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Mehrwert für ManagerInnen

Intelligente Unternehmen

 

Wie rüsten sich intelligente Unternehmen für die Zukunft?

 

Kennen Sie das Buch „Die Macht der Gene“ oder „Die Durchschnittsfalle“ von Univ. Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, Institut für Medizinische Genetik, Medizinische Universität Wien? Ich habe beide Bücher mit großem Interesse über die Feiertage gelesen. Falls Sie diese noch nicht gelesen haben sollten, hier einige Aspekte, die ich besonders anregend empfunden habe, trotzdem empfehle ich Ihnen diese Lektüre.

 

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Österreich unter Top 10 bei ISO 50001

Im weltweiten Ranking nimmt Österreich Platz 10 ein. Deutschland führt unangefochten.

Die ISO 50001 stellt die internationale Norm für Energiemanagement dar und kann von allen Branchen verwendet werden.

Der erste Schritt umfasst eine genaue Ist-Analyse der Energieverbräuche im Unternehmen, auch auf Prozess- und Anlageebene. Die Norm fordert auch die Berücksichtigung der Energieplanung, Energieleistungsindikatoren, Aspekte der Energieeffizienz in der Beschaffung und die fortlaufende Steigerung der Energieeffizienz. Energieeffizienz soll gezielt und wirksam gemanagt werden.

Energieaudits weltweit stark nachgefragt

Obwohl diese Norm noch sehr jung ist, haben sich seit Jahresbeginn 2013 die Anzahl der Neuzertifizierungen weltweit verdreifacht. Aktuell wurden bis dato 4.300 ISO 50001 Zertifikate ausgestellt.

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Energiebewusstsein beim Top-Management?

Betriebliches Energiemanagement hat bei heimischen Managern keinen großen Stellenwert, das belegt eine aktuelle Deloitte-Umfrage. Viele kennen nicht einmal die Energiebilanz ihrer Firma. „Kennen Sie die Energiebilanz Ihres Unternehmens? Und nutzen Sie bereits Energiemanagementsysteme, um Energiekosten in Ihrem Betrieb zu senken?“ dies waren die zugrundeliegenden Fragen an Top-Entscheidungsträger. Auf diese Fragen kommt von den Top-Entscheidungsträgern erschreckend oft ein „Nein“. Diese Einschätzung deckt sich auch in etwa mit einer Energiemanagementstudie aus dem Jahr 2010 der österreichischen Energieagentur.

Laut der aktuellen Deloitte-Studie: In gut 50 Prozent der Unternehmen fehlt es an entsprechenden Energiemanagementsystemen. Der Nutzen derartiger Maßnahmen wird in Businessplänen viel zu selten berücksichtigt. 52 Prozent der Manager kennen die Energiebilanz ihrer Firma gar nicht. Da stellt sich dann doch die berechtigte Frage: Wie können dann Potenziale gehoben werden? Beim qualityaustria Lebensmittelforum im Oktober wurde festgestellt, dass es oft schon an einer validen Datengrundlage mangelt.

Die Deloitte-Studie stellt auch einen Vergleich mit den USA an. Vielleicht kann Alfons Flatscher hier vor Ort recherchieren und diesen Sachverhalt nachträglich auch kommentieren. Im „Billig-Energie-Land“ USA herrsche wesentlich mehr Bewusstsein für Energiemanagement als hierzulande. 81 Prozent der befragten US-Unternehmen gaben an, 2013 Energiemanagement-Programme durchzuführen, um Kosten zu senken. 76 Prozent taten dies auch aus Imagegründen.

Den internationalen Vergleich kann man durchaus kritisch sehen. Jedermann weiß, dass Klimaschutz kein amerikanisches Steckenpferd ist. Die amerikanische „Pro-Kopf Entstehung“ an CO2 ist deutlich höher als in Europa. Schiefergas wird auf Teufel komm raus gefördert und die Energiepreise sind deutlich als in Europa.

Die internationale Entwicklung der ISO 50001 Zertifizierung zeigt eine etwas andere Entwicklung. Während in den USA mit September 2013 nur 41 Unternehmen nach der internationalen Energiemanagementnorm zertifiziert sind, waren es im „kleinen“ Österreich schon 60 und in Deutschland fast 2.100!!!

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Deutschland: Mehr als 40.000 Behandlungsfehler.

