Axel Dick & Qualität

Projektleiter, Autor diverser Studien, Fachartikel und Kommentare
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Am Jahrestag Tschernobyl Gedanken über hohe Importabhängigkeit, wachsende Klimaschutzkosten und Chancen

Heute jährt sich wieder das Reaktorunglück von Tschernobyl. Die Katastrophe von Tschernobyl ereignete sich genau am 26. April 1986 in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat. Dieses Unglück liegt nun 28 Jahre zurück und ist immer noch präsent.

 

Heute ist die Ukraine aufgrund politischer Krisen wieder im Gespräch und wieder spielen energiepolitische Risken eine Rolle, nun geht es um die Versorgungssicherheit mit Gas.Die Krise in der Ukraine macht deutlich, wie importabhängig Österreich in der Energieversorgung ist und mit welchen Risken dies auch verbunden ist. Fakt ist, dass die Auslandsabhängigkeit der österreichischen Energiewirtschaft bei knapp 64% im Jahr 2012 lag.

 

 

Der 3. Teil des 5. IPCC-Sachstandsbericht wurde aktuell verabschiedet. Trotz aller Anstrengungen sind die globalen Treibhausgas-Emissionen durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum mit zunehmender Geschwindigkeit angestiegen und erreichten in dieser Dekade einen Höchststand. Die Experten zeigen sich dennoch vorsichtig optimistisch, aber jede weitere Verzögerung globaler Maßnahmen zum Klimaschutz erschwere zunehmend die Einhaltung der Zwei-Grad-Obergrenze, reduziere die Handlungsoptionen und steigere letztendlich die künftigen Klimaschutzkosten erheblich.

Potenziale erkennen und Chancen nutzen: Dabei wissen wir aus nationalen und internationalen Studien und Auditerfahrungen (ISO 50001), dass 20% und mehr an Energie eingespart werden könnte. Und aus den qualityaustria Lehrgangsprojekten (23 Projekte) wissen wir: Die kumulierte Energieeinsparung durch die Projektarbeiten beträgt über 22 Mio KWh/a oder 4.600 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Die kumulierten finanziellen Einsparungen durch die Projektarbeiten liegen bei ca. 2 Mio Euro pro Jahr.

 

Was wollen wir? Wollen wir importunabhängiger werden? Wollen wir lieber mögliche Klimaschutzkosten bezahlen? Oder wollen wir nicht lieber von den Einsparungen profitieren und gleichzeitig die Umwelt schonen? Dann müssen wir effizienter werden!

Quality Austria ist auch überzeugt, intelligente Unternehmen brauchen kein Bundesenergieeffizienzgesetz – noch nicht verabschiedet - mit mögliche Strafen, sondern viel mehr einen Energieplanungsprozess auf Basis der ISO 50001. Daher laden wir Sie zum ersten qualityaustria Forum Energie-und Materialeffizienz am 28. Mai 2014 ein.

 

Viel Erfolg mit Qualität!

Axel Dick

 

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www.qualityaustria.com

 

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