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Qualifizierung zum digitalen Transformationsberater

Unternehmen und Dienstleistungsorganisationen aller Art müssen sich heute den vielfältigen Herausforderungen der Digitalisierung stellen und – mit Blick auf vorhandene und potenzielle Geschäftsfelder sowie der Wettbewerbsposition – prüfen sowie rasch entscheiden,

● welche innovativen Geschäftsfelder sich in der Branche abzeichnen,
● wie an der Schnittstelle zum Kunden eine optimierte Kundenbeziehung mittels Digitalisierung realisierbar ist sowie
● inwiefern eine Automatisierung der Arbeits- und Geschäftsprozesse in Angriff zu nehmen ist und eine Neuausrichtung zum digital workplace angezeigt ist.

Erfahrungen der Praxis zeigen: Insbesondere eine Digitalisierungsstrategie sowie eine angemessene organisatorisch-personelle sowie technologische Zuordnung von Verantwortungen und Kompetenzen stellen wesentliche Erfolgsfaktoren für ein Gelingen digitaler Transformationen dar. Viele Unternehmen setzen dabei (neben der Einrichtung von digital labs oder der Etablierung eines CDO) vor allem auf Personal, das über ganzheitliche Beratungskompetenzen für die Initiierung, Planung und Umsetzung digitaler Transformationsvorhaben verfügt. Diese „Berater für digitale Transformation“ werden entweder von außen recruitiert oder es findet eine gezielte Qualifizierung betriebseigener Personen statt, die in der Regel aus den Bereichen IT, Prozessmanagement oder den Fachbereichen kommen.

Einen Überblick über die Aspektierungen und Handlungsfelder, die für die Gestaltung der Digitalisierung in den Angriff zu nehmen sind, gibt die nachfolgende Abbildung:



Grafik: Gestaltung der Digitalisierung - Aspekte und Handlungserfordernisse © Ernst Tiemeyer

Digitalisierungsberatern, die in Verbindung mit dem Management (General Management, IT-Management, Prozess- und Projektmanagement) und den Fachbereichs-Experten digitale Lösungen initiieren, umsetzen und kontinuierlich weiterentwickeln, kommt heute eine besondere Bedeutung zu. Herausforderungen und Handlungsfelder, die dabei angegangen werden, sind beispielsweise:

- Entwicklung neuer Geschäftsfelder bzw. neuartiger digitaler Produkte: Unter­nehmen aus nahezu allen Branchen stehen im digitalen Zeitalter vor der Notwendig­keit, ihre Geschäfte/Geschäftsfelder und Prozesse zu überdenken, um nicht den An­schluss an den Wettbewerb zu verlieren. Durch den Einsatz neuer Technologien wie Big Data/Analytics, Social Media, Mobility, Vernetzungstechnologien (Connectivity-Optionen) und Cloud Computing ergeben sich dabei oft vielfältige Potenziale für neue Geschäftsmodelle, neue (digitale) Produkte und Dienstleistungen, die es mit Unterstützung geeigneter digitale Experten zu identifizieren und anzugehen gilt.

- Digitalisierung der Prozesse
(auch über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg): Digitale Prozesse bzw. die Unterstützung der Wertschöpfungsketten ermöglichen es beteiligten Unternehmen, effizienter und effektiver zu arbeiten. Sie gewährleisten gleichzeitig eine hohe Kundenorientierung. Es bedarf deshalb für viele Organisationen zeitnah einer konsequenten Entwicklung und Etablierung digitaler Prozesse (mittels RPA, KI oder Bots).

- Intensivierung der Kundenorientierung mit vielfältigen Kundenschnittstellen: Eine weitere Ziel- und Handlungsoption durch Digitalisierung besteht darin, Kunden über eine Vielzahl bzw. über nahezu alle Kanäle hinweg einheitlich anzusprechen (sog. Omni-Channel als eine Plattform für alle Kanäle). Bei derartigen Lösungen ist es möglich, Filial-, Webshop- und mobile Anwendungen intelligent miteinander zu verbinden. So lassen sich personalisierte Angebote in Echtzeit entwickeln und den potenziellen Kunden präsentieren (Berichte, Analysen und Prognosen in Echtzeit). Der Vorteil: Kunden geben – laut Studien und Statistiken - ca. 3,5-mal mehr bei einem Händler aus, wenn er ein Omni-Channel-Angebot hat.