Dr. med. univ. Günther Schreiber, Qualitätsexperte für das Gesundheitswesen bei der Quality Austria ließ in seinem Vortag beim 7. qualityaustria Gesundheitsforum mit aktuellen Zahlen aus Deutschland aufhorchen: "Mehr als 40.000 Behandlungsfehler wurden dort allein im vergangenen Jahr nachgewiesen – Tendenz steigend."

In drei von vier Fällen führen solche Fehler zu gesundheitlichen Schäden und in der Folge zu Ansprüchen auf Schadenersatz. In Deutschland sterben viermal mehr Menschen durch Krankenhauskeime als durch Verkehrsunfälle. Der Grund: Einsparungen, die offensichtlich am falschen Fleck getätigt werden. Auswirkungen einer kritischen Rationalisierungspraxis und „Verknappungsmedizin“ treten unter großem Medieninteresse auch hierzulande immer wieder zutage, weil Budgetziele gegenüber Versorgungszielen zunehmend in den Hintergrund treten. Dazu kommt Ärzteknappheit bzw. überlastetes und unzufriedenes medizinisches Personal als Ursache für erhöhte Fehleranfälligkeit.

„Es gilt, einen Ausgleich zu finden zwischen den medizinischen Möglichkeiten, ihrer Finanzierbarkeit, sowie Qualität und Gerechtigkeit“, so Schreiber zu den Anforderungen an eine zeitgemäße Gesundheitsökonomie. Die Lösung: Den Fokus auf die Fehlervermeidung legen anstatt wertvolle Zeit für kostspielige Korrekturen aufzuwenden. „Wer die internen Abläufe verbessert, arbeitet effektiv und effizient. Gerade im Gesundheitswesen muss dieser Ansatz höchste Priorität haben“, bestätigt der Gesundheitsexperte der Quality Austria und zitiert die aktuellen Zahlen: Umfassende Qualitätsmodelle sind in zwei Drittel der heimischen Krankenhäuser implementiert, am häufigsten kommt dabei die ISO 9001 zum Einsatz.

ÖNORM EN 15224 – zukunftsfähige Grundlage für Professionalisierung

Mit der europäische Norm ÖNORM EN 15224 wurde im Herbst 2012 eine Grundlage für eine vergleichbare Qualität im Gesundheitswesen geschaffen – über Landesgrenzen hinweg. Die europäische Norm wurde auf der Basis der ISO 9001 vertieft, wobei der Schwerpunkt auf den klinischen Prozessen und deren Risikomanagement liegt, um eine qualitativ gute Gesundheitsversorgung zu fördern. Planungs-, Ausführungs- und Lenkungsprozesse erhalten hier in ihrer Gesamtheit einen besonderen Stellenwert.

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People make Quality happen - auch im Gesundheitswesen

Fachkräftemangel einerseits, der demografische Wandel, wachsende Anforderungen und Ansprüche andererseits rücken die Mitarbeiter zunehmend in den Fokus der Betrachtungen. Und nicht nur, weil Qualitätsmanagementsysteme wie die ISO 9001 oder das Bewertungsmodell EFQM Business Excellence die Mitarbeiterorientierung schon seit Jahren einfordern, sondern weil auch der tägliche Druck wächst, sich damit auseinanderzusetzen und zwar quer durch alle Branchen.

 

Manche Organisationen greifen die Fragen nach Mitarbeiterzufriedenheit, nach Corporate Identity und Teamgeist, Förderung des Ideenmanagements und der Kompetenzentwicklung sowie des KVP auf und entwickeln sich zu attraktiven Arbeitgebern, einige gewinnen Auszeichnung um Auszeichnung  werden damit zu den Besten Arbeitgebern oder Staatspreissiegern Unternehmensqualität gekürt und steigern somit ihr Image noch weiter. Leidenschaft tritt anstelle von Demotivation oder Burnout. Offene Kommunikation, Klarheit  und Sicherheit im täglichen Tun fördern das Arbeitsklima. Und spricht sich dann herum. Achtung weitere Nebenwirkungen: Initiativbewerbungen motivierter und kompetenter Menschen könnten zunehmen. 

 

Quer durch alle Branchen? Auch im Gesundheitswesen? Nun in Deutschland gibt es interessante Daten und Fakten rund um das heiße Thema "Bester Arbeitgeber im deutschen Gesundheitswesen". Die zentrale Frage der Mitarbeiterorientierung steht am 6.11 auf der Agenda des 7. qualityaustria Gesundheitsforums.

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Der Europäische Qualitäts-Oskar geht nach Tirol.

