Axel Dick & Qualität

Projektleiter, Autor diverser Studien, Fachartikel und Kommentare
2 minutes reading time (350 words)

Von wegen "abgesandelt"

Ein klares Zeichen für den Standort Österreich setzt die Verleihung des Staatspreises Unternehmensqualität 2014. Gestern tagte die Jury und am 11. Juni werden der Sieger und die Kategoriesieger der Öffentlichkeit im Haus der Industrie feierlich präsentiert. Und es gibt aus meiner Sicht einige Überraschungen.

Insgesamt 27 Bewerber haben sich heuer in den Kategorien Großunternehmen, mittlere Unternehmen, kleine Unternehmen und Non-Profit Organisationen für den Staatspreis Unternehmensqualität qualifiziert – erstmals mehr als in Deutschland und sogar mehr als beim europäischen Bewerb, dem EFQM Excellence Award. Das ist ein starkes Signal im European Quality Contest. Hier geht Austria schon mal als Sieger hervor.

 

Der Staatspreis Unternehmensqualität wird seit 1996 vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Quality Austria an österreichische Unternehmen im Profit- und Non-Profit-Bereich vergeben. Er ist eine Auszeichnung für dauerhaft gute Ergebnisse durch exzellente strategische und operative Arbeit sowie konsequente Weiterentwicklung einer Organisation. Die Neuerungen geben den Bewerbern heuer erstmals die Möglichkeit, ihre Leistungen mit denen der anderen Bewerber abzugleichen. Die Assessoren erheben alle Kriterien auf der Basis des EFQM Modells und zeigen damit die Stärken und Entwicklungspotenziale auf. Gleichzeitig werden die Ergebnisse in Relation zu den anderen Wettbewerbsteilnehmern gesetzt. Das gibt den Organisationen wesentliche Einblicke, wo sie noch besser werden können. Damit wird eine Erfolgsspirale eingeleitet.

Diese 27 Staatspreis-Qualifikanten streben nach Weiterentwicklung, wollen wirklich besser werden und arbeiten sehr zielorientiert, konsequent und langfristig an ihrem Erfolg. Das EFQM Modell gibt ihnen dabei wie ein Radar oder ein Kompass Orientierung und ermöglicht den Vergleich. Es wird hier nicht gejammert, sondern am betrieblichen Erfolg fortlaufend gearbeitet.

Bis zum 11. Juni bleibt es noch spannend, aber ich freue mich schon heute, dass hier ein klares Zeichen für österreichische Unternehmensqualität oder Austrian Quality gesetzt wird, und zwar in allen vier Kategorien, weil in den Medien wird oft nur dann über Qualität geschrieben, wenn diese als Nicht-Qualität wahrgenommen wird, zB infolge von Rückrufen, Lebensmittelskandalen, Kunstfehlern, etc... Zu wenig wird aber über Qualität als Standort- und Erfolgsfaktor geschrieben.

Feiern Sie am 11. Juni mit und vielleicht Sie sind ja ein Bewerber beim Staatspreis Unternehmensqualität 2015... Viel Erfolg.

Axel Dick

www.qualityaustria.com

 

 

Die nächste große Cloud-Chance
Gewinner und Verlierer der Krise