller.

Continue reading
  15028 Hits
15028 Hits

It is Quality, stupid

Qualität der Produkte und Dienstleistungen sowie die Zuverlässigkeit sind die stärksten Erfolgstreiber. Scheibers Maxime lautet: „So einfach wie nötig, so gut wie möglich“ und Scheiber empfiehlt: „Jeden Tag ein wenig besser.“

Beim 19. qualityaustria Forum machte Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH in seinen Forumsimpulsen deutlich: „Sehr gute Produkte, sehr gutes Service und hohe Qualität sind Garanten für Weiterempfehlungen und zentrale Erfolgsfaktoren. Aktuelle Studien über die Hidden Champions belegen dies eindrucksvoll und sind wieder ein Beweis für die Relevanz von Austrian Quality auf den internationalen Märkten. Im Zusammenspiel zwischen Führung und Mitarbeiter betonte er auch, dass es um ein interaktives und kooperatives Miteinander gehe. Grundvoraussetzung für das Zusammenwirken ist immer die Lernbereitschaft seitens der Mitarbeiter. Er teilt nicht die immer wieder zitierte Auffassung „So gut wie nötig, so einfach wie möglich.“ Scheibers Credo lautet vielmehr: „So einfach wie nötig, so gut wie möglich.“ Und dies ist eine Reise, auf der man jeden Tag ein wenig besser werden sollte, gezielt und konsequent, Schritt für Schritt. Aber Qualität zahlt sich letztendlich aus, va für KMUs.

Intensive Kundenbeziehungen, Motivation der Mitarbeiter, Produkt- und Servicequalität

Bereits 2009 hat man in der Studie „Management von KMUs, Wachstum – Innovation – Internationalisierung“ an der Alpen Adria Universität Klagenfurt sechs zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert. Intensive Kundenbeziehungen, Motivation der Mitarbeiter, Produkt- und Servicequalität zählen in der Gesamtbetrachtung über alle Unternehmensgrößen und –strukturen zu den Top 3 Themen im Ranking. Weitere Treiber sind hohe Mitarbeiterqualifikation, Eigentümerführung und hohe Umsetzungskompetenz. Interessant ist, dass intensive Kundenbeziehungen in allen vier Kategorien „kleine Unternehmen, große Unternehmen, Familienunternehmen, Nicht-Familienunternehmen“ immer auf Platz 1 steht. Für kleine Unternehmen und Familienunternehmen ist die Produkt- und Servicequalität das zweitwichtigste Erfolgsmuster. Bei großen Unternehmen und Nicht-Familienunternehmen liegt auf Platz 2 die Motivation der Mitarbeiter, gefolgt von der Produkt- und Servicequalität. Damit werden zugleich auch zentrale Anforderungen der internationalen Managementnorm ISO 9001 sowie des EFQM-Modells, nämlich die Kunden- und Mitarbeiterorientierung mit dem Ziel Kundenerwartungen im hohen Maße zu erfüllen, bestätigt.

Was macht Hidden Champions erfolgreicher als andere?

Continue reading
  13650 Hits
13650 Hits

Deutschland – arm dran?




 

Die EZB hat jetzt ihren lange erwarteten Bericht „The Eurosystem Household Finance and Consumption Survey“ veröffentlicht. Die Studie sollte ursprünglich bereits im März veröffentlicht werden. Beobachter hatten die Verzögerung in Zusammenhang mit der Zypern-Krise gebracht.

Die Studie zeigt in der Tat brisanterweise, dass Deutschland den geringsten Netto-Median-Wohlstand in der Eurozone aufweist, Zypern hingegen den zweithöchsten. Die Studie basiert auf Umfragedaten bei 60.000 Haushalten aus 2009 und 2010. Hier die Rangfolge (h/t Eurointelligence):

 

 

Continue reading
  14202 Hits
14202 Hits

Zypern und die (Währungs-)Folgen







 

Die vergangenen Wochen haben erneut gezeigt, dass die politische Führung in Europa die Euro-Krise nicht lösen kann. Das Einzige, was sicher ist: Die Politiker in Brüssel werden wie EZB-Draghi auch alles tun, um den Euro zu retten, buchstäblich alles.