 

 

Der EFQM Excellence Award geht an das Alpenresort Schwarz. VAMED KMB aus Wien wird als Prize Winner im Wiener Rathaus gewürdigt.

 

Zehn Unternehmen aus Österreich, Spanien, Nordirland, England, Spanien, Belgien, Rußland und der Türkei waren beim 25. EFQM Excellence Award im Wiener Rathaus nominiert.

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Gratulation! Austrian Excellence Award 2013 für WIFI Kärnten

 

Zum 2. Mal in Folge ging der Preis nach Kärnten. Die Verleihung des Austrian Excellence Award ans WIFI Kärnten markierte den Höhepunkt der qualityaustria Winners‘ Conference im Wiener Palais Ferstel am 22. Oktober. Die Kärntner Bildungseinrichtung überzeugte in allen Aspekten des EFQM Modells der European Foundation for Quality Management mit herausragenden Leistungen, besonders in der Gestaltung der Prozesse und der Erbringung der Dienstleistung. Der Austrian Excellence Award wurde heuer zum 18. Mal in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium vergeben. 2012 ging der Award an Infineon. Ab sofort kann man sich bis zum 15. April für den Staatspreis Unternehmensqualität 2014 bewerben. Das Bewerbungsverfahren wurde vereinfacht, um noch mehr KMUs anzusprechen. Alle Informationen dazu finden Sie unter www.qualityaustria.com.

 

Geht der EFQM Excellence Award 2013 an Österreich? 

Wir dürfen aber noch gespannt sein, denn heute stehen 2 österreichische Unternehmen, die VAMED KMB und das Alpenresort Schwarz als Nominierte im Finale des EFQM Excellence Awards. Die Verleihung findet heute Abend im Wiener Rathaus statt. Die anderen Bewerber kommen aus Deutschland, Belgien, Schottland, Türkei, Spanien, Russland, Nordirland und England. Wir halten die Daumen.

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Austrian Excellence Award 2013 geht an...

Qualität führt zum Erfolg!

Bereits zum 18. Mal wird der Austrian Excellence Award von der Quality Austria und dem Wirtschaftsministerium vergeben. Über 300 Gäste erwartet man am 22. Oktober im würdigen Rahmen des Palais Ferstel.

Drei Keynotes über internationale und nationale Erfolge mit ausgezeichneter Unternehmensqualität lassen nicht nur die Spannung steigen, sondern sollen zugleich neue Impulse für die nächsten Schritte der Verbesserung für danach anstoßen. Mitarbeiter von VAMED KMB und Infineon haben durch ihre Ideen Einsparungen im einstelligen und zweistelligen Millionenbereich bereits erbracht.

Da ist es schon verwunderlich, dass in einigen Leitartikeln von Tageszeitungen die sogenannten Beauftragten, sogar die freiwilligen Qualitätsbeauftragten (freiwillig heißt hier, dass es keine gesetzlichen Verpflichtungen wie beim Ersthelfer, Abfallwirtschaftsbeauftragten gibt) mit Bürokratie gleichsetzt werden.

Um diese Einsparungen zu erzielen, ob in KMU oder Großbetrieben, braucht es fachliche und methodische Kompetenzen, Führung und Ausdauer. Aber zum Glück und Erfolg wollen wir niemanden zwingen, das muss man schon selber wollen. Mit dem Willen lassen sich ja bekanntlich Berge versetzen.

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Qualität bleibt wichtigster Erfolgsgarant für die Lebensmittelbranche

Auf Einladung von Quality Austria trafen sich heute zum 5. Mal die Top-Entscheider der Lebensmittelbranche, um zu diskutieren, was die Branche aktuell bewegt. Wie gehen die Verantwortlichen mit den Herausforderungen zwischen Pferdefleischskandal und Preisabsprachen um? Renommierte Experten aus verschiedensten Bereichen gaben Einblicke und sprachen über Mitarbeiterführung und Energiemanagement, Lebensmittelsicherheit und Überwachung sowie über Logistik und Compliance. Eines wurde dabei besonders deutlich: Qualität ist und bleibt ein wesentlicher Faktor für wirtschaftlichen Erfolg.

