Zwischenrufe aus Übersee

Wie ein Europäer den Alltag an der US-amerikanischen Ostküste erlebt.

Auf das Zelt gekommen?

Eigentlich hatte ich mir eine Politikabstinenz verordnet. Ich wollte mich nicht mehr ärgern und dachte: Schluss! Jetzt ignoriere ich einfach, was von den Regierenden getan wird. Das ist der Lebensqualität zuträglicher und bereitet keine Kopfschmerzen.

Der gute Vorsatz ist allerdings dahin, wenn die Innenministerin Zeltstädte für Flüchtlinge zu errichten beginnt: Das ist nämlich nicht mehr zum Ärgern sondern zum Genieren. Ist es tatsächlich so weit, dass die Antwort auf die Verpflichtungen aus der Genfer Konvention im Zelt zu finden ist? Fällt uns nichts Besseres ein? Und was sagt das über Land und Leute aus?

Immer noch habe ich den Kinderglauben, dass Österreicher besser sind als ihre Regierenden, dass wir irgendwie Darwin auf den Kopf gestellt habe und dass an der Spitze des Landes nicht die Besten landen, obwohl mir alle sagen, das Gegenteil ist wahr: die da oben spiegeln was darunter ist.

Trotzdem glaube ich, wir können mehr. Aber es wird Zeit auch zu zeigen, dass wir noch lange nicht im Zelt angekommen sind.

Big-Data-Kräftemangel
Nachhaltig und sicher? Sicher nachhaltig?