Das Unvermögen der Brüsseler Politbürokratie zeigt sich an den beschlossenen inkonsistenten Maßnahmen im Falle Zypern: Spareinlagen werden zur Bankenrettung herangezogen, Anleihegläubiger aber geschont; Einlagen bei ausländischen Töchtern sind geschützt, Einlagen bei einheimischen nicht. Insbesondere letzteres wird dazu führen, dass lokale Unternehmen reihenweise pleite gehen mit entsprechenden Konsequenzen für die Entwicklung der Wirtschaft dort.

 

Auch wenn die Brüsseler Politik zunächst wieder von Plänen Abstand nahm, Spareinlagen unter 100.000 Euro anzuzapfen und damit gegen Garantien zu verstossen – sollte es jemals Vertrauen zwischen dem einfachen Bürger und den gewählten oder nicht-gewählten Führern gegeben haben, so ist das mit dem Desaster namens „Zypern-Rettung“ dahin.

 

Continue reading
  13860 Hits
13860 Hits

Ticken wir noch richtig?

Werte, Respekt und Hausverstand sind mehr als je gefragt.

Die öffentlichen Diskussionen der letzten Zeit haben eines zu Tage gebracht: Wir leben wirklich in einer Zeit der Veränderungen. Das gilt vor allem auch für Politik und Wirtschaft. Beispielhaft sind es Themen wie die Eurokrise und das damit verbundene Sparen, die hochaktuelle Sexismusdebatte, der Umgang mit der direkten Demokratie und nicht zuletzt die Diskrepanz zwischen Jung und Alt. Wie gehen wir mit diesen Themen um, wohin führen die Wege? Wie diskutieren wir die Inhalte?

Fakt ist, dass gesellschaftliche, aber auch persönliche Werte, welche einmal gegolten haben, nicht mehr zählen. Aktionismus steht vor Nachhaltigkeit, Populismus vor mittel- und langfristigen Zielen. Unsere Sprache hat sich diesen Entwicklungen angepasst. Die Kunst des Formulierens ist nicht mehr gefragt. Elemente aus der elektronischen Kommunikation der sogenannten sozialen Netzwerke bestimmen unseren Sprachgebrauch. Nachdenken, Reflektieren und Überprüfen von Inhalten ist nicht mehr so wichtig. Entscheidend ist die Aktion, die Vereinfachung von Inhalten. Man kann durchaus Zitate wie: »Wichtig ist, dass wir laufen. Wohin, ist eigentlich egal« oder »Ich zuerst und dann die anderen« in diesem Zusammenhang sehen. Natürlich kann man das Rad der Zeit nicht zurückdrehen, das macht auch keinen Sinn. Aber warum werfen wir erfolgreiche Erfahrungen über Bord? Wo ist der gegenseitige Respekt? Wo ist der rücksichtsvolle Umgang mit den Mitmenschen? Offensichtlich kommen wir mit dem durchaus vorhandenen Wohlstand unserer Gesellschaft, der allgemeinen Sicherheit nicht zurande. Was ist passiert? Die sehr »ichbezogene« Entwicklung gerade der letzten Jahre hat dazu geführt, dass die Unterschiede zwischen den Gesellschaftsschichten größer geworden sind und nicht kleiner. »Leistung muss sich lohnen«: Aussagen wie diese haben unseren Blick über den Tellerrand eingeschränkt. Ja, Leistung ist notwendig und muss auch immer eingefordert werden. Sie ist gesellschaftspolitisch ein Beitrag und nicht Zwang.

Nicht immer nur nehmen
Es ist sehr einfach, öffentliche Leistungen zu fordern. Wie sieht es aber mit unserer Beitragswilligkeit aus? Wir sehen immer sofort die Fehlleistungen Einzelner oder des Systems. Wie sieht es aber mit den Vorteilen aus? Nehmen wir sie noch wahr? Hier schließt sich wieder der Kreis. Aktionismus vor Nachhaltigkeit, Populismus vor realen Zielen, dort stehen wir heute.

Ein Blick in die politische Debatte unterstreicht dies. Wenn irgendetwas passiert, gilt es Forderungen aufzustellen, welche die nächste Meinungsumfrage beeinflussen. Das Ergebnis dient ja nur der persönlichen Befriedigung, der Absicherung und nicht der Zielerreichung. Es geht offensichtlich nicht darum, Probleme zu lösen, sondern sie einfach formalen Systemen zu unterwerfen. Hier kommt der Ruf nach einem neuen Gesetz, einer Reglementierung, aber nicht nach Lösungsansätzen. Beispielhaft sei die Sexismusdebatte angeführt. Gesetzliche Regelungen lösen das Problem nicht. Den respektvollen Umgang mit anderen Menschen stelle ich damit nicht sicher. Hier bedarf es einer Besinnung auf eine gute Erziehung. Einfach eines Nachdenkens, wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe, dies in Wort und Schrift aber auch zu tun. Natürlich ist dieser Weg nicht einfach, weil er auch nicht bequem ist.