 

DI Alfred Greimel, Branchenmanagement Lebensmittel, Land- und Forstwirtschaft bei Quality Austria, gab in seinem Beitrag einen detaillierten Einblick in die gegenwärtige Situation der Branche: Die Zertifizierungen im Lebensmittelsektor steigen laufend – zuletzt je nach Standard um bis zu 27 %. Audits spielen im Bereich Lebensmittelsicherheit also eine immer wichtigere Rolle. Zusätzlich zu den 32.000 bis 35.000 amtlichen Kontrollen pro Jahr will die Zulassungsstelle HDE nun die IFS-Anforderungen durch unangemeldete Audits weiter anheben. Weiters müssen sich Lebensmittelhersteller überlegen, wie sie mögliche Sabotageakte im Sinne von Food Defense unterbinden. Dies ist eine mittelbare Folge der amerikanischen Terrorprävention. „Einerseits kann man davon ausgehen, dass das Niveau der Produktsicherheit bei Lebensmitteln noch nie so hoch war wie heute, andererseits werden weitere Anforderungen folgen, die aber KMUs vor neue Herausforderungen stellen“, betont Greimel in seinem Vortrag.

 

Nachhaltiger Erfolg durch Effektivität und Effizienz

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Energie: Einsparungen über 25% möglich

Laut Statistik Austria zählt die Lebensmittelbranche nach der Mineralölverarbeitung, Energieversorgung, Metallerzeugung, Papier und Pappe, Transport & Logistik zu den energieintensiven, noch vor Chemie oder Bau.

Am 3.10. präsentierte im Rahmen des 5. qualityaustria Lebensmittelforums DI Jürgen Fluch vom AAE Institut für Nachhaltige Technologien aus Gleisdorf Ergebnisse aktueller Studien in der Lebensmittelindustrie.

 

Erkenntnisse

Im Hinblick auf die Einführung von ISO 50001 und Energieaudits sind folgende Hemmnisse zu berücksichtigen:

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Arbeitssicherheit täglich bewußt leben

"Arbeiter von Eisenstange durchbohrt" in Wien, "Gefährlicher Brand nach Explosion in Farbenlager" in der Steiermark, "Arbeiter von Stahlträger eines Lifts erschlagen" in Zell am See, "Lauge floss aus: Arbeiter verletzt" in Lilienfeld, "Tankzug explodiert in Kleinstadt" in Canada, "Arbeiter trennt sich mit Säge Hand ab" in Oberösterreich, "In der Küche brach Feuer aus: Kärntnerin starb", "Sicherheitspannen verunsichern Formel 1", "Tödlicher Unfall in Las Vegas" oder "Sieben Prozent der Kfz schaffen Pickerl nicht" waren in den letzten Wochen Schlagzeilen in österreichischen Tages- und Regionalmedien.

Wir lesen fast wöchentlich in der Chronik oder unter Vermischtes derartige (Kurz)Meldungen, ganz im Sinne der Medienlogik "Only bad News are good News." Ich habe in den letzten Wochen derartige Artikel begonnen zu sammeln, weil mir die Häufung auffiel. Die obigen Beispiele stellen nur einen Auszug bzw. Querschnitt dar. Nehmen wir diese Meldungen als selbstverständlich hin? Welche Gedanken lösen diese Meldungen in Ihrem Kopf aus?

Die "Tatorte" reichen von der Baustelle, über das Lager, über die Küche hin zum Cirque du Soleil und zur Formel 1 und die Gefahren liegen auch auf den Straßen, wenn ein Drittel der schweren Defekte, die bei der Pickerlprüfung festgestellt werden, die Bremsanlagen betreffen. Es kann jeden treffen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stellen eine tägliche Aufgabe dar....

... denn der Teufel schläft nicht. Trotz aller Gesetze und Verordnungen und technischen Vorkehrungen passieren Unfälle und mitunter Katastrophen. Beinaheunfälle und unsichere Zustände sind aber oft wichtige Vorboten und sollten ernst genommen werden. Zur Vermeidung tragen bewusstseinsbildende Maßnahmen, Schulungen und regelmäßige bzw. wiederkehrende Informationen sowie technische Überwachungen und Prüfungen bei. Managementsysteme wie OHSAS 18001, SCC oder SCP unterstützen hier gezielt und systematisch.

Null-Unfälle ist ein ambitioniertes Ziel, aber machbar, wie  qualityaustria Kunden beweisen. Viel Erfolg mit Qualität.

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Große Revision der internationalen Qualitätsmanagementnorm ISO 9001

Massive Veränderungen werden erwartet, berichten die qualityaustria Normungsexperten Thomas Szabo und Anni Koubek.