- Digitale Transformationen und Projekte: Ausgangspunkt für das Umsetzen digitaler Transformationsvorhaben bzw. komplexer Busines-IT-Projekte sollte ein vereinbartes Projektportfolio sein, das aufzeigt, welche digitalen Projekte in Angriff genommen werden sollen. Für alle digitalen Projekte des Portfolios sind frühzeitig Überlegungen darüber anzustellen, welche Unternehmens-IT-Architekturen (Entwicklungswerkzeuge, Applikationen, Daten, Devices, Infrastrukturen und Plattformen) für eine erfolgreiche Projektumsetzung zukunftsfähig sind. Nur so kann ein nachhaltiger Projekterfolg gesichert werden. Alle digitalen Projekte bedürfen zudem der Begleitung durch Unternehmens-IT-Architekten (und ggf. auch spezifisch ausgerichteter Solution-, Data-, Cloud- und Infrastruktur-Architekten). Diese cross-funktionalen Teams sollten durchgängig mit architekturellem Denken und Handeln ans Werk gehen.

- Digital Work:
Mit der Digitalisierung zeichnet sich ein gravierender Wandel der Arbeitsorganisation und der Arbeitsweisen ab. Neue Arbeits-, Informationsmanagement-, Collaborations- und Kommunikationstools eröffnen für das Arbeiten grundsätzlich neue Formen der Zusammenarbeit. So können Beschäftigte, die sich an unterschiedlichen Orten befinden, einfacher zusammenarbeiten und dabei ihre Ideen und Expertisen austauschen. Gleiches gilt die Produktinnovationen, zu denen weltweit mit Kollegen, Experten und Kunden einfacher kommuniziert werden kann.

- Digital Change: Einigkeit besteht aufgrund von Erfahrungen und Studien darüber, dass ein erfolgreicher digitaler Wandel nur dann gelingt, wenn auch die Unternehmenskultur den neuen Herausforderungen gerecht wird und vor allem inspirierend „aufgesetzt“ wird, die auch disruptive Veränderungen ermöglicht. Dazu bedarf es unterstützend eines umfassenden digital mindsets der Beschäftigten im Unternehmen und einer Unternehmenskultur, die auf eine hohe Innovationsbereitschaft setzt.

Unter Beachtung der in diesem Blog angesprochenen wesentlichen Aspektierungen erfolgreicher digitaler Transformation startet im September 2019 ein ARS-Lehrgang (Link) mit der Ausbildung zum digitalen Transformationsmanager. Mit diesem ganzheitlichen Angebot erhalten Sie die Chance, in kompakter Form praxisnah die erforderlichen Kompetenzen zu erwerben, um als interner oder externer Consultant Unternehmen den nachhaltigen Aufbau und Ausbau digitaler Lösungen zu etablieren. Im Detail erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Mitwirkung im ARS-Lehrgang „Digital Management & Consulting“ die Kompetenz,

- Handlungsoptionen zur Digitalen Transformation für ihre Praxis zu erkennen,

- eine Digitalisierungsstrategie und eine Umsetzungs-Roadmap für Unternehmen zu entwickeln und diese kontinuierlich fortzuschreiben,

- Basis-Technologien für die Digitalisierung einzuordnen und für spezifische Praxissituationen (Projekte) zu etablieren,

- eine zukunftsfähige Organisation zur Digitalisierung aufzubauen,

- Digitalisierungsprojekte und Digitalisierungslösungen professionell zu managen.

Damit verfügen sie letztlich über ein bewährtes, vielseitig nutzbares Methoden-Toolkit für die Praxis – sei es als interner Berater oder externer Consultant für Digitalisierung.

Die Durchführung ist als Blended-Learning-Lehrgang organisiert, wobei eine Gliederung sich in Präsenz- und Fernlehrphasen erfolgt. Im Rahmen der Präsenz-Seminare und Präsenz-Workshops dominieren Lehrgespräche mit aussagefähigem Informations- und Anschauungsmaterial. Ergänzend werden direkt umsetzbare Checklisten, unterstützende Case-Studies und Tools zur Unterstützung eingesetzt. Integriert ist auch ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden.

In den Fernlehrphasen werden Online-Veranstaltungen (Webinare von jeweils 60 – 90 Minuten) durchgeführt sowie tutorielle Begleitungen für die Umsetzung von ausgewählten Praxisprojekten der TeilnehmerInnen angeboten.

Besondere Benefits: Mit erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs (dokumentiert u. a. durch eine präsentierte Projektarbeit) erhalten die TeilnehmerInnen zum Schluss ein ARS-Zertifikat. Darüber hinaus kann der gesamte ARS-Zertifikats-Lehrgang „Digital Management & Consulting” nach erfolgreicher Absolvierung im Studienprogramm MBA – Digital Business & Innovation (Master of Business Administration) der Middlesex University London / KMU Akademie & Management AG mit bis zu 30 ECTS angerechnet werden (https://www.kmuakademie.ac.at/).

Näheres kann dem Lehrgangs-Folder (Link) entnommen werden.

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