Zwischenrufe aus Übersee

Wie ein Europäer den Alltag an der US-amerikanischen Ostküste erlebt.

Griechische Tragikomödie

Die Griechen haben Sinn für Inszenierungen und gefallen sich neuerdings in der Rolle des wilden Manns. Die EU gibt sich brüskiert. „Die Griechen fahren gegen die Wand“, sagt da etwa unser Wirtschaftsminister, „und sie wollen uns ins Auto setzen.“

Dem Mann dürfte entgangen sein: wir sitzen längst drinnen! Freizügig hat die Republik Haftungen unterschrieben, und mit dem Geld sind tatsächlich griechische Schulden getilgt worden, vornehmlich jene bei französischen und deutschen Großbanken.

Jetzt sind die heimischen Steuerzahler die Gläubiger eines maroden Staates, dank all jener die uns unter falschen Versprechungen zur Höllenfahrt eingeladen haben. Ja, das Auto nimmt Fahrt auf, die Wand kommt rasend schnell näher, wir sind Passagiere und nicht einmal angeschnallt. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.

Aber Moment - wie sagte doch der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis unlängst: „Egal was sie sagen, am Ende werden sie zahlen.“

Einiges spricht dafür, dass die jetzigen politischen Eliten wieder einen Scheck ausstellen werden, der dann von einer künftigen Generation beglichen werden muss. Aber da sind die Herrn Minister dann längst in Pension und trägen keine Verantwortung mehr, für gar nichts. Aber das kommt uns ja irgendwie schon bekannt vor.

 

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