Nach dem Jahr 2000 arbeitet die Internationale Organisation für Normung (ISO) wieder an einer großen Revision der führenden Norm für Managementsysteme, sprich ISO 9001. Die Veröffentlichung der nächsten Ausgabe wird im Jahr 2015 erwartet. Die erste öffentlich zugängliche Version ist seit Juni als ISO/CD 9001:2013 verfügbar. Der Revisionsprozess betrifft aber nicht nur die ISO 9001, sondern auch andere wie die ISO 14001.

Das erste Treffen der verantwortlichen Arbeitsgruppe ISO/TC 176/SC 2/WG 24, Revision von ISO 9001, wurde im Juni 2012 in Bilbao, Spanien, abgehalten. Ein Jahr später und mit nur zwei weiteren persönlichen Treffen der Gruppe kam man überein, den ersten Entwurf des Komitees freizugeben. Im nächsten Prozessschritt kann der Entwurf kommentiert werden. Änderungen sind also noch möglich.

Eine der Hauptquellen der Änderung ist die Anwendung der ISO Directive, Annex SL. Dieses Dokument legt eine gemeinsame Definition und gemeinsame Struktur für alle neuen ISO Managementsystem-Normen und für Revisionen von bestehenden Normen fest. Es gewährleistet darüber hinaus, dass in den Klauseln aller Managementsystem-Normen ein gemeinsamer Haupttext vorhanden ist. Dieser gemeinsame Rahmen legt zehn Abschnitte fest:

1. Anwendungsbereich

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Die Teufelsspirale

Sparen, sparen, sparen. Die Rufe der neoliberalen Proponenten sind nicht zu überhören. An sich ist es ja nicht schlecht sorgsam mit den vorhandenen Mittel der Volkswirtschaften umzugehen. Die Frage ist nur wie. Hier scheint sich ein Ideologiekampf zwischen kurzfristigen Finanzerfolgen und gesellschaftspolitischen daher volkswirtschaftlich ausgerichteten Gedankenwelten abzuspielen. Diesem Spiel kann oder will sich die Politik nicht entziehen. Am Beispiel des öffentlichen Verkehrs kann man dies derzeit schon in Deutschland bei der Bahn sehen. Köpfe reduzieren um jeden Preis rächt sich letztendlich immer. Systeme können nur bedingt Menschen ersetzten, vor allem dann wenn es um Sicherheit und Qualität geht. Auch der verhehrende Unfall in Spanien lässt sich auf dieses Denkmuster zurückführen.

Auch in Österreich müssen wir uns den Problemen stellen. Hier verspricht die Politik, durchaus zu Recht, für den öffentlichen Verkehr immer bessere Angebote. Gleichzeitig werden aber die Möglichkeiten diese umzusetzen immer mehr verschlechtert. Auflagen an die Unternehmen und deren Verantwortliche sind einfach nicht nachvollziehbar. Ein Mehr an Angeboten bei gleichzeitiger Reduzierung der Mitarbeiteranzahl, Reduzierung der Arbeitszeit, Abbau von Überstunden, Verminderung der Krankenstandstage bei gleichzeitigem Aufahmestopp passt einfach nicht zusammen. Unabhängig davon ist es aber auch notwendig den technischen Zustand der Infrastruktur auf einem Niveau zu halten, welcher die Sicherheit und die langfristige Qualität nicht beeinträchtigt. Der Einsatz von hochtechnischen Systemen ist nur dann möglich, wenn auch eine entsprechende Anzahl von Menschen vorhanden ist, die den Einsatz dieser Einrichtungen auch ermöglichen. Ein Computer ersetzt keinen Menschen, es bedarf sogar mehrerer Personen um die Funktion aufrecht zu erhalten.

Die Politik und die Verantwortlichen in den Unternehmen sollten sich diesem Paradigmenwechsel mal stellen. Man kann sparen, aber nicht einfach nur über das präsentieren von beliebigen Kennzahlen. Man sollte sich mal auch mit den Prozessen auseinandersetzen und darüber nachdenken ob nicht unsere „Kontrollitis“ überzogen ist. Ist unser überzogener Regulierungswahn nicht Schuld am Geld ausgeben? Könnte man nicht mit etwas mehr an gesunden Menschenverstand auch Probleme lösen? Eines ist klar eine ausgepresste Zitrone gibt keinen Saft mehr und sie kann sich auch nicht mehr erholen. Orientieren wir uns wieder mehr an der Realwirtschaft und nehmen wir die unproduktive Finanzwirtschaft an die Leine.

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Niederländische Studie - Qualitätsmanagement wirkt

 

Positive Auswirkungen auf das finanzielle Ergebnis. Es kommt aber auf die Umsetzung an.

Die Autoren Basak Manders, PHD-Studentin an der Rotterdam School of Management, Nl und Dr.-Ing. Henk J. de Vries, außerordentlicher Professor für Normung an der Rotterdam School of Management haben 42 Einzelstudien analysiert, mit dem Ziel herauszuarbeiten, wie stark sich die finanzielle Effizienz einer Organisationen nach einer Zertifizierung gemäß ISO 9001 im Vergleich mit nicht zertifizierten Organisationen verbessert hat. Die Quality Austria steht nun im engen Kontakt mit Basak Manders, da weitere neue Erkenntnisse zu erwarten sind. Betrachtet wurden finanzielle Indikatoren:

  • Kapitalrendite, Verkauf, Eigenkapital
  • Gewinnspanne, Rentabilität, verbesserter Absatz und Marktanteil

Der niederländischen Studie lag die Annahme zugrunde, dass durch die ISO 9001 Zertifizierung es zu geringeren Kosten (=interne Vorteile durch verbesserte Prozessteuerung, Produktqualität, gesteigerte Produktivität) und zu gesteigerten Erträgen (externe Vorteile durch Zugang zu neuen Märkten, erhöhter Marktanteil, Signaling-Vorteile durch das Zertifikat) kommt. Aus der qualityaustria Perspektive folgende erste Erkenntnisse zusammengefasst werden:

Die Metaanalyse zeigt, dass eine Zertifizierung gemäß ISO 9001 in den meisten Fällen das Finanzergebnis tatsächlich verbessert, va durch gesteigerten Absatz. Offen bleibt, ob dies durch eine höhere Kundenzufriedenheit oder durch den Signaling-Effekt des Zertifikates bedingt ist. Signaling-Theorie von Spence: auf den Märkten besteht eine Informations-Asymmetrie: die Kunden sind häufig nicht umfassend über die Merkmale eines Produktes und eines Lieferanten informiert. Normen und Zertifizierungen können dies zum Teil lösen.

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Studie in UK - Höheres Bruttosozialprodukt und höhere Beschäftigung durch Qualitätsmanagement

 

Der Report „The Contribution of quality management to the UK economy“, den das Centre for Economics and Business Research im Juni 2012 abgeschlossen hat, kommt zum Schluss, dass Qualitätsmanagement zur Steigerung des Bruttosozialproduktes, von Arbeitsplätzen und des Steueraufkommens beiträgt. Bezogen auf das Jahr 2011 kommt das Centre for Economics and Business Research zu folgenden Schlüssen:

Qualitätsmanagement fördert Wirtschaftswachstum

Ohne Qualitätsmanagement in der Wirtschaft wäre das Bruttosozialprodukt in UK um 6,02% geringer ausgefallen. Weiters schlussfolgerten die britischen Experten, dass das Bruttosozialprodukt um weitere 3,37% höher sein könnte, wenn Qualitätsmanagement durchgängig in der britischen Wirtschaft angewendet werden würde.

Qualitätsmanagement sichert und schafft Arbeitsplätze

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Revision der ISO 9001 & Co - ein Zwischenbericht

 

Nach dem Jahr 2000 arbeitet die Internationale Organisation für Normung (ISO) wieder an einer großen Revision der führenden Norm für Managementsysteme, sprich ISO 9001. Die Veröffentlichung der nächsten Ausgabe wird im Jahr 2015 erwartet. Die erste öffentlich zugängliche Version ist seit Anfang Juni als ISO/CD 9001:2013 verfügbar.

 

Bei der Entwicklung ist noch eine weite Wegstrecke zurückzulegen, da die internationale Community erst jetzt erstmalig Gelegenheit hat, die erfolgte Arbeit zu kommentieren. Die Inhalte könnten sich immer noch erheblich ändern.

 

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66 Jahre Austria Gütezeichen - Darauf können Sie vertrauen

Im Jahre 1946 wurde die Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualitätsarbeit vom damaligen Bundesminister für Handel und Wiederaufbau Dr. Eduard Heinl. gegründet. Österreichische Waren und österreichische Qualität sollten damit gefördert und besser positioniert werden. Wer hätte gedacht, dass daraus eine rot-weiß-rote Erfolgsgeschichte wird, die nun seit 66 Jahren andauert. Die ÖQA zählt heute knapp 500 Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen mit dem Austria Gütezeichen führen.