Gedanken sind immer im Fluss, sich an Werten, auch aus der Vergangenheit, zu orientieren hat noch nie geschadet. Lasst uns mal einfach nachdenken, bevor wir uns zu einer Äußerung, einer Stellungnahme hinreißen lassen. Sich zu besinnen, hat noch nie geschadet – ohne dabei zu vergessen, dass Veränderung ein wesentlicher Teil unserer Gedankenwelt ist.

  20791 Hits
20791 Hits

Komplexität erfolgreich managen – "Reduce waste" und verbessern Sie die Qualität

„Die Zahl von Leistungsanforderungen, die ein Unternehmen heutzutage regelmäßig erfüllen muss, hat in der Wirtschaft immens zugenommen. Unternehmen müssen heute etwa sechsmal so viele Vorgaben erfüllen wie im Jahr 1955“, zitiert Dr. Mag. Anni Koubek , verantwortlich für Innovation und Koordination in der Quality Austria, Statistiken aus dem Harvard Business Manager beim 19. qualityaustria Forum im Congress Salzburg. Um damit fertig zu werden, haben sich Unternehmen anders organisiert. Als Folge sei der Grad der organisatorischen Komplexität in Unternehmen - also etwa die Zahl unterschiedlicher Prozesse, Schnittstellen, Abstimmungsschleifen und Entscheidungsstufen - um das 35-fache gestiegen.

 

Zusammenhang zwischen Profitabilität und Komplexität

Zwischen Profitabilität und Komplexität besteht ein Zusammenhang, der sich als parabolische Kurve darstellen lässt. „Sowohl zu niedrige als auch zu hohe Komplexität führen zu niedriger Performance“, erklärt Koubek. Die Kunst liegt darin, das Optimum zu finden, dh das richtige Maß an Komplexität, um die maximale Profitabilität zu erreichen. Durch die Erfüllung einer immer weiter wachsenden Zahl von Anforderungen, wird in Unternehmen oft auf die Vereinfachung vergessen.

 

Continue reading
  13985 Hits
13985 Hits

Zypern – Vorübung in begrenztem Rahmen

Die Euro-Staaten haben beschlossen, Sparer sollen in Zypern teilenteignet werden. Sie sollen ihren Beitrag zur finanziellen Sanierung des Landes leisten, der maßgeblich von seinem aufgeblasenen Bankensektor in die Krise gestürzt wurde. Der Spiegel jubiliert: „Es geht um Gerechtigkeit (…) Ein richtiger Schritt.“

Was hat das mit Gerechtigkeit zu tun, wenn Sparer mit Einlagen von unter 100.000 Euro eine Abgabe 6,75% zahlen müssen, oberhalb dieser Schwelle werden sogar 9,9% fällig? Das soll 5,8 Mrd. Euro erbringen. Haben die Sparer die Krise verursacht? Nein.

 

Banken sind Unternehmen, also sollte der Haftungsgrundatz hier genauso gelten wie für jedes andere Unternehmen auch. Wenn ein Unternehmen in Schwierigkeiten kommt, dann müssen dafür Anteilseigner und Kreditgeber einstehen. Dass dem bei Banken nicht so ist, wissen wir spätestens seit 2008 – die sind ja systemrelevant. Sie sind wichtiger als Unternehmen, die die Lebensgrundlagen unserer Gesellschaft sichern. Denn Geld kann man ja bekanntlich heutzutage essen, besonders wenn es virtuell vorkommt.

 

Rechtlich gibt der Sparer seiner Bank zwar einen Kredit. Aber er hat ihr den nicht zu unternehmerischen Zwecken angedient, sondern ihr das Geld in erster Linie zur Aufbewahrung überlassen. Wenn man auch nur den Anschein einer sozialen Komponente hätte wahren wollen, hätte man kleinere Sparbeträge ganz von einer Zwangsabgabe ausgenommen. Die Regierenden der Eurozone wollten nicht…

Continue reading
  13231 Hits
13231 Hits