Gütezeichen dienen der Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen, die konkrete Güte- und Qualitätsmerkmale aufweisen, die von unabhängigen Dritten überprüft und überwacht werden. Nur wer diese nachweislich einhält, darf das Austria Gütezeichen für eine bestimmte Zeit bis zur nächsten Überwachung führen. Dieses objektive und transparente Verfahren und die Prüfung durch unabhängige anerkannte Stellen wie Laboratorieren oder Fachexperten sind wesentlich für das Vertrauen in die 14 Austria Gütezeichen. Damit bieten Austria Gütezeichen eine einfache und klare Orientierungshilfe am Point of Sale, denn die Kunden können darauf vertrauen.

Sieben Unternehmen haben seit mehr als 50 Jahren die Austria Gütezeichen auf ihren Produkten. Diese Qualitätspioniere wurden im Rahmen eines feierlichen Events bei Madame Tussauds im Wiener Prater geehrt. Bundesminister Rudolf Hundstorfer und Sektionschef Dr. Matthias Tschirf, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend würdigen in ihren Ansprachen „66 Jahre im Dienste der KonsumentInnen“ und „starker Motor für die Wirtschaft“ die Bedeutung der staatlich anerkannten Austria Gütezeichen.

Auf jeweils 51 Jahre Austria Gütezeichen kommen Römerquelle (heute Coca-Cola HBC Austria GmbH) und das Vöcklabrucker Unternehmen Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG. Seit 53 Jahren setzt Omega Druck GmbH auf das Austria Gütezeichen, Neudoerfler Office Systems GmbH darf seit 54 Jahren Produkte damit kennzeichnen. Die Glasmanufaktur Schöler in Kremsmünster sowie das Wursthandelsunternehmen Stastnik sind bereits seit 57 Jahren Träger des Austria Gütezeichens. Hrachowina Fenster & Türen setzt seit 59 Jahren auf das Qualitätszeichen. Sieben weitere Betriebe fallen die in Nutzungsdauer 40 Jahre und länger und weitere 30 in die Nutzungsdauer von über 30 Jahren. Qualität steht eben auch für Beständigkeit und Langlebigkeit.

Herzliche Gratulation zum Jubiläum!

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Weltumwelttag - ein Beispiel für klare Zeichen setzen

Anläßlich des Weltumwelttages am 5. Juni möchte ich heute ein Thema aufgreifen, das vielleicht nicht so aktuell ist wie Energieeffizienz, nicht so oft in den Medien steht, aber weltweit ein Problem darstellt, weil es volkswirtschaftlich, ökologisch und soziale Folgen im großen Maßstab hat: Der illegale Holzeinschlag. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Gegenströmungen, wenn man sich die Entwicklungen von FSC und PEFC anschaut. Aber schauen wir uns die Tragweite des Problems etwas genauer an.

Der illegale Holzeinschlag ist ein globales Problem und kein Kavaliersdelikt

Die Weltbank verzeichnet einen hohen Anstieg der kriminellen Aktivitäten in Bulgarien während der letzten Jahre und rechnet mit derzeit 5 bis 15 %. Für Rumänien gibt es kaum nachvollziehbare Zahlen. Indonesien weist eine der höchsten absoluten Entwaldungsraten der Erde auf. Prognosen des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen zufolge werden bis zum Jahr 2022 98 % der Wälder degradiert oder verschwunden sein. Der illegale Holzeinschlag als einer der Haupttriebkräfte wird seit langer Zeit in diesem Zusammenhang diskutiert und als entscheidendes Problem für die Entwicklung des Forstsektors des Landes wahrgenommen. Schätzungen des CIFOR belaufen sich auf etwa 80 % der Produktion des Forst- und Holzsektors. Die American Forest & Paper Association stuft 60 % der Produktion, 55 % der Sperrholzexporte und 100 % der Rundholzexporte aus Indonesien als "verdächtig" ein. Schätzungen von Greenpeace für Russland belaufen sich auf 20 % des eingeschlagenen Holzes. Der WWF errechnet für Russland den Anteil auf illegal geschlagenes Holz auf 27% bis 36%. In einzelnen Regionen können die Anteile jedoch stark variieren. Der Anteil illegal geschlagenen Holzes erreiche im Fernen Osten 50 bis 70%, und im Kaukasus gar 70 bis 100%.

Vertrauen am Point of Sale

FSC CoC und PEFC CoC sind hier das Maß der Dinge, um Vertrauen am point of sale zu stiften. Auch die Zertifizierung für nachhaltige Holz- und Papierprodukte nach FSC (Forest Stewardship Council Chain of Custody) und PEFC COC – eine Norm für die Einhaltung von Grundsätzen einer naturnahen Waldbewirtschaftung unter Gewährleistung ökologischer, sozialer und ökonomischer Kriterien – erfreut sich wachsender Nachfrage.

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Effizientes Lesen spart Zeit

 

 

Während wir im deutschsprachigen Raum in Informationen ertrinken, haben Skandinavier keinen Stress, ihr täglich anschwellendes Lesepensum zu bewältigen. Das liegt nicht daran, dass sie weniger Informationen bekämen. Vielmehr haben sie schon als Kind gelernt, effizient und sehr schnell zu lesen.

Auf dem Schreibtisch neben dem Computer türmen sich Berichte, Protokolle, Fachzeitschriften und warten darauf, dass man sich damit befasst. Im Mailprogramm treffen alle paar Minuten Mails ein, die gelesen und beantwortet werden wollen. Das Internet steht bereit, auf Knopfdruck mit Unmengen an Daten, Informationen und Wissen aufzuwarten.

Opfer der Informations-Ohnmacht

Manager und Fachkräfte rund um den Globus stöhnen ob der großen Informationsmenge, die es täglich zu bewältigen gilt. Studien haben gezeigt, dass mehr als die Hälfte sich überfordert fühlt und die Fülle an Material nicht bewältigen kann. Und das, obwohl Wissen und Informationen grundlegend für die Arbeit sind. Ein Drittel der befragten Manager gab sogar an, sich als „Opfer der Informations-Ohnmacht“ zu fühlen. Es scheint also, als wären wir alle gut gebildet und hoch qualifiziert für unsere Jobs – und doch stolpern wir regelmäßig über eine Hürde, die uns als Basiskompetenz doch schon in der Volksschule beigebracht wurde: das Lesen.

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Energieeffizienz und Energiemanagementsysteme nach ISO 50001:2011 – globale und europäische Entwicklungen

Laut Umweltbundesamt Berlin wurden mit April 2013 über 2.400 ISO 50001 Zertifikate bereits ausgestellt. Davon entfallen knapp 1.400 alleine auf Deutschland. Dh Deutschland deckt 58% der weltweit ausgestellten ISO 50001 Zertifikate ab. Auf Österreich entfallen 31. In der Schweiz sind es 17 Standorte. Das klassische Verhältnis im Ländervergleich Ger:Aut von circa 8:1 oder 10:1 gilt hier nicht mehr. Das Ländermatch steht im Verhältnis 45:1.

Legt Deutschland einen zusätzlichen Grundstein zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit?

Wenn man die deutsche Situation kennt, weiß man, dass die Forderung nach einer Zertifizierung nach ISO 50001 eine Forderung des deutschen EEG (Erneuerbare Energiegesetz) ist. Im ersten Schritt geht es vielen deutschen Unternehmen um die Sicherstellung, rechtliche und steuertechnische Anforderungen zu erfüllen. Im 2. Schritt wird aber hier auf breiter Unternehmensfront die methodische und systematische Grundlage geschaffen, gezielt die Energieeffizienz zu steigern – auf Basis von Energieflussanalysen, Energieplanung, Festlegung von messbaren Energieleistungsindikatoren, ... - damit Energiekosten unmittelbar zu senken und im Endeffekt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen zu steigern.

Österreich – Bundesenergieeffizienz vorerst abgeblasen

Bundeswirtschaftsminister Mitterlehner verfolgt mit der Energiestrategie 2020 auch eine Strategie der Effizienzsteigerung. Der viel diskutierte Entwurf zum Bundesenergieeffizienzgesetz wäre ein interessanter rechtlicher Gestaltungshebel gewesen. Energieaudits nach ISO 50001 wären hier in Betracht gezogen worden. Die Betonung liegt im Moment auf „wäre“, denn die Parlamentsparteien, insbesondere die Grünen und die ÖVP, konnten sich hier nicht einigen. Damit geht aber wertvolle Zeit verloren und es ist damit in Frage gestellt, ob die europäischen und österreichischen Energieziele erreicht werden können